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Neurologie » Neurologie | Expertenfrage
11.10.2002 | 09:08 Uhr | Von Abgemeldete(r) Nutzer(in)

Immer Probleme nach Narkose

Lieber Experte!

Hatte in der Vergangenheit mehrere OPs (Bauchspiegelung wegen Eierstockszysten usw.). Nach jeder Narkose hatte ich monatelang Konzentrationsstörungen, unbegründete Angstzustände in normalen Alltagssituationen, starke nächtliche Alpträume und leichte Depressionen. Auch fiel mir auf, dass ich während der Zeit nach der OP keinen Alkohol trinken konnte, auch das Glas Wein zum Essen löste bereits starken Drehschwindel aus.

Alle genannten Symptome sind mir normalerweise völlig fremd und verschwanden nach allen OPs auch immer nach etwa derselben Zeit von ganz allein (so nach sechs Monaten). Ich habe mit den OPs keine Ängste verbunden und habe sie auch nicht als seelisch irgendwie besonders belastend empfunden ( ich glaube, auch nicht unbewusst). Sie waren für mich gefühlsmäßig okay und in dem Moment abgehakt, als ich aufwachte und sie hinter mir hatte.

Die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, mit der alle Symptome jeweils kurz nach den OPs einsetzten und die Tatsache, dass sie immer nach der gleichen Dauer von selbst völlig verschwanden (meist recht plötzlich, inh. von ein oder zwei Wochen), deutet meiner Meinung darauf hin, dass es sich um eine Unverträglichkeit und Nachwirkungen der Narkosen handelt. Die jeweiligen Anästhesisten gaben aber im Vorgespräch auf meine Frage immer lapidar an, so etwas gebe es nach Narkosen nicht.

Die einzige Narkose, bei der ich originellerweise keinerlei Probleme hatte, war ein Kaiserschnitt, also eigentlich die größte aller OPs, die ich bis dahin hatte. Und überdies die einzige OP, mit der ich durchaus seelisch arg gehadert habe, weil ich mir so sehr eine spontane Entbindung gewünscht hatte). Ich konnte mir das völlige Ausbleiben der Probleme also nicht erklären. Bis ich las, dass Narkosen bei Kaiserschnitten absichtlich möglichst leicht gehalten werden, um das Kind nicht zu schläfrig zu machen und in Mitleidenschaft zu ziehen.

Meine Frage: Können die genannten Probleme Narkosefolgen sein? Und was kann ich (bzw. ein Anästhesist) tun, um sie zu vermeiden?
(Es steht z.B. eigentlich irgendwann eine Mandel-OP an). Ich habe verständlicherweise überhaupt keine Lust mehr auf irgendeine Narkose

Danke für Ihre Geduld beim Lesen dieses Romans und freundliche Grüße,

Bine

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13.10.2002, 03:38 Uhr
Antwort von Abgemeldete(r) Nutzer(in)

Hallo,
eine organische Erklärung für Ihre Beschwerden nach Narkosen ist mir nicht bekannt und nach meiner Einschätzung auch nicht zu konstruieren. Am ehesten sind hier doch psychische Ursachen oder das Zusammentreffen mit zufälligen anders ausgelösten Beschwerdenin Betracht zu ziehen.
MfG

PD Dr M Tegenthoff

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