FritzscheSylke
Frauenheilkunde » Wechseljahre | Expertenfrage an Expertin-Grüne
29.05.2013 | 18:28 Uhr | Von FritzscheSylke

Utrogest/Gynokadin

Sehr geehrtes Expertenteam,
ich bin 48 Jahre alt. Vor 21 Jahren musste ich mich einer Total- Unterleibs- OP unterziehen, d.h. ich habe seitdem keine Gebärmutter und keine Eierstöcke mehr. Darauf hin habe ich wegen der Hormone 20 Jahre die Pille "Desmin" genommen. Aufgrund von Bluthochdruckbeschwerden setzte meine Frauenärztin im September 2012 die Pille bei mir ab. Nach ca. 4 Wochen bekam ich extreme Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Nach etwa 3 Monaten bekam ich ein ständiges Taubheitsgefühl in den Fingern und Fußzehen dazu. Ich suchte im Januar 2013 wieder meine Frauenärztin auf und sie begann sofort mit einer Hormonbehandlung 1 Kapsel Utrogest abends + 1 Hub Gynokadin und morgens nur 1 Hub Gynokadin. Nach 3 Monaten unveränderter Beschwerden und noch dazukommender ständiger Schmerzen in allen Gelenken suchte ich wieder meine Frauenärztin auf. Zuvor hat mein Hausarzt ein großes Blutbild und einen Rheumatest gemacht, zum Glück alles i.O.
Meine Frauenärztin verdoppelte daraufhin die Dosis Utrogest und Gynokadin und meinte, ich befinde mich schließlich in den künstlich herbeigeführten Wechseljahren durch das Absetzen von Desmin und müsste halt irgendwelche Schmerzmittel gegen die Gelenkschmerzen nehmen, die ich selbst zu finanzieren habe. Durch die Verdopplung der Dosis haben sich meine Beschwerden nicht gebessert, ich bin total verunsichert, weil dies
kein Dauerzustand für mich sein kann. Von meiner Frauenärztin bin ich enttäuscht, schließlich bin ich schon seit 23 Jahren bei ihr in Behandlung. Ich suche nun nach einem mir hilfreichen Rat und vor allem baldige Besserung.

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Bisherige Antworten
Expertin-Grüne
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29.05.2013, 22:41 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo,

es handelt sich zwar jetzt um andere Hormone als die in Desmin verwendeten, dennoch sollte damit in der zum Schluss erreichten Dosierung zumindest ein vergleichbar Effekt erzielt werden.

Man kann nun trotzdem versuchsweise unter Berücksichtigung der allgemeinen Risiken noch auf ein anderes synthetisches Kombinationspräparat oder ein alleingies Östrogen umstellen und beobachten, ob die Gelenkbeschwerden darunter nachlassen.

Wenn nicht, ist eine weitere Abklärung anderer Ursachen sinnvoll, Rheuma ist ja nicht die einzige mögliche Diagnose (z.B. Arthrose, Borreliose ... ). Dazu können Sie sich auch an einen Orthopäden wenden.

Mt freundlichen Grüßen

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