
Zahlen & Fakten
Gefäßverschluss: Bedrückende Statistik
Arterielle Verschlusskrankheit (AVK) - mancher mag dieses Leiden für weniger schwerwiegend halten als einen Herzinfarkt oder Schlaganfall: Doch in Deutschland amputieren Ärzte jährlich mehr als 30.000 Patienten das Bein oder den Arm wegen arterieller Durchblutungsstörungen. Hinzu kommt: Die Verschlusskrankheit kann zum gefürchteten Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.
Die Verschlusskrankheit tritt normalerweise in den Beinen auf, nur in seltenen Fällen sind die Arme betroffen. Typisch für die Erkrankung sind Schmerzen beim Gehen, weshalb die Patienten während eines Spaziergangs oft stehen bleiben. Um ihre Symptome zu kaschieren, pausieren die Gefäßkranken vorzugsweise vor Schaufenstern. Mediziner nennen die arterielle Verschlusskrankheit darum gelegentlich Schaufensterkrankheit. Laien sprechen auch vom "Raucherbein", da 90% der Patienten Nikotinkonsumenten sind.
In westlichen Industrienationen tritt die Verschlusskrankheit in den Beinen bei 18 Prozent der Bevölkerung auf. Nur 25 Prozent der Patienten mit Amputation kehren wieder in ihren Beruf zurück. 50 Prozent sterben im weiteren Verlauf der Erkrankung und 25 Prozent werden zum Pflegefall.
Etwa zwei Prozent der 35- bis 44-Jährigen und sechs Prozent der 45- bis 54-Jährigen leiden an dieser Erkrankung. Bei Männern und Frauen über 60 Jahren beträgt die Häufigkeit dann über 30 Prozent.
Etwa 70 Prozent der Patienten mit arteriellen Verschlüssen in Bein oder Arm leiden zugleich an koronarer Herzkrankheit oder Verengungen der hirnversorgenden Arterien.
Von 100 Patienten mit der so genannten Schaufensterkrankheit haben 75 die Chance, dass sich durch eine Therapie das Beschwerdebild verbessert, bei 25 Patienten verschlechtert sich die Erkrankung.
Von 100 Patienten mit Schaufensterkrankheit sterben 30 innerhalb der nächsten fünf Jahre an den Folgen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls.










