
Vorbeugen durch Fasten
Fasten hält das Herz gesund
Wer hin und wieder einen Tag lang alle Mahlzeiten streicht, der tut nicht nur etwas für die schlanke Linie, sondern auch für die Gesundheit des Herzens.
So schwer es dem Genießer auch fallen mag: Wer einmal pro Monat fastet, könnte sein Risiko für eine Verengung der Herzkranzgefäße senken. So jedenfalls lautet das Ergebnis zweier amerikanischer Studien. Darin wertete ein Forscherteam um den Mediziner Benjamin Horne vom Intermountain Medical Center und der University of Utah die Daten von über 4.500 Patienten des US-Bundesstaates Utah aus. Diese hatten zwischen 1994 und 2002 an einer Untersuchung der Herzkranzgefäße teilgenommen.
Die Forscher stellten auf einer Kardiologen-Tagung in Orlando ihre Beobachtung vor, nach der die Mormonen, die überdurchschnittlich häufig im Bundesstaat Utah vertreten sind und die in Beachtung der Religionsvorschriften einmal im Monat fasten, seltener unter einer Arterienverkalkung litten als die weniger enthaltsamen restlichen Untersuchungsteilnehmer.
So hatte eine Durchleuchtung der Herzkranzgefäße bei 66% der Nicht-Mormonen, aber nur bei 61% der Mormonen eine Verengung der Gefäße ergeben. Um einen Einfluss anderer religionsbedingter Faktoren auszuschießen, befragten die Forscher weitere 515 Patienten nach Verhaltensweisen, die mit den religiösen Vorschriften verbunden sein könnten. Abgesehen vom Rauchen zeigte nur das Fasten einen signifikanten Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit, an einer koronaren Herzkrankheit zu erkranken. Auch nach Berücksichtigung des Rauchens war der Einfluss des Fastens noch deutlich erkennbar.
Die Forscher vermuten, dass der Verzicht auf Mahlzeiten den Körper dazu zwingt, Fettreserven zu verbrennen, um Energie zu gewinnen. Zudem, so die Forscher, verringere sich in Hungerzeiten der Einfluss von Glucose und somit die Produktion von Insulin, was möglicherweise wiederum dabei helfen könne, einem Typ-2-Diabetes vorzubeugen. Diese Thesen müssten aber noch in weiteren Studien geprüft werden. Wer bereits unter der Zuckerkrankheit leide, solle jedoch keine Mahlzeiten auslassen, weil gefährliche Blutzuckerschwankungen die Folge sein könnten, fügen sie an.










