Schlaganfall

Allgemeine Therapie und Pflege

Nach dem Schlaganfall müssen Betroffene ihr Leben neu ausrichten. In der Therapie und Pflege geht es vor Allem da rum, die Folgen wie Sprachstörungen und den Verlust der Mobilität neu zu trainieren und Komplikationen wie eine Lungenentzündung oder Druckgeschwüre zu verhindern.

Allgemeine Therapie und Pflege
portrait of a nurse helping an elderly man to sit up
(c) Stockbyte

Eine Lungenentzündung ist die häufigste Komplikation bei Schlaganfall-Patienten, die unter Schluckstörungen leiden. In Folge des "Verschluckens" kann es zu einer Lungenentzündung kommen, die den Genesungsprozess der Patienten verzögern. Eine entscheidende Therapie ist daher die kontrollierte Zufuhr von Flüssigkeit und Nahrung. Dabei werden Patienten zeitweise über eine Sonde ernährt und erhalten ein regelmäßiges Schlucktraining unter Anleitung einer Logopädin.

Pflegekräfte und Physiotherapeuten sind angehalten den Patienten in der Therapie frühzeitig zu mobilisieren, unter anderem um die mit dem Schlaganfall verloren gegangene Beweglichkeit zurückzugewinnen und dem Verlust der Mobilität durch Bettlägerigkeit entgegenzuwirken. Die Krankengymnastik ist ein wichtiger Baustein in der Frührehabilitation.

Durch starke Bewegungseinschränkungen nach dem Schlaganfall sind einige Patienten zunächst bettlägerig. Die richtige Lagerung sowie der Lagerungswechsel gehören zur Therapie, um Druckgeschwüre (Dekubitusgeschwüre) zu vermeiden. Patienten mit erhöhtem Risiko sollten zum Beispiel auf speziellen luftgefüllten Matratzen liegen, um dieser Komplikation entgegen zu wirken. Ein erhöhtes Risiko besteht bei sehr übergewichtigen oder auch sehr schlanken Patienten.

Leidet der Patient unter Sprachstörungen wird ein Ergotherapeut hinzugezogen. Der Schlaganfall-Patient versucht in der Therapie seine Sprachfähigkeit zurückzugewinnen und neu zu trainieren.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 27. Juli 2011
Quellen: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), Deutsche Schlaganfall Gesellschaft (DSG) (2008): Primär und Sekundärprävention der zerebralen Ischämie Download unter http://www.dgn.org/images/stories/dgn/leitlinien/LL2008/ll08kap_024.pdf am 15.03.2010. Autor: Verena Horsthemke

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