
Pneumokokken-Impfung
Weniger Lungenentzündungen dank Impfung
Fast die Hälfte der durch Pneumokokken verursachten Lungenentzündungen lässt sich durch eine Impfung gegen die Bakterien verhindern, wie das Ergebnis einer Studie zeigt. Dadurch sinkt auch die Zahl der Todesfälle.
Pneumokokken sind Bakterien, die weltweit verbreitet sind und bei jedem zweiten Menschen den Nasen-Rachen-Raum besiedeln. Sie sind die häufigsten Auslöser schwerer Lungenentzündungen (Pneumonien) und verursachen jährlich etwa 12.000 Todesfälle. Bei älteren Menschen und Patienten, deren Immunsystem durch eine chronische Erkrankung wie Asthma oder chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) geschwächt ist, können sie neben einer schweren Lungenentzündung auch andere, lebensbedrohliche Erkrankungen wie Blutvergiftung auslösen. Eine vorbeugende Impfung wird daher für diese Personengruppen dringend empfohlen.
Durch die Pneumokokken-Impfung lässt sich das Risiko, an einer Pneumokokken-bedingten Lungenentzündung zu erkranken, um 45% senken. Dies ist das Ergebnis einer groß angelegten Studie mit über 11.000 Teilnehmern. Dabei verringerte sich die Zahl tödlicher Verläufe bei allen Lungenentzündungen durch die Impfung um fast 60%. Vor allem Ältere profitierten von der Impfung.
Da mittlerweile immer mehr Pneumokokken-Stämme gegen gängige Antibiotika wie Penicillin resistent geworden sind, ist eine einmal eingetretene Pneumokokken-Infektion zunehmend schwerer in den Griff zu bekommen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die vorbeugende Impfung weiter an Bedeutung. Hinzu kommt, dass Pneumokokken-Erkrankungen bei älteren Menschen häufig untypisch und rasant verlaufen: Die Hälfte aller Pneumokokken-bedingten Todesfälle ereignet sich innerhalb der ersten 48 Stunden nach der Ansteckung - für eine Therapie bleibt da oftmals keine Zeit.





