
Mädchen Mini-Lexikon
Lexikon zum Thema HPV
Von Ansteckungsmöglichkeiten bis Verhütungsmittel: Die wichtigsten Begriffe rund um das Thema HPV - verständlich erklärt. Extra für Mädchen!
Humane Papillomviren des Genitalbereichs werden am häufigsten durch Geschlechtsverkehr oder sexuelle Kontakte übertragen. Dabei ist zu beachten, dass selbst Kondome keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Ansteckung bieten. Ob auch ein geringes Risiko besteht, sich über verunreinigte Gegenstände wie Toiletten, Handtücher oder Seife anzustecken, ist derzeit noch nicht eindeutig geklärt.
Um sich gegen Humane Papillomviren impfen zu lassen, muss ein Mädchen nicht extra zum Frauenarzt gehen. Auch Kinder- und Hausärzte können die Impfung durchführen.
Der Frauenarzt ist ein Spezialist für Krankheiten, die bei Frauen auftreten. Er untersucht die weiblichen Geschlechtsorgane sowie die Brüste und berät zu Fragen nach geeigneten Verhütungsmethoden. Er kann gegen HPV impfen.
Die Gebärmutter ist das weibliche Geschlechtsorgan, in dem bei einer Schwangerschaft das Kind heranwächst. Sie wird grob unterteilt in den Gebärmutterkörper und den Gebärmutterhals, der teilweise in die Scheide hineinragt.
Gebärmutterhalskrebs entsteht, wenn Zellen des Gebärmutterhalses "entarten" und unkontrolliert immer weiter wachsen. Der Gebärmutterhalskrebs kann von verschiedenen HPV-Typen ausgelöst werden, meist vom Typ 16 oder 18.
Genitalwarzen sind Veränderungen im Bereich der Geschlechtsorgane, die durch bestimmte humane Papillomviren, z.B. HPV vom Typ 6 und 11, hervorgerufen werden. Genitalwarzen sind unangenehm, psychisch sehr belastend und können trotz Behandlung wiederkehren.
Ob sich aus einer HPV-Infektion eine Krebserkrankung entwickelt, ist für die verschiedenen HPV-Typen unterschiedlich wahrscheinlich. Mit dem englischen Begriff ?high risk HPV? bezeichnet man solche Virustypen, die ein relativ hohes Risikopotenzial haben, Krebs auszulösen. Zu dieser Gruppe gehören u.a. die HPV-Typen 16 und 18.
HPV steht für humane Papillomviren. Von diesen Viren gibt es über hundert verschiedene Typen, die entweder normale Hautzellen oder Schleimhautzellen im Genitalbereich befallen können. HPV vom Typ 16 und 18 können u.a. Krebs in einem bestimmten Teil der Gebärmutter, dem Gebärmutterhals auslösen. Andere HPV-Typen führen zu Warzen im Genitalbereich ("Feigwarzen"), etwa die Typen 6 und 11.
Zurzeit gibt es zwei verschiedene HPV-Impfstoffe in Deutschland. Beide schützen vor Gebärmutterhalskrebs, der von humanen Papillomviren vom Typ 16 und 18 ausgelöst wird. Einer der beiden Impfstoffe schützt zusätzlich noch vor Genitalwarzen, die durch die HPV-Typen 6 oder 11 ausgelöst werden können.
Die HPV-Impfung schützt vor Erkrankungen, die durch bestimmte Typen der humanen Papillomviren ausgelöst werden. Um einen bestmöglichen Schutz zu erreichen, muss man innerhalb eines Jahres dreimal geimpft werden. Optimal für den einen der beiden Impfstoffe ist folgendes Impfschema: 0 ? 2 ? 6 Monate. Das bedeutet, dass die zweite Impfung zwei Monate nach der ersten Impfung stattfinden soll und die dritte Impfung vier Monate nach der zweiten Impfung.Die Impfung wird sehr gut vertragen. Es kann nach einer Impfung zu Rötung und Schmerzen an der Einstichstelle kommen, auch leichtes Fieber ist möglich.
So nennt man die Ansteckung mit humanen Papillomviren (HPV). HPV, die im Genitalbereich vorkommen, werden in der Regel beim Geschlechtsverkehr übertragen. Ein Mädchen kann sich also dadurch mit HPV anstecken (infizieren), indem es ohne Kondom mit einem Jungen schläft oder Petting hat, der sich bereits angesteckt hat. Allerdings bieten auch Kondome keinen kompletten Schutz vor der Infektion.
Einer der beiden HPV-Impfstoffe ist für Mädchen ab neun Jahren zugelassen, doch übernehmen die Krankenkassen die Kosten der Impfung erst für Mädchen im Alter von zwölf bis 17 Jahren. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten auch für Frauen zwischen 18 und 26 Jahren. Da HPV in erster Linie durch sexuelle Kontakte übertragen wird, sollte die Impfung bereits vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein. Doch nicht jeder, der schon mal Sex hatte, ist infiziert. Dein Arzt kann dich dazu beraten.
Sowohl der HPV-Impfstoff als auch die Impfung selbst, die der behandelnde Arzt durchführt, kosten Geld. Bei Mädchen zwischen zwölf und 17 Jahren übernimmt diese Kosten die Krankenkasse. Wer nicht zu dieser Zielgruppe gehört und sich trotzdem impfen lassen möchte, sollte die Kostenübernahme vorher mit seiner Krankenkasse klären. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten auch für über 17-Jährige.
Bei einer (aktiven) Impfung werden dem Körper unschädlich gemachte Krankheitserreger oder Teile davon verabreicht. Das körpereigene Abwehrsystem lernt die Krankheitserreger dadurch kennen, ohne dass man tatsächlich krank wird. Wenn der Körper später mit einem solchen Erreger in Kontakt kommt, ist das Abwehrsystem schon vorbereitet und tötet den Keim ab, bevor er krank macht. Man ist dann gegen diese Krankheit immun.
Zu den "low risk HPV" gehören Virustypen, die seltener Krebs verursachen als die "high risk HPV". Sie können allerdings zu lästigen und unschönen Genitalwarzen ("Feigwarzen") führen. Hierzu gehören z.B. die HPV-Typen 6 und 11.
Als Verhütung bezeichnet man die Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft. Häufig angewendete Verhütungsmethoden sind beispielsweise Kondome oder die Antibabypille. Nur Kondome bieten neben dem Schutz vor einer ungeplanten Schwangerschaft auch einen gewissen Schutz vor einer HPV-Infektion - wenn auch beides nicht hundertprozentig.





