
Berufsbedingte Hautkrankheiten
Hautkrankheiten gehören für viele Menschen zum Berufsalltag
Reinigungsmittel, Seifen, Farben, Lacke in vielen Berufen ist die Hautbelastung mit Wasser und Chemikalien sehr hoch. Mehr als ein Drittel aller anerkannten Berufskrankheiten betreffen die Haut.
Berufsbedingte Hautkrankheiten bzw. -verletzungen sind einem neuen Bericht der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge sehr häufig. So handelt es sich bei jedem fünften Arbeitsunfall um eine Hautverletzung. Allein im Jahr 2005 konsultierte jeder fünfte Arbeitnehmer mindestens einmal den Hautarzt, jeder achte erhielt ein Hautmedikament auf Rezept.
Überraschenderweise war der Anteil derer, die aus Berufen mit hoher Hautbelastung kommen, wie der Landwirtschaft oder der Baubranche, an diesen Zahlen vergleichsweise gering. Beschäftigte aus Verwaltungs-, Medien- und sozialwissenschaftlichen Berufen, die während ihrer Arbeit mit hautschädigenden Mitteln nur wenig in Berührung kommen, suchten dagegen überdurchschnittlich häufig einen Dermatologen auf.
Unterschiede gab es auch zwischen den Geschlechtern. Fast jede vierte Frau zwischen 15 und 65 Jahren ging im Jahr 2005 mindestens einmal zum Hautarzt. Im gleichen Zeitraum tat dies jedoch nur jeder siebte Mann dieser Altersgruppe.
Gudrun Ahlers von der Techniker Krankenkasse nimmt an, dass Frauen Hautprobleme tendenziell eher als Belastung empfänden und deshalb früher etwas dagegen unternehmen würden als Männer. Außerdem gehörten Hautkrankheiten für viele Beschäftigte zum gewöhnlichen Arbeitsalltag und würden deshalb von diesen als normale Begleiterscheinung angesehen. Vermutlich seien erheblich mehr Berufstätige von Hautkrankheiten betroffen, als die aktuellen Zahlen ergeben hätten. Viele Menschen wüssten gar nicht, dass es Möglichkeiten gibt, die Haut zu schützen oder bereits bestehende Hautkrankheiten zu behandeln.



