Steigerung der Lebensqualität
Eisenpräparate können Herzschwäche-Symptome lindern
Patienten mit Eisenmangel können durch die gezielte Infusion eines Eisenpräparates ihre Leistungsfähigkeit und Lebensqualität deutlich verbessern.
Bereits vier Wochen Eisenbehandlung sollen ausreichen, um die Leistungsfähigkeit von Patienten mit Eisenmangel signifikant zu verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Dr. Piotr Ponikowski vom Department für Herzkrankheiten der Medizinischen Universität Wroclaw in Polen. Der Forscher stellte die Ergebnisse seiner Studie auf einem Pressegespräch anlässlich der 76. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung (DGK) vor.
50 Prozent seiner mit Eisentherapie behandelten Patienten berichteten in der 24. Studienwoche, sich deutlich besser zu fühlen. In der Placebogruppe waren es nur 28 Prozent. Auch im Hinblick auf die NYHA-Klassifikation, die verwendet wird, um die Leistungsfähigkeit von Herzinsuffizienzpatienten einzuschätzen, zeichnet sich ein klarer positiver Trend ab. Knapp 50 Prozent der Patienten berichteten von leichten Einschränkungen der körperlichen Belastbarkeit. Die Belastbarkeit wurde mit Hilfe eines Gehtestes bestimmt. Nach 24 Wochen hatten sich die Patienten mit der Eisentherapie um 39 Meter verbessert. Die Placebogruppe schaffte nur 9 Meter mehr.
Die 459 Probanden waren in zwei Gruppen aufgeteilt worden und erhielten entweder intravenös ein Eisenpräparat (200 mg Eisencarboxymaltose) oder ein Placebo. Die Therapie erfolgte bis zur Auffüllung der Eisenspeicher wöchentlich und danach bis zur 24. Woche monatlich. Am Studienende wurden die Lebensqualität der Patienten anhand des "Self-Reported Patient Global Assessment" (PGA) und die Symptome anhand der NYHA-Klasse beurteilt. Prof. Ponikowski erläutert: "Seit vielen Jahren ist dies die erste Studie mit einem Medikament, die eine so deutliche Verbesserung der Symptome in so kurzer Zeit bei CHI-Patienten gezeigt hat."








