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Im Sommer

Sonne mit Vorsicht genießen

Ausgiebige Sonnenbäder gehören für viele Menschen zu einem gelungenen Sommerurlaub. Doch aufgrund ihres Hauttyps können sich längst nicht alle gefahrlos den Sonnenstrahlen aussetzen.

Sonnenschutz kann einem die Haut retten

Tatsächlich ist Sonne für unsere Gesundheit unverzichtbar. Sie sorgt dafür, dass der Körper in ausreichendem Maße aktives Vitamin D bildet, welches von den Knochen, Zähnen, Muskeln und dem Immunsystem benötigt wird. Erhält der Körper zu wenig Sonne, kann es zu einem Vitamin-D-Mangel mit erheblichen gesundheitlichen Auswirkungen, etwa auf den Knochenstoffwechsel, kommen.

Doch auch zu viel Sonne kann sich schädlich auswirken. Als Reaktion auf Sonnenstrahlen bildet die Haut zunächst eine Pigmentierung in Form von Hautbräune. Dadurch wird die UV-Strahlung bereits in den obersten Hautschichten abgeblockt und kann nicht in tiefere Schichten vordringen. Ist die Sonneneinwirkung allerdings zu stark oder hat die Haut noch nicht genügend Pigmentierung gebildet, reicht der Selbstschutz der Haut nicht mehr aus. Die Sonnenstrahlen führen dann in tieferen Hautschichten zu Entzündungsreaktionen, die sich als Sonnenbrand mit Rötung, Schwellung, Brennen und Jucken der Haut bemerkbar machen.

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Weshalb ist Sonnenbrand gefährlich?

Intensive Sonneneinstrahlung lässt die Haut frühzeitig altern, es bilden sich Falten und Altersflecken. Darüber hinaus erhöht Sonnenbrand die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Aufgrund eines veränderten Freizeitverhaltens, bei dem Sonnenbaden seit einigen Jahren immer größeren Raum einnimmt, steigt die Zahl der Hautkrebserkrankungen weltweit stetig an. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr rund 100.000 Menschen.

Der Hauttyp ist entscheidend

Der Hauttyp bestimmt, ob jemand braun wird oder eher verbrennt. Bei Erwachsenen werden vier Hauttypen unterschieden:

  • Hauttyp I – Der irische Typ
    Menschen vom Hauttyp I haben sehr helle Haut, viele Sommersprossen, hellblonde oder rötliche Haare sowie blaue oder grüne Augen. Sie sollten direkte Sonneneinstrahlung grundsätzlich meiden, da ihre Haut nicht braun wird und nach kürzester Zeit einen Sonnenbrand entwickelt.


  • Hauttyp II – Der skandinavische Typ
    Dieser Hauttyp ist hellhäutig, hat oft Sommersprossen, blonde bis dunkelblonde Haare und blaue oder grüne Augen. Seine Haut bräunt nur mäßig und reagiert ebenfalls schnell mit einem Sonnenbrand. Ohne Schutz sollten Menschen vom Hauttyp II höchstens 10 bis 20 Minuten in der prallen Sonne verbringen.


  • Hauttyp III – Der Alpen-Typ
    Hierbei handelt es sich um Menschen mit leicht getöntem Teint, braunem Haar und grünen oder braunen Augen. Sie werden deutlich braun. Dennoch sind auch sie nicht vor Sonnenbrand gefeit, weshalb sie sich höchstens 20 bis 30 Minuten ohne Schutz in der Sonne aufhalten sollten.


  • Hauttyp IV – Der Mittelmeer-Typ
    Menschen mit von Natur aus brauner Haut und dunklen Haaren bekommen nur selten einen Sonnenbrand. Länger als 40 Minuten sollten aber auch sie nicht ohne Schutz in der Sonne verbleiben.

Was kann man gegen Sonnenbrand tun?

Das beste Mittel, einem Sonnenbrand vorzubeugen, ist maßvoller Sonnengenuss, sagt Andrea Hoppe, Ärztin bei der Techniker Krankenkasse (TK). Ansonsten rät sie:

  • Die Haut im Frühjahr langsam an die längere Sonnenbestrahlung gewöhnen!


  • Während der Mittagszeit möglichst aus der Sonne gehen!


  • Den jeweils aktuellen UV-Index beachten, der die Stärke der UV-Strahlung angibt! Dieser ist abrufbar auf der Internetseite des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) unter www.bfs.de/uv/uv2/uvi.


  • Bei Aufenthalten in Gegenden mit besonders intensiver Sonnenstrahlung Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor benutzen!


  • Kinder besonders gut vor direkter Sonneneinstrahlung schützen, da der Selbstschutzmechanismus ihrer Haut noch nicht voll entwickelt ist! Sonnencreme, lange Kleidung und Kopfbedeckung eignen sich gut.


  • Eine Sonnencreme benutzen, die gegen UVA- und UVB-Strahlung schützt! Die Creme ist eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufzutragen und sollte insbesondere beim Baden mehrmals täglich erneuert werden.


  • Während der Einnahme bestimmter Medikamente wie Antibiotika die Sonne nur vorsichtig genießen, da Medikamente die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen oder lichtbedingte Allergien auslösen können!


  • Keine Kosmetika, Deodorants und Parfüms während des Sonnenbades benutzen! Dadurch kann eine bleibende Pigmentierung entstehen.


Quelle: Nach Informationen der Techniker Krankenkasse (Mai 2007); der Hohensteiner Institute in Bönnigheim, 2007; Internetseite des Bundesamtes für Strahlenschutz zum UV-Index: www.bfs.de/uv/uv2/uvi
Autor: Springer Medizin
Stand: Jan 22, 2008


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