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Was sind die größten Hautkiller?

Mehr Falten bei Sonnenanbetern, Rauchern und Stressgeplagten

Viele äußere Faktoren beeinflussen das Aussehen der Haut. Mit einer gesunden Lebensweise kann man einer frühzeitigen Hautalterung vorbeugen.

Mit vierzig noch wie dreißig aussehen – das wünschen sich viele Menschen. Zwar ist gegen die normale genetische Alterung der Haut leider kein Kraut gewachsen, doch spielen bei der Hautalterung neben biologischer Uhr und Hauttyp auch viele äußere Faktoren eine Rolle. Wer gesund lebt und seine Haut vor schädlichen Einflüssen schützt, sieht länger frisch aus.

Umweltbedingte Einflüsse können zum vorzeitigen Altern der Haut führen. Experten sagen, dass die Hautalterung etwa zu 60% der biologischen Uhr geschuldet ist und immerhin zu 40% von äußeren Faktoren verursacht wird. Und wer kennt es nicht, das Seemannsgesicht – vom Wetter gegerbt mit vielen Falten – oder das eingefallene Gesicht eines langjährigen Kettenrauchers?

Kälte, Wind und Hitze, Rauchen, ungesunder Lebenswandel mit vitaminarmer Kost, Schlafmangel, Umweltschadstoffe und Chemikalien, z.B. in Reinigungs- und Pflegemitteln, ja sogar übertriebene Hygiene, vor allem aber der unvernünftige Umgang mit Sonnenstrahlen schaden der Haut und machen sie alt und krank.

Sonnenschirm und rauchfreie Zone sind die besten Waffen gegen Falten

Übermäßige UV-Strahlung, egal, ob durch Sonne oder Sonnenbank, aber auch das Rauchen und Umweltgifte wie Schwefeldioxid und Ozon regen die Bildung sogenannter freier Radikale an. Diese äußerst aggressiven Verbindungen führen zu Schädigungen der Hautzellen und Veränderungen in der Hautstruktur. Ist die Haut diesen Einflüssen häufig ausgesetzt, versagen die Reparaturmechanismen. Die Folge ist nicht nur ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs, sondern auch frühzeitige Hautalterung. UV-Strahlung ist noch einmal mehr gefährlich, weil sie zudem den Kollagenabbau fördert und damit den natürlichen Alterungsprozess der Haut verstärkt.

Zu wenig Schlaf bedeutet auch ein Defizit an neuen Hautzellen

Ein ungesunder Lebensstil tut auch der Haut nicht gut. Damit sich die Haut genügend regenerieren kann, braucht sie eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung und ausreichend Flüssigkeit. Meiden Sie Stress und besonders zu wenig Schlaf. Die Haut erneuert sich vornehmlich nachts. So bedeutet Schlafentzug auch ein Defizit an neuen Hautzellen.

Auch Kälte, Hitze, niedrige Luftfeuchtigkeit können zum Austrocknen der Haut führen. Bei Kälte reagiert die Haut mit Engstellung der Blutgefäße, wodurch Talkproduktion und Synthese natürlicher Feuchthaltefaktoren vermindert sind. Der schützende Wasser-Fett-Film (Hydrolipidfilm) der Haut wird so geschädigt. Sie wird durchlässiger und mehr Hautfeuchtigkeit kann verdunsten.

Der Feind aus der Reiniger- und Kosmetikflasche

Vorsicht geboten ist bei Produkten zur täglichen Körperpflege und zur Raumreinigung. Diese enthalten nicht selten Substanzen, welche die Haut austrocknen oder sogar krank machen können. Besonders alkalische Seifen, alkoholhaltige Pflegemittel sowie Pflege- und Reinigungsmittel auf der Basis von Tensiden oder mit Natriumlaurylsulfat haben eine solche Wirkung. Nicht nur falsche, sondern auch übertriebene Pflege ist ein Feind der Haut, denn wer zu häufig und zu lange duscht und badet, bewirkt, dass der Haut schützende Fette und Feuchtigkeit entzogen werden. Schließlich müssen auch Menschen, die berufsbedingt täglich Umgang mit Chemikalien haben, besondere Vorkehrungen treffen. Säuren, Laugen und Lösungsmittel schädigen den natürlichen Fettfilm und die Hornschicht der Haut. Schutzhandschuhe sind also ein Muss.

Quellen:

Dr. Bernd Kardorff: Gesunde Haut. Springer Verlag (Berlin, Heidelberg) 2004.

Prof. Dr. Volker Steinkreis: Geheimnisse schöner Haut. Fischer, Fankfurt/Main, 2005, S.38 ff

Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie e.V.

Medizinische Hautpflege: Der Hautalterung natürlich begegnen. Presse-Workshop zum Themenkomplex Haut, Hautalterung und Stressoren der Haut. Berlin, August 2005


Autor: Claudia Urban
Stand: Jun 12, 2008


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