
Grippeschutzimpfung
Keine Angst vor Virusvarianten
Grippeviren verändern sich ständig. Doch auch wenn die im Grippeimpfstoff enthaltenen Virusstämme nicht exakt den zirkulierenden entsprechen, profitieren Geimpfte von der vorbeugenden Impfung.
Wer sich regelmäßig jedes Jahr gegen die jeweils aktuellen Influenzastämme impfen lässt, reduziert damit sein Risiko, an der Virusgrippe zu erkranken. Dass dieser Schutz in gewissem Umfang auch dann besteht, wenn die tatsächlich zirkulierenden Virusstämme von den geimpften abweichen, ist das Ergebnis einer aktuellen US-amerikanischen Studie.
Wissenschaftler des University of Rochester Medical Center untersuchten im Rahmen einer Gesundheitsstudie 2.400 Kinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren. In den Jahren 2003 bis 2005 wurden bei Arzt- oder Krankenhausbesuchen Proben aus dem Nasen-Rachen-Raum der Studienteilnehmer genommen, anhand derer die Forscher feststellten, ob die kleinen Patienten an einer Grippe litten. Anschließend verglichen sie die so erhaltenen Befunde mit dem Impfstatus der Kinder.
Die Auswertung der Daten ergab, dass geimpfte Kinder deutlich seltener an der Grippe erkrankten als ungeimpfte, obwohl die im Untersuchungszeitraum geimpften Virenstämme nicht ganz mit denjenigen übereinstimmten, die tatsächlich im Umlauf waren. So schützte der Grippeimpfstoff der Saison 2004/05 fast 60% der jungen Impflinge vor einer Influenzainfektion, obwohl er nicht genau die Virusstämme enthielt, die in diesem Zeitraum vorherrschten.
US-amerikanische Gesundheitsbehörden rufen deshalb dazu auf, auch schon die Jüngsten regelmäßig gegen Grippe impfen zu lassen. Nur so können sie und ihre Umgebung vor einer Infektion mit Influenzaviren geschützt werden. Derzeit müssen in den USA pro Jahr etwa 20.000 Kinder aufgrund der Virusgrippe stationär behandelt werden. Gerade Kleinkinder, Ältere und chronisch Kranke sind durch Grippeviren gefährdet, da ihr Immunsystem zu schwach ist, um eine Infektion zu bekämpfen. Schwere Komplikationen sind daher oftmals die Folge.





