Herzinfarkt-Prävention

So funktionieren Herz und Gefäße

In der dritten oder vierten Schwangerschaftswoche beginnt unser Herz zu schlagen. Und erst zum Zeitpunkt des Todes hört es auf, Blut durch unseren Körper zu pumpen. Dazwischen schlägt es mehrere Milliarden Mal. Kein Wunder, wenn seine Leistung in der zweiten Hälfte unseres Lebens nachlässt! Was Sie selbst für ein starkes Herz und zur Vorbeugung von Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall tun können!

Im Laufe eines Lebens schlägt das Herz etwa zweieinhalb Milliarden Mal und befördert dabei 200 Millionen Liter Blut. Am Tag werden also etwa 7.000 Liter durch den Körper gepumpt. Wie das etwa faustgroße Organ diese Leistung vollbringt, erklärt sich durch seinen Aufbau: Das Herz ist ein Muskel – es kann sich wie alle Muskeln anspannen und entspannen.

Der Herzmuskel umschließt die Herzhöhlen, die mit Blut gefüllt sind und in das Gefäßsystem des Körpers übergehen. Zwei Herzhöhlen, der Vorhof und die Kammer, bilden jeweils eine Herzhälfte. Zwischen Vorhof und Kammer und am Übergang zum Gefäßsystem befinden sich die Herzklappen.

Wie funktioniert das Pumpsystem?

Wenn der Herzmuskel entspannt ist, füllen sich die Herzhöhlen mit Blut. Spannt sich der Muskel an, wird das Blut hinaus gedrückt. Während die linke Herzhälfte die Aufgabe hat, das Blut in den Körperkreislauf zu pumpen, ist die rechte Hälfte dafür zuständig, das Blut in die Lungen zu befördern. Dort wird es mit Sauerstoff angereichert. Über verschiedene Arterien und Schlagadern gelangt es dann zu den Organen – hier findet der notwendige Stoffaustausch statt.

Was bei einer Herzschwäche passiert

Angesichts der unermüdlichen Arbeit, die das Herz leistet, ist es nicht verwunderlich, dass seine Kraft in der zweiten Hälfte des Lebens oft nachlässt. Wenn der Herzmuskel schwächer wird, funktioniert die Sauerstoffversorgung im Körper nicht mehr richtig, die Nährstoffversorgung ist gestört. Betroffen sind dabei nicht nur innere Organe wie das Herz selbst, Niere, Leber und  Gehirn, sondern auch die periphere Muskulatur.

Damit das Herz die Organe und Muskeln dennoch ausreichend versorgen kann, beginnt es schneller zu schlagen. Der Blutdruck erhöht sich und die Atmung wird schneller, um mehr Sauerstoff aufzunehmen. Tätigkeiten, die bisher ohne Anstrengung möglich waren, bringen den Körper auf Touren. Es scheint, als müsse er gerade besonders viel leisten.

Die größten Risikofaktoren für Herzinfarkt

 

Die besten Tipps für ein starkes Herz

Treten Beschwerden wie Luftnot oder Schwäche bei normaler Belastung oder gar im Ruhezustand auf, so sollte ein Arzt aufgesucht werden. Aber Sie können Ihrem Herz vorab schon etwas Gutes tun, indem Sie folgende Ratschläge berücksichtigen:

  • Achten Sie auf eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse und wenig Fett.
  • Vermeiden Sie zu rauchen und halten Sie Ihren Alkoholkonsum in Maßen.
  • Übergewicht sollte langsam, aber konsequent reduziert werden. Es stellt eine enorme Belastung für das Herz dar.
  • Auch dauerhafter Stress kann durch Steigerung des Blutdrucks das Herz langfristig schädigen.
Zwölf Tipps für ein gesundes Herz

Herzinfarkt und Schlaganfall: Akute Gefahren

Eine chronische Herzinsuffizienz, auch Herzschwäche oder Altersherz genannt, ist allerdings bei weitem nicht die einzige Gefahr, die dem Herz-Kreislauf-System droht. Auch akute kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall können auftreten und sind nach wie vor wichtige Todesursachen in westlichen Ländern.

Beide akuten Erkrankungen haben gemeinsam, dass eine plötzliche Unterversorgung einsetzt und betroffenes Gewebe im Herz beziehungsweise Hirn abstirbt. Ursachen dafür sind verstopfte Blutgefäße, etwa durch ein Gerinnsel (Thrombus).

Autor:
Letzte Aktualisierung: 12. November 2003
Quellen: Nach Informationen der Universität Witten/Herdecke

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