
Grippeimpfung für Diabetiker
Geimpft sicher durch den Winter
Wer an der Zuckerkrankheit leidet, sollte sich regelmäßig gegen Grippe impfen lassen. In einer holländischen Studie halbierte die Impfung die Zahl der Grippe-Toten bei Diabetikern.
Jedes Jahr versterben in Deutschland rund 10.000 Menschen an den Folgen der Grippe (Influenza) - etwa doppelt so viele, wie im gleichen Zeitraum im Straßenverkehr ihr Leben lassen. Zu den besonders gefährdeten Personengruppen gehören u.a. Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, über 60-Jährige und Diabetiker. Gerade letztere sollten daher die jährliche Grippeimpfung nicht versäumen, wie aktuelle Studienergebnisse belegen.
Die Auswertung der Daten von rund 9.000 Diabetikern aus der Grippesaison 1999/2000 zeigt, dass die Grippeimpfung nicht nur die Häufigkeit von Komplikationen reduziert, sondern auch die Zahl der Todesopfer. Von den geimpften Diabetikern mussten während der Grippezeit weniger als halb so viele stationär behandelt werden wie von den ungeimpften. In der Gruppe der älteren Diabetiker verhinderte die Grippeimpfung sogar jeden zweiten Todesfall.
Eine gefürchtete Komplikation der Influenza sind sogenannte bakterielle Superinfektionen, bei denen Bakterien die Schwächung des Abwehrsystems ausnutzen, um in den Körper einzudringen. Eine solche Superinfektion mit Pneumokokken kann eine schwere Lungenentzündung zur Folge haben. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt gefährdeten Personen daher neben der Grippeimpfung auch eine Impfung gegen Pneumokokken. Diese kann im Gegensatz zur saisonal angepassten Grippeimpfung ganzjährig erfolgen und muss nicht jährlich aufgefrischt werden.





