Reha
Gefäßverschluss: Vorsicht bei der Fußpflege
Wenn der Blutkreislauf gestört ist, bedarf es einer besonders genauen Fußpflege. Denn das Nagelbett kann leicht durch die Schere oder Feile verletzt werden - mit dramatischen Folgen: Ungefähr 70 bis 80 Prozent dieser Bagatellverletzungen führen zu Amputationen! Darum lernt der Patient in der Reha auch, wie er Nägel und Füße richtig pflegt.
Vor allem gilt: Die Nägel dürfen nicht zu kurz geschnitten werden. Bei starker Verhornung muss der Gefäßkranke die Haut vorsichtig mit Acetylsalicylvaseline aufweichen und sie anschließend einfetten. Fürchtet der Patient, sich trotz Sicherheitsvorkehrungen zu verletzen, sollte er eine medizinische Fußpflegerin (Podologin) besuchen.
Für den tagtäglichen Umgang mit den Füßen empfehlen sich folgende Regeln:
- Vorsicht bei Druckstellen. Hieraus entstehen schnell Druckgeschwüre. Deshalb: keine engen Schuhe tragen, auf Falten der Strümpfe achten, Strümpfe nicht stopfen
- Strümpfe dürfen nicht einschnüren und den Blutfluss beeinträchtigen
- Füße immer warm halten, denn Kälte vermindert die Durchblutung zusätzlich
- Aber Vorsicht: keine Wärmequellen wie Heizkissen oder Wärmflaschen verwenden - es besteht Verletzungsgefahr! Stattdessen warme Wollsocken tragen
- Füße trocken halten, um Infektionen vorzubeugen. Ab und zu Licht und Luft an die Füße lassen, jedoch nie bei extremer Hitze oder Kälte
- Keine langen Fußbäder in der Wanne, die Füße besser duschen. Wasser sollte nicht kälter als 29 Grad Celsius und nicht heißer als 36 Grad Celsius sein - dies gilt auch für den Schwimmbadbesuch
- Die Füße immer sorgfältig mit einem weichen Handtuch trocknen. Die Zehenzwischenräume mit Kaltluft trocken fönen
- Nie barfuß gehen - die Verletzungsgefahr ist zu groß
- Zehennägel immer gerade schneiden, am besten nur feilen








