Mädchen riecht an Löwenzahn

"Sonnenallergie" vermeiden

Vor allem Kinder sollten vor der Sonne geschützt werden

Der Sommer hat begonnen und mit ihm die Zeit des Sonnenbadens. Doch Vorsicht: Die Sonne hat auch ihre Schattenseiten. Gerade im Sommer leiden Kinder und junge Erwachsene nicht selten unter "Sonnenallergie".

Damit gemeint ist die so genannte polymorphe Lichtdermatose. Sie stellt keine echte Allergie dar, sondern eine Art erhöhter Empfindlichkeit gegen Sonne. Oft noch Stunden nach intensiver Sonnenbestrahlung und bevor ein Sonnenbrand auftritt, reagiert die Haut mit Juckreiz, der Bildung kleiner Pusteln und Rötung. In selteneren Fällen, bevorzugt bei Jungen zwischen fünf und zwölf Jahren, entstehen größere Bläschen an den Ohren und Wangen. Die Symptome der Lichtdermatose treten typischerweise an Hautstellen auf, die der Sonne ausgesetzt waren, also vor allem im Kopfbereich, an Unterarmen und Händen. Sie können mit entzündungshemmenden Cremes oder Lotionen behandelt werden.

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Nach den Worten der Kinder- und Jugendärztin sowie Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) Dr. Gunhild Kilian-Kornell handelt es sich bei der Lichtdermatose vermutlich um eine Stressreaktion der Haut. Nach der sonnenarmen Zeit im Winter wirkt intensive Sonnenbestrahlung für die Haut wie eine Überforderung. Kinder sind besonders anfällig für Sonnenschäden, da der natürliche Selbstschutz der Haut bei ihnen noch nicht vollständig entwickelt ist. Erst im Alter von etwa 15 Jahren kann die Haut in ausreichendem Maße mit einer Bräunung (Pigmentierung) auf UV-Strahlen reagieren.

Kinder sollten daher unbedingt vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, um "Sonnenallergie" und Sonnenbrand zu vermeiden. Sonnendichte Kleidung, Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille sind geeignete Maßnahmen. Hinsichtlich der Anwendung von Sonnencremes mit Lichtschutzfaktor sollte vor allem bei Kleinkindern Vorsicht walten. Zum einen können Sonnenschutzpräparate in Kombination mit Sonne selbst zu einer Hautreaktion, der so genannten Photo-Kontaktdermatitis ("Mallorca-Akne"), führen. Zum anderen ist bei Kindern noch nicht ausreichend erforscht, in welcher Menge ihr Körper chemische Sonnenschutzmittel aufnimmt und zu welchen Konsequenzen dies führt.


Quelle: Nach einer Presseinformation von Kinder- und Jugendärzte-im-Netz.de des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V., 2. Mai 2007
Autor: Springer Medizin
Stand: Jul 14, 2008


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