Abgemeldete(r) Nutzer(in)
Knochen-Gelenke » Orthopädie | Expertenfrage
19.03.2001 | 09:03 Uhr | Von Abgemeldete(r) Nutzer(in)

Triple Osteotomie (HART Operation)

Bei mir wird demnächst eine HART Operation, also ein Triple Osteotomie des Hüftgelenks, durchgeführt. Der unschönste Teil an der Geschichte scheint mir das wohl notwendige Gipsbett zu sein. Die Vorstellung viele Tage in so ein Ding eingezwängt zu sein, ist nicht gerade ermutigend. In der Klinik, in der ich mich operieren lassen möchte, hält man 10 Tage Gipsbett für nötig und sinnvoll. Allerdings scheinen die Meinungen da auseinander zu gehen, wieviele Tage denn nun gut sind. Mich würde interessieren, was denn nun für oder gegen ein Gipsbett spricht und welche Tragedauer denn optimal ist. Ich würde mich freuen, wenn möglichst alle Experten hierzu ihre Meinung abgeben würden. Genauso wertvoll sind allerdings für mich Erfahrungen von Lesern dieses Forums, die so etwas schon mal mitgemacht haben. Ich freue mich über jede Zuschrift und bedanke mich schon jetzt ganz herzlich. Gipsy

Helfen Sie mit Ihrer Bewertung: Ja, dieses Thema ist hilfreich!

0
Bisherige Antworten
Abgemeldete(r) Nutzer(in)
Beitrag melden
19.03.2001, 11:03 Uhr
Antwort von Abgemeldete(r) Nutzer(in)

Liebe(r) Gipsy, Es gibt viele Varianten der Triple-Osteotomie. Wesentlich ist, eine suffiziente Hüftkopfüberdachung zu erzielen, um eine grossflächige Druckaufnahme zu gewährleisten. Übungsstabil sollte die Knochenneuverbindung nach Schwenken der Pfanne sein, belastungsstabil ist sie erst nach knöcherner Überbrückung der Trennungslinien. Wir verwenden wenige Drähte zur Verbindung, die Liegedauer in der Gipsschale ist 3-4 Wochen. Die Ruhigstellung in der Gipsschale verhindert ein Verrutschen der Knochen gegeneinander, sichert somit den Operationserfolg. Die Entfernung der Drähte ist hingegen ein sehr kleiner Eingriff. Kürzere Liegedauern lassen sich mit Verschraubung und Verplattung erzielen, hier ist die Metallentfernung meist nicht in örtlicher Betäubung möglich. Aber auch hier ist die Festigkeit erst nach knöcherner Durchbauung gegeben, also individuell unterschiedlich 6-12 Wochen. Es ist ein grosser Eingriff und der verlangt eine stabile Psyche. Ist die Operationsmethode richtig gewählt, kann ein früher Gelenkverschleiss vermieden oder verlangsamt werden. Mit freundlichem Gruß H.Kuhn

Diskussionsverlauf
Stellen Sie selbst eine Frage!

...an andere Nutzer der Lifeline-Community oder unsere Experten

Stichwortsuche in Fragen und Antworten

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe aus Gesundheit und Medizin die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.