inga-marie
Frauenheilkunde » Forum Wechseljahre
02.02.2010 | 08:51 Uhr | Von inga-marie

Wer hat Erfahrung mit Cipralex?

Hallo,
ich war heute noch einmal beim Neurologen und habe zum Opipramol noch zusätzlich Cipralex verschrieben bekommen. Von dem Opipramol nehme ich 150 mg / Tag, dazu soll ich noch 10 Tropfen Cipralex nehmen. Von dem Neurologen wurde mir bestätigt, daß die psychischen Beschwerden durch die WJ bedingt sind, da durch den gesunkenen Hormonspiegel auch die Botenstoffe im Gehirn nicht mehr ausreichen, z. B Serotonin und Dopamin, wodurch diese Ängste und Panikattacken entstehen. Er meinte, wenn die Botenstoffe durch die Medikamente wieder in Ordnung kommen, kann man es später auch mit homöopathischen Mitteln versuchen. Hilft alles nichts, müsste ich zusätzlich evtl. eine HET machen, was ich aber zunächst vermeiden möchte.
Es wäre toll, wenn Ihr mir antworten würdet.

LG
Inga-Marie

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Bisherige Antworten
princess
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02.02.2010, 10:26 Uhr
Antwort von princess

hallo inga-marie,

vielleicht wäre es besser,erstmal abend 5 tropfen zu nehmen, ich hatte das gleiche medi und ich sollte mit 5 tropfen anfangen.das mittel ist sehr stark und in der apotheke sagten sie, vorsichtig damit umgehen.
kein auto fahren usw...

ich habe die tropfen dann meinem internisten gegeben.

was hast du denn an psychischen beschwerden ?

lg
princess

inga-marie
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02.02.2010, 10:36 Uhr
Antwort von inga-marie

Hallo Princess,
ich habe an Beschwerden die volle Palette, Ängste, Panikattacken, Morgenmüdigkeit usw... Ich soll 10 Tropfen von dem Cipralex morgens zum Frühstück nehmen, ist also schon hoch dosiert, abends dann noch das Opipramol. Was hat Dein Internist zu Cipralex gemeint? Da stehen ja ganz heftige Nebenwirkungen in der Beschreibung.
LG
Inga-Marie

princess
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03.02.2010, 01:13 Uhr
Antwort von princess

hallo inga-marie,

also bei mir ist es nur noch ab und zu, das ich morgens nicht soooo in die gänge komme. morgendmüdigkeit ist es nicht, ich bin fit.bei mir kommt das, so ungefähr nach 2 stunden nach dem aufstehen. aber wie gesagt, nur ab und zu...

mein internist hat mir davon abgeraten, er sagt,ich habe keine depri.er kennt mich 18 jahre.
ich soll es nicht nehmen.
ich hatte auch angst vor den nebenwirkungen, die in der apotheke meinten, das medi ist mit vorsicht zu geniessen, nicht das es mich weghaut...
als ich den beipackzettel gelesen habe, von suizid gedanken - was weiss ich nicht noch alles, hab ich noch mehr angst bekommen.
da war es dann ganz aus bei mir. weil wenn man keine suizid gedanken hat, so wie bei mir, dann bekommt man die vom cipralex.
uii, das war mir nicht geheuer... ausserdem darf man auf keinem fall autofahren, wahrscheinlich wegen dem schwindel und das reaktionsvermögen. schwindlig ist mir sowieso die ganze zeit.dann noch das cipralex dazu, dann steh ich ja nur noch neben meinem kopf...

ich nehme gar nichts, ich ziehe mich da selber raus....
auch keine hormone und ich habs soo verdammt satt, von einem doc zum anderen zu fahren und überall bekomme ich eine andere diagnose.
hab jetzt im januar den gyn gewechselt, die sagte, so schlimme wj beschwerden gibt es nicht.
ich habe sie dann hier auf dieses forum hingewiesen, sie kennt es sagte sie und lacht darüber. sie glaubt hier überhaupt nichts davon, was hier geschrieben wird. hat mir utrogest und gynocardin gel verschrieben,ich habe das rezept immer noch in der handtasche. das war vor 2 wochen....
die hat einen an der klatsche glaub ich...

lb fr.dr. ......, sollten sie das hier doch lesen, dann lasse ich ihnen mal schöne grüsse hier.......

entscheide du für dich, was für dich gut ist.

wäre lieb, wenn du dich nochmal meldest,
würd mich interessieren was du tust..

alles liebe für dich
princess

loretta
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03.02.2010, 03:06 Uhr
Antwort von loretta

Von dem Neurologen wurde mir bestätigt, daß die psychischen Beschwerden durch die WJ bedingt sind, da durch den gesunkenen Hormonspiegel.

Hallo inga-marie,
ich halte diese Mediis für sehr bedenklich, fast schon unverantwortlich sie in den Wechseljahren als Mittel einzusetzen.
Warum vermeidet ihr alle eine Het und macht euch von solchen Hammer-Mittel abhängig ????

gruß
aila

inga-marie
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03.02.2010, 09:07 Uhr
Antwort von inga-marie

Hallo Princess,
na, Deine Ärztin ist ja alles andere als gut informiert. Das war wirklich der Hammer, wie sie reagiert hat. Der Neurologe, bei dem ich war, wußte super Bescheid über die Zusammenhänge. Außerdem steht in dem Buch der Klosterheilkunde bereits von Heilkundigen aus dem Mittelalter (Hildegard von Bingen usw.), daß es in den WJ zu starken Angstzuständen kommen kann. Dann ist es für Ärzte unserer aufgeklärten Zeit schon schwer peinlich, wenn sie keine Ahnung davon haben.
Ich bin schwer am überlegen, ob ich das Cipralex nehmen soll, denn die im Beipackzettel aufgeführten Nebenwirkungen sind wirklich gruselig. Ich werde Dir schreiben, wenn ich mich entschieden habe.
LG
Inga-Marie

susala1968
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04.02.2010, 10:16 Uhr
Antwort von susala1968

Hallo Aila, auch mein FA hat mich über den Hormonspiegel und die psychischen Probleme in den Wechseljahren oder bei PMS aufgeklärt.
Der Neurologe von Inga-Maria hat schon recht.
Es ist durchaus üblich, die WJ-beschwerden mit AD aus der Gruppe der SSRI`s zu behandeln, meistens zusätzlich zu einer HET.


Serotonin
Das viel zitierte Glückshormon Serotonin ist ein wichtiger Botenstoff des menschlichen Gehirns und Nervensystems. Es moduliert unser Gefühlsleben, das Essverhalten wie etwas Heißhunger auf Süßes und dient zur Suchtkontrolle und Stressverarbeitung.
Ein Mangel an Serotonin verstärkt die emotionale Überempfindlichkeit, depressive Zustände, Panikattacken. aber auch Kopfschmerzen, Schlafstörungen und krankhafte Muskelverspannungen bis hin zu Spasmen der Herzkranzgefäße

Serotonin wird im Stoffwechsel zum Schlafhormon Melatonin umgebaut. Ein Serotoninmangel kann auch zu Schlafstörungen und morgendlicher Müdigkeit und Antriebslosigkeit durch so genannte Phasenverschiebung des Melatonins führen. Bei Frauen nimmt der Serotoninspiegel in der zweiten Zyklushälfte im Körper langsam ab – eine Ursache prämenstrueller Verstimmungszustände. Die Folge sind auch hier Stimmungsschwankungen, Depressionen und Reizbarkeit.

Viele Antidepressiva bewirken eine Erhöhung des Serotoninspiegels im Nervensystem. Bei im Blut nachgewiesenem Serotoninmangel kann die natürliche Vorstufe 5-HydroxyTrytophan substituiert werden, um den Serotoninspiegel auf natürliche Weise anzuheben.


Liebe Grüße an Alle
Susanne

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