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Schwitzkur

Saunabaden hält die Haut feucht

Wer regelmäßig in die Sauna geht, kurbelt nicht nur Herz und Kreislauf an. Das Schwitzen trainiert auch die Haut – sie trocknet nicht so schnell aus.

Saunieren ist gut für die Haut, das bestätigt eine Untersuchung der Dermatologischen Klinik in Jena. Dafür schickten die Wissenschaftler 41 Frauen und Männer in die Sauna. Direkt vor und nach den Saunagängen maßen die Dermatologen Durchblutung, Feuchtigkeit, Verlust von Wasser und Salz sowie Fettgehalt der Hautoberfläche und bestimmten den pH-Wert der Haut. Die Auswertung zeigte: Saunafans besitzen eine besser durchblutete Haut mit einem gestärkten Säureschutzmantel. Sie büßen in der Sauna deutlich weniger Salz ein. „Der Körper gewöhnt sich an die Heißluftkuren und verliert bei jeder Schwitzkur weniger Mineralien", lautet die Erklärung der Forscher. Das nützt dem Körper auch bei anderen Schweiß treibenden Dingen.

„Bei den regelmäßigen Saunagängern erhöhte sich zudem die Wasserspeicherkapazität der Haut", berichtet Dr. Doreen Kowatzki, Mitglied der Forschergruppe. Saunieren trocknet die Haut also nicht aus. Es hält sie im Gegenteil feucht. Ob dieser Effekt Menschen mit besonders trockener Haut wie Neurodermitikern sogar gezielt Linderung verschaffen kann, wollen die Jenaer noch untersuchen.

Klar ist indes, dass Saunabaden Herz und Kreislauf in Schwung bringt: Die Wärme erweitert die Blutgefäße in der Haut, das Herz arbeitet wirtschaftlicher und die Muskelspannung lässt nach. Beim Abkühlen verengen die Blutgefäße wieder – der Körper lernt sich besser an wechselnde Temperaturen anzupassen. Außerdem stärkt der schnelle Heiß-Kalt-Wechsel das Immunsystem – jedenfalls solange jemand nicht erkältet ist. Läuft die Nase bereits, ist der Körper so mit der Abwehr der Krankheitserreger beschäftigt, dass ein Saunabad zusätzlichen Stress bedeutet.

Um seine Abwehrkräfte anzukurbeln empfehlen Mediziner die klassische finnische Sauna. Viele Menschen empfinden Dampfbäder aber angenehmer als Saunen. Trainingslager für die Haut sind Dampfbäder aber nicht. „Sie wird durch Wasser in der Luft übersättigt" , erläutert Kowatzki. Anders als in der Sauna muss die Haut kein Wasser speichern, um Austrocknen zu verhindern.


Quelle: Klinik für Dermatologie und dermatologische Allergologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Deutscher Saunabund
Autor: Martina Janning
Stand: Jul 24, 2008


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