
Falten
Von Mimikfalten, Krähenfüßen und den Folgen der Schwerkraft
Es gibt viele Faltenarten, den meisten Menschen gefallen aber nur Lachfalten. Hängende Mundwinkel möchte niemand haben. Und Zornesfalten auch nicht.
Lebensspuren auf der Haut
Jeder Mensch bekommt Falten, der eine früher, der andere später ganz abhängig davon, was Mutter Natur ihm in die Wiege gelegt hat und wie er mit seinen Anlagen umgegangen ist. Denn gerade der Lebensstil hinterlässt seine Spuren im Gesicht. Die Top-Ten-Liste der Faltenmacher führt UV-Licht an als Sonne oder im Solarium. Ihm folgen: Rauchen, Alkohol, zu wenig Vitamine, falsche Pflege und trockene Räume. Aber auch eine ausgeprägte Mimik, Umweltbelastungen und Allergien spielen eine große Rolle.
Freie Radikale schädigen die Hautstützen
Bis zu 80% der sichtbaren Prozesse der Hautalterung im Gesicht sind Folgen von UV-Strahlung, sagen Experten. Sie bewirkt, dass der Körper vermehrt aggressive Freie Radikale bildet, die den Zellen zusetzen und das Gefüge der körpereigenen Stützstoffe Kollagen und Elastin beeinträchtigen. Die Haut verliert an Spannkraft und kann weniger Feuchtigkeit speichern. Sie erschlafft und wirkt müde. Junge, gesunde Haut kann sich gut gegen Freie Radikale wehren, doch mit dem Alter lässt die Abwehrkraft nach. Dieser Prozess setzt schon ab Mitte 20 ein. Zugleich verlangsamt sich die Erneuerung der Zellen.
Das Gesicht altert nicht gleichmäßig
Bis zum Sommer 2007 glaubte die Fachwelt, dass das Gesicht einheitlich altert. Sie sah das Fett im Gesicht als eine zusammengehörende Masse und dachte, dass die Haut im Alter insgesamt nach unten sacke. Dann fanden US-Wissenschaftler verschiedene Fettdepots im Gesicht, die Fettzellen unabhängig voneinander auf- und abbauen. Die Folge ist, dass Stirn, Augen, Wangen und Mund ungleich schnell altern. Zuerst entstehen Falten an der Stirn, dann um die Augen herum. Später runzeln sich Mund und Kinn, danach kräuselt sich die Haut der Wangen.
Kleine Faltenkunde
So lang die Liste der Hautschädiger, so lang die Liste ihrer Spuren. Hautärzte und Schönheitschirurgen unterscheiden daher verschiedene Arten von Falten. Dazu gehören:
- Krähenfüße: Das sind kleine Fältchen am Augenwinkel und an den Schläfen. Sie kommen durch jahrelanges Zusammenkneifen der Augen zustande. Da sie vorwiegend beim Lachen entstehen, wirken diese Falten bei vielen Menschen sehr sympathisch.
- Mimische Falten: Sie entstehen durch das Betätigen der Gesichtsmuskeln. Zu den Mimikfalten gehören die sogenannten Zornesfalten, die senkrecht zwischen den Augenbrauen verlaufen und einen "zornigen" Blick verursachen. Sie entstehen, wenn jemand die Stirnpartie zwischen den Augenbrauen ständig zusammenkneift, z.B. um etwas besser erkennen zu können.
- Schwerkraftfalten: Solche orthostatische Falten zeigen sich, wenn die Festigkeit von Haut und Bindegewebe nachlässt. Schwerkraftfalten treten vor allem als "Hängebäckchen" oder an Kinn und Hals auf.
- Aktinische Falten: Sie werden durch jahrelange Einstrahlung von Sonne und Solarium verursacht und entstehen unter anderem an Gesicht, Händen und Hals.
- Mundwinkelfalten: Sie verlängern die Mundwinkel nach unten und machen einen traurigen Ausdruck. Daher heißen sie auch "Bitterkeitsfalten" oder "Marionettenfalten".
- Nasolabialfalten: Das sind die Falten zwischen Nasenwinkel und Mundwinkel. Sie lassen ein Gesicht älter aussehen, vor allem wenn sie an den Mundwinkeln vorbei nach unten ziehen.
- Periorale Falten: Sie zeigen sich um den Mund herum.
- Kinnfalten: Dabei handelt es ich um pflastersteinartige Falten an Kinn und Unterkiefer.
- Stirnfalten: Die Mimikfalten verlaufen quer und senkrecht an der Stirn. Sie kommen dadurch zustande, dass Haut und Bindegewebe mit dem Alter an Elastizität verlieren und die Augenbrauen absacken. Als Folge davon heben viele Menschen oft unbewusst lange die Augenbrauen an. So entstehen tiefe Furchen auf der Stirn.



