Arzneien werden streng geprüft

Nebenwirkungen nicht zu befürchten: Homöopathische Mittel in Deutschland sind sicher

Diese Meldung hat viele erschreckt – obwohl Homöopathie-Anwender in Deutschland überhaupt nichts zu befürchten haben: Vermeintlich homöopathische Tabletten eines Herstellers aus den USA stehen im Verdacht, dort zehn Kleinkinder das Leben gekostet zu haben. Warum das hierzulande nicht passieren kann.

Baby beim Arzt
In Deutschland kommen nur Arzneimittel – sowohl chemische, pflanzliche als auch homöopathische – auf den Markt, die vom BfArM auf ihre Sicherheit geprüft wurden.
iStcok

Eigentlich sollten die Tabletten der US-Firma Hyland's die Schmerzen zahnender Babys lindern. Jetzt wird überprüft, ob sie für den Tod von zehn Kleinkindern verantwortlich sein könnten. Ob die Vorwürfe stimmen, wird derzeit von der amerikanischen Behörde für Arzneimittelsicherheit (FDA) geprüft.

Sie hatte bereits 2016 vor einem Gesundheitsrisiko durch die vermeintlich homöopathischen "Baby Teething Tablets" gewarnt, nachdem ein Kind mit epileptischen Anfällen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

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Im Januar 2017 wies die Behörde in Laboranalysen nach, dass das Produkt den auf dem Etikett angegebenen Gehalt des Wirkstoffs Belladonna (Tollkirsche) teilweise deutlich überschritt. Der Aufforderung, das Produkt zurückzurufen, kam der Hersteller zunächst nicht nach. Mittlerweile ist das Präparat in den Vereinigten Staaten jedoch nicht mehr erhältlich.

Homöopathische Mittel in Deutschland sind ohne Risiko

Belladonna wird in der Homöopathie gegen zahlreiche Beschwerden eingesetzt. Jedoch wird sie wie auch alle anderen Ausgangssubstanzen homöopathischer Mittel während der Herstellung so stark verdünnt, dass sie ihre potenziell schädliche Wirkung verliert. Nebenwirkungen sind daher nicht zu befürchten, egal um welche Darreichungsform es sich handelt: Sowohl Tabletten als auch Globuli oder Lösungen eignen sich bis zur Potenz D23 gefahrlos zur Selbstmedikation.

Lesen Sie hier ausführliche Informationen zur Potenzierung und Wirkweise von homöopathischen Mitteln.

Deutsche Behörde sorgt für sichere Arzneimittel

Die erhöhte Wirkstoffkonzentration in ihren Tabletten zeigt, dass die US-Firma Hyland's den homöopathischen Grundprinzipien offenbar nicht nachgekommen ist. In Deutschland ist derlei undenkbar: Hierzulande ist die Herstellung homöopathischer Arzneien viel strenger geregelt als in den USA.

Während die Tabletten des US-Herstellers Hyland's nicht von der FDA genehmigt werden mussten, kommen in Deutschland nur Mittel auf den Markt, die das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen hat. Die Behörde prüft konsequent, dass die Präparate keine Nebenwirkungen aufweisen.

"Mit Blick auf den Patientenschutz gibt es in Deutschland weitergehende Regelungen, die gewährleisten, dass die Sicherheit von homöopathischen Arzneimitteln vorab durch das BfArM geprüft wird", äußerte sich ein Sprecher des BfArM zum Einzelfall in den USA. Dieser sei in der Bundesrepublik so nicht denkbar, für Nutzer homöopathischer Mittel bestehe daher keinerlei Risiko.

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Letzte Aktualisierung: 02. März 2017

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