Schluckimpfung gegen Rotaviren
Auch in Deutschland werden immer mehr Säuglinge geimpft
Bis zum Alter von vier Jahren wird eines von 20 Kindern in Deutschland stationär behandelt, weil es eine potenziell gefährliche Durchfallerkrankung aufgrund von Rotaviren hat. Dabei schützt eine einfache Schluckimpfung gegen diese Erreger.
Impfstoffe gegen Rotaviren sind seit 2006 zugelassen. Bisher gibt es generelle Empfehlungen für die Rotavirus-Impfung in den USA, Australien und in einigen europäischen Ländern, z.B. Österreich, Belgien und Finnland.
In Deutschland sind zwei Rotavirus-Impfstoffe auf dem Markt, die beide als Schluckimpfungen verabreicht werden können. Eine offizielle Empfehlung für die Impfung wurde bereits in Sachsen von der Sächsischen Impfkommission ausgesprochen. In der Ständigen Impfkommission (STIKO), die für eine bundesweite Empfehlung zuständig ist, finden derzeit noch Diskussionen statt, ob die Rotavirus-Impfung als Standard-Impfung aufgenommen werden sollte. Nach Ansicht von Prof. Dr. Ulrich Heininger ist jedoch bereits jetzt zu erwägen, "Säuglinge unter Berücksichtigung ihrer individuellen sozialen und gesundheitlichen Situation durch die Impfung vor einer Rotavirus-Infektion zu schützen."
Nachdem die Techniker Krankenkasse als eine der ersten großen Krankenkassen die Kosten für die Rotavirus-Impfung für Säuglinge ab der 7. Lebenswoche als freiwillige Leistung übernimmt, bezahlen laut Heininger nun schon viele gesetzliche Kassen die Schluckimpfung. Er riet Eltern, sich bei ihrer Krankenkasse darüber zu informieren.
Eine aktuelle Liste der Krankenkassen, die die Impfung gegen Rotaviren bezahlen, findet sich unter "Informationen zur Rotaviruserkrankung"




