Impfung und Beruf
Diese Impfungen brauchen Erzieher, Waldarbeiter & Co
Wer bei seiner Arbeit mit vielen Menschen in Kontakt kommt, benötigt guten Impfschutz. Andere Berufsgruppen müssen sich gegen spezielle Gefahren wie Tollwut absichern.
In manchen Berufen brauchen Menschen besonderen Impfschutz, um sich und andere nicht zu gefährden. Arzthelferinnen oder Krankenpfleger beispielsweise kommen mit sehr viel mehr Infektionserregern in Kontakt als andere Berufstätige. Sie können sich leicht anstecken. Vor allem aber können sie Erreger sehr schnell weiter verbreiten, weil sie mit vielen, noch dazu kranken und geschwächten Menschen in Berührung kommen. Das gilt auch für andere Berufsgruppen mit viel Publikumsverkehr wie Busfahrer, Ärzte, Kellner, Lehrer und Erzieher. Sie alle sollten verstärkt darauf achten, dass sie einen ausreichenden Basisschutz gemäß den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) besitzen.
Besondere Berufsrisiken, zusätzliche Impfungen
Zusätzlich können weitere Impfungen notwendig sein, wenn der Beruf spezielle Risiken mit sich bringt. Dies ist z. B. der Fall, wenn jemand bei der Arbeit regelmäßig und in größerem Umfang Kontakt mit infektiösem oder auch nur potenziell infektiösem Material, wie Körperflüssigkeiten, -ausscheidungen oder -gewebe, hat. Ein Arbeitgeber ist verpflichtet, seine Angestellten auf die Infektionsgefahr hinzuweisen, eine Vorsorgeuntersuchung zu veranlassen und Impfungen samt Beratung anzubieten. Dem Angestellten entstehen durch diese Impfungen keine zusätzlichen Kosten. Alle Impfungen, die die STIKO nahe legt und die auf Empfehlung des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) erstattet werden, zahlen seit Juli 2007 die gesetzlichen Krankenkassen. Das trifft auf die Tollwut-Impfung für Tierpfleger und die FSME-Impfung für Waldarbeiter ebenso zu wie auf die Grippeimpfung für Pflegekräfte.




