
Zwei Babys gestorben
Impfschutz gegen Keuchhusten für Kontaktpersonen wichtig
Ärzte raten Angehörigen von Neugeborenen dringend zur Keuchhustenimpfung. Anlass ist der Tod zweier Babys, die sich offenbar bei ihren Eltern angesteckt hatten.
Aufgrund der Häufigkeit und der möglichen gesundheitlichen Gefahren durch Keuchhusten (Pertussis) empfiehlt das Robert Koch-Institut, eine Grundimmunisierung von Säuglingen und Kleinkindern zum frühestmöglichen Zeitpunkt, d.h. unmittelbar nach Vollendung des zweiten Lebensmonats, zu beginnen und sie zeitgerecht fortzuführen. Empfohlene Auffrischimpfungen sollen mit fünf bis sechs und mit neun bis 17 Jahren erfolgen und bestehende Impflücken besonders bei Jugendlichen geschlossen werden.
Doch selbst bei Berücksichtigung dieser Empfehlungen für die ersten Lebensjahre können Neugeborene gefährdet sein. Das zeigen zwei Fälle, die kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift British Medical Journal veröffentlich wurden. Wie Ärzte des Royal Hospital for Sick Children im schottischen Edinburgh berichteten, waren in ihrer Klinik ein Junge und ein Mädchen im Alter von vier bzw. sechs Wochen an Keuchhusten verstorben. In beiden Fällen hatten sich die Neugeborenen bei ihren Eltern angesteckt. Die Mediziner weisen daher dringend darauf hin, dass Kontaktpersonen von Neugeborenen einen ausreichenden Impfschutz benötigen.
Auch nach den Empfehlungen des RKI sollen Frauen mit Kinderwunsch und Personen mit Kontakt zu Säuglingnen bereits vor der Geburt eines Kindes geimpft werden.





