Mittelalte Frau

Altersgerechte Hautpflege

Schön und gepflegt in jedem Alter

Mit 30, 40 oder 50 Jahren strahlend und gesund aussehen? Das ist auch eine Frage der richtigen Pflege. Denn im jedem Alter hat die Haut andere Bedürfnisse.

Die Haut verändert sich ab der Geburt

Die Haut von neugeborenen Babys ist herrlich prall. Doch kaum ist ein Kind auf der Welt, beginnt seine Haut zu altern. Fettgehalt, stützendes Kollagen und elastische Fasern schwinden mit den Jahren, der Körper versorgt die Zellen schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen und die Fähigkeit zur Regeneration der Haut lässt nach. Sie wird trockener, dünner und verliert an Spannkraft. Das ist ein schleichender Prozess, der sich über Jahrzehnte zieht. Wie schnell jemand altert, bestimmen neben den Genen vor allem äußere Einflüsse: Sonnenlicht, Zigarettenrauch, Alkohol, wenig Schlaf und schlechte Ernährung setzen der Haut zu und lassen sie frühzeitig schlaff und runzelig werden. Die Haut eines 30-Jährigen hat daher andere Bedürfnisse als die eines 50-Jährigen. Damit die Haut ihre Schutzfunktion behält und nicht vorzeitig welkt, muss sie altersgerecht gepflegt werden.

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So alt ist die Haut – ein Selbsttest

Wie alt die Haut biologisch betrachtet wirklich ist, kann ein einfacher Test zeigen. Dazu auf dem Rücken der Hand mit zwei Fingern eine Hautfalte fassen, rund zehn Sekunden festhalten, wieder loszulassen und beobachten, wie viel Zeit es braucht, bis alle Falten und Spuren verschwunden sind. Verschwindet die Falte sofort, hat die Haut ein biologisches Alter von 20 Jahren. Dauert es bis zu 2 Sekunden, sind es 30 Jahre, bei 3 Sekunden 40 Jahre, bei 4 Sekunden 50 Jahre und bei 5 Sekunden und länger ist die Haut 60 Jahre und älter.

In den Zwanzigern

Mit 20 Jahren ist die Haut in Topform: Die Hautzellen brauchen nur rund 28 Tage, um sich zu erneuern. Die Haut ist straff und elastisch. Im Gesicht zeigen sich noch keinerlei Anzeichen von Falten. Doch in diesen Jahren wird der Grundstock für später gelegt. Wer sich jetzt ohne guten Schutz in der Sonne aalt, bekommt später die Quittung dafür. Denn die Haut vergisst nicht.

Das braucht die Haut ab 20 besonders

Das Gebot der Stunde in jungen Jahren lautet daher: vorzeitiger Hautalterung vorbeugen. Je früher man damit anfängt, desto besser ist das Ergebnis. Nach dem Reinigen am Morgen und am Abend sollte eine Feuchtigkeitscreme aufgetragen werden. Um Hautschäden und Falten abzuwehren, muss die Tagescreme einen Lichtschutzfaktor haben. Mit 20 Jahren haben die meisten Menschen eine sogenannte Mischhaut: In der T-Zone aus Stirn, Nase, Mund und Kinn ist sie fettig und neigt zu Mitessern und Pickeln, während sie im übrigen Gesicht normal oder trocken sein kann. Um die T-Zone zu behandeln, hilft eine reinigende Maske einmal pro Woche.

In den Dreißigern

Die Haut wird allmählich trockener. Sie produziert rund 30% weniger Fett als vor zehn Jahren, das Fettgewebe der Unterhaut lässt daher nach. Der Körper stellt auch weniger Kollagen her. Die Haut wird deshalb nicht mehr so gut gestützt und gepolstert – das Bindegewebe lässt nach. Weiter vergrößern sich die Hautporen und die Haut beginnt, dünner zu werden. Erste Mimikfältchen durch Lachen, Blinzeln und Sprechen sind zu erkennen. Morgens nach dem Aufstehen sieht das Gesicht nun leicht zerknautscht aus. Das legt sich aber im Lauf des Tages.

Das braucht die Haut ab 30 besonders

Die Pflege sollte jetzt reichhaltiger sein – besonders im Punkte Feuchtigkeit. Spezielle Masken und Substanzen wie Hyaluronsäure und Urea, die viel Feuchtigkeit binden können, sind daher ab etwa dem 30. Lebensjahr eine sinnvolle Anti-Aging-Strategie. Damit die Fältchen um die Augen sich nicht vertiefen, ist eine Augencreme ein Muss. Die Tagescreme sollte unbedingt einen Lichtschutzfaktor enthalten, nicht nur im Sommer. Beim Eincremen Hals und Dekolleté nicht vergessen – hier wird die Haut besonders schnell runzelig.

In den Vierzigern

Anfang 40 vertiefen sich die Fältchen um die Augen und den Mund. Die Augenpartie sieht müde aus, es können erste Ansätze von Tränensäcken entstehen. Auf der Stirn bilden sich verstärkt Querfalten. Die Haut wird immer trockener und verliert an Elastizität, weil immer weniger Kollagen produziert wird. Hormonschwankungen begünstigen zudem Mitesser und Pickel. Der Teint verliert sein strahlendes Aussehen, wirkt matt und fleckig.

Das braucht die Haut ab 40 besonders

Regelmäßige Masken spenden Feuchtigkeit und straffen die Haut. Nährstoffseren oder konzentrierte Hyaluronsäure füllen die Haut auf und mindern tiefere Fältchen. Eine Tagescreme mit UV-Schutz beugt weiteren Hautschäden durch Sonnenlicht vor. Die Hautreinigung sollte durch Peelings abgerundet werden, um abgestorbene Hornschüppchen zu entfernen und die Regeneration der Haut anzuregen. Das lässt den Teint frisch wirken und beugt Hautunreinheiten vor. Für die Augenpartie empfiehlt sich eine reichhaltige, straffende Augencreme. Die Kollagenproduktion kann eine Pflege mit Retinol ankurbeln. Sie glättet Fältchen und verfeinert das Hautbild. Den ganzen Körper mit einer straffenden Lotion versorgen.

In den Fünfzigern

In den Fünfzigern beginnt die Haut sichtbar zu erschlaffen, Fältchen wachsen sich zu Falten aus – besonders um Nase und Mund. Die Konturen an Hals und Kinn verschwimmen – es kann sich ein Doppelkinn ausbilden. Nase und Ohren beginnen zu wachsen. Die Haut wirkt großporig und zeigt Altersflecken. Außerdem wird sie zusehends dünner und trockener. Am Hals und Dekolleté neigt die Haut mehr zu Falten als im Gesicht, da dort das Fettgewebe besonders dünn ist.

Was die Haut ab 50 besonders braucht

Der tägliche Sonnschutz muss höher ausfallen, weil die Haut nun weniger Pigmente bildet und langsamer braun wird. Die Tages- und Nachtpflege sollte Anti-Aging-Substanzen wie Retinol, Vitamin C oder das Coenzym Q10 enthalten. Sie alle kurbeln die Kollagenbildung an und ebnen dadurch die Haut. Hyaluronsäure hilft der Haut Wasser zu binden und macht sie praller und glatter. Vitamin E in der Pflegecreme fängt Freie Radikale. Wöchentliche Peelings und Masken reinigen die Haut und verfeinern die Poren. Spezielle Cremes wirken gegen Pigmentflecken auf den Händen. Eine regelmäßige straffende Pflege für den ganzen Körper nicht vergessen!


Quelle: Nach Informationen der Präventionskampagne Haut und des AOK Bundesverbandes
Autor: Martina Jannings
Stand: Aug 14, 2009


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