KHK vorbeugen
Es ist nie zu spät, etwas für das Herz-Kreislauf-System zu tun
Unlängst konnte belegt werden, was gleichermaßen Hoffnung schürt und Ausreden im Keim ersticken sollte. Menschen, die sich bisher wenig bewegt haben, können jederzeit Beginn von sportlicher Aktivität etwas für ihre Gesundheit tun.
Wissenschaftler der Universitäten Ulm und Heidelberg interviewten Patienten mit und ohne koronare Herzkrankheit (KHK) im Alter zwischen 40 und 68 Jahren. Sie wurden zu ihren Bewegungsgewohnheiten der letzten Jahre befragt. Man fand heraus, dass Menschen, die ihr Leben lang sportlich aktiv waren, ein um etwa 60 Prozent niedrigeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. KHK) als jene hatten, die sich sehr wenig bewegt hatten.
Die Wissenschaftler konnten darüber hinaus jedoch aufzeigen, dass es sich auch nach zwanzigjähriger Bewegungsunlust noch lohnt, mit dem Sport zu beginnen. Patienten, die erst im Alter von 40 Jahren mit der regelmäßigen sportlichen Betätigung begonnen hatten, zeigten eine um 55 Prozent verminderte Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (wie eine KHK oder ein Herzinfarkt) gegenüber "sesshafteren" Altersgenossen.
Noch immer zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten Todesursachen in den Industrienationen. Und obwohl die positiven Effekte regelmäßiger Bewegung auf unsere Gesundheit seit vielen Jahren belegt sind, bewegt sich ein Großteil der Deutschen viel zu wenig. Dabei reichen 30 Minuten Sport an drei Tagen der Woche aus, um das Risiko koronarer Herzkrankheiten (KHK) zu vermindern.
Hand auf`s Herz!
Wenn Ihre letzte sportliche Betätigung bereits länger zurückliegt, sollten Sie allmählich mit dem Training beginnen und das Pensum langsam erhöhen. Wenn Sie beispielsweise wegen einer Vorerkrankung nicht sicher sind, welcher Sport für sie geeignet ist, wird Sie Ihr Arzt gerne beraten.








