angel17
Frauenheilkunde » Forum Wechseljahre
31.05.2012 | 11:29 Uhr | Von angel17

Nebenwirkungen von Gynokadin Gel

Hallo Brummsummsel und alle Anderen!
Brummsummsel, danke für deine Antwort vom 25.05. Schön, dass du mit Gynokadin und Utrogest so klar kommst. Wie alt bist du, wenn ich mal fragen darf und hast du noch deine Regel? Ich denke, ich bin erst am Anfang der WJ, da ich noch keine Hitzewallungen habe. Braucht man überhaupt Östrogene, oder kann man auch nur das Progesteron nehmen? Ich habe jetzt am 19.06. einen Termin zur Besprechung wegen einer neuen Hormontherapie bei meiner FÄ. Habe mal unter Onmeda.de unter Nebenwirkungen von Gynokadin geschaut, da wird einem ja schlecht. Ich denke, das Gel soll auch natürlich sein, also dürfte es doch nicht solche NW haben, oder? Wer von euch nimmt noch die Kombination Gynokadin und Utrogest oder nur Progesteron? Würde mich über eure Erfahrungsberichte freuen.
LG
Angela

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freesie1965
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01.06.2012, 00:32 Uhr
Antwort von freesie1965

Hallo Angela,

ich habe auch Erfahrung mit Utrogest. Ich bin 47 Jahre alt und nehme das Utrogest bereits seit fast 4 Jahren. Ich habe noch ganz regelmäßig meine Regel alle 4 Wochen. Ganz selten mal kommt sie eine Woche früher, noch nie kam sie später.
Begonnen habe ich mit dem Utrogest, weil ich mit Anfang 40 häufig Schmierblutungen 10 Tage vor der Regel bekam. Ca. 2 Jahre lang hatte ich vorher nichts gegen die Schmierblutungen unternommen, weil ich dachte, das legt sich wieder. Dann habe ich es irgendwann mal meiner FÄ gesagt und die gab mir dann das Utrogest für die 2. Zyklushälfte.
Zuerst habe ich es noch nicht genommen, weil ich noch keine "Wechseljahrshormone" mit Anfang 40 nehmen wollte. Dann habe ich mich aber im Internet ausführlich informiert und erfahren, dass Utrogest eben ein rein naturidentisches Hormon enthält und man damit praktisch nicht viel falsch machen kann, sondern sich eher etwas Gutes damit tut.
Die Schmierblutungen habe ich damit sofort in den Griff bekommen und auch sonst habe ich bemerkt, dass mir das Utrogest gut tut, vor allem stimmungsmäßig.
Ich habe es von Anfang an vaginal benutzt, habe mich von anfangs ganz wenig langsam höherdosiert. Ich steche die Kapsel immer mit einer Nadel auf und drücke mir das Gel aus der Kapsel auf die Fingerkuppe und schmiere mir das vaginal rein. So kann man z.B. nur eine halbe Kapsel oder jede beliebige Menge nehmen. Ich habe erstaunlicherweise immer ziemlich sicher gespürt, wann ich wieder etwas "brauche", nämlich an meiner Stimmung, und dann nachgeladen. Normalerweise habe ich mittags eine Dosis und abends vor dem Schlafengehen eine Dosis genommen.
Mit der Zeit brauchte ich immer mehr, irgendwann war ich bei 2 Kapseln pro Tag angelangt, selten auch mal 3 - aber das st ja die normale, empfohlene Dosis.

Fortsetzung folgt ...

freesie1965
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01.06.2012, 00:35 Uhr
Antwort von freesie1965

Fortsetzung ...

Irgendwann bekam ich immer während der Utrogest-Zeit ein Jucken im Intimbereich, aber eher außen, und auch Hauttrockenheit und Rötung dort. Darauf hin habe ich die Kapseln oral genommen, nicht mehr vaginal. Mit der oralen Einnahme bin ich aber irgendwie nicht so gut klargekommen, d.h. die Wirkung war nicht so gut und so zuverlässig. Also bin ich wieder zu vaginal übergegangen und das Jucken trat auch nicht mehr auf.

Seit ca. 1,5 Jahren geht es mir auch in der ersten Zyklushälfte nicht mehr gut, so dass ich meine FÄ schon um Gynokadin gebeten habe. Sie gab mir ein Rezept dafür, war aber der Meinung, ich hätte noch keinen Östrogen-Mangel, da ich noch regelmäßig meine Regel habe, was ja bedeutet, das noch jeden Monat eine Schleimhaut aufgebaut wird und diese wird ja nur durch Östrogen aufgebaut. Das leuchtet mir irgendwie ein, deshalb habe ich das Gynokadin zwar hier zu liegen, aber noch nicht genommen bisher.
Seit einigen Monaten habe ich das Gefühl, weniger Utrogest zu brauchen und nehme daher auch z.Zt. nur noch 1 Kapsel pro Tag, aber nach wie vor immer nur in der 2. Zyklushälfte, also ca. ab dem 15 ZT., manchmal auch erst ab dem 17, 18 oder 20, je nachdem wie ich mich fühle. Am 26. ZT. höre ich immer auf mit dem Utrogest, dann bekomme ich immer am 29. ZT. meine Regel. Die ist im letzten halben Jahr allerdings auch schwächer geworden, nicht mehr so megastark wie früher, also jetzt ganz angenehm.

Fortsetzung folgt ...

freesie1965
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01.06.2012, 00:37 Uhr
Antwort von freesie1965

Fortsetzung ...

Also, ich weiß ja nicht, wie alt du bist, aber klar kannst du auf jeden Fall am Anfang der Wechseljahre erstmal nur Progesteron nehmen, aber nur in der 2. ZH. Das ist sogar eine ziemlich "normale" Vorgehensweise.
Ich habe übrigens auch noch keine Hitzewallungen, jedenfalls nicht in nennenswertem Ausmaß, mir ist höchstens nicht mehr so kalt, wie früher immer und ich muss jetzt immer in einem möglichst kalten Raum schlafen, was im Winter Heizkosten spart! Starke Hitze vertrage ich nicht mehr gut - aber diese Schweißausbrüche, die andere Frauen beschreiben, habe ich zum Glück bisher nicht.
Da es mir aber in der ersten Zyklushälfte oft stimmungsmäßig schlecht geht, ich keine Energie und keine Kraft habe, denke ich, dass mein Östrogenspiegel jetzt auch schon runtergegangen ist.
Natürlich "muss" man kein Östrogen nehmen, sondern kann es nur dann nehmen, wenn die Beschwerden so groß sind, dass man sie nicht mehr aushalten möchte.
Wenn du aber Östrogen nimmst und noch deine Gebärmutter hast, musst du auf jeden Fall das Progesteron auch nehmen, mindestens in der 2. ZH. Denn sonst wuchert die Gebärmutterschleimhaut eventuell unkontrolliert.

Was willst du noch wissen?

LG Freesie

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01.06.2012, 18:41 Uhr
Kommentar von angel17

Hallo Freesie,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort zu Utrogest. Ich bin 45, werde im September 46. Bei mir kündigt sich meine Regel auch immer mit Schmierblutungen an. Im letzten Zyklus hatte ich unter Einnahme von Femoston sogar eine Woche lang vorher Schmierblutungen, dafür kam die Regel pünktlich, aber geht auch nie lange und ist nicht stark. Jetzt nehme ich ja die letzte Packung Femoston und bin in der 1. Zyklushälfte, nehme also das Östrogen für 14 Tage. Fühle mich oft müde, unruhig, nervös, depressiv, kann mich schlecht konzentrieren und schlafe sehr schlecht.Dazu kommt, dass ich zunehme, wenn ich nur schon Süßes anschaue. In meinem schlauen Buch von Eva Marbach "Östrogendominaz" steht, dass man besonders am Anfang der Wechseljahre oft eine Östrogendominanz hat, weil das Progesteron fehlt, da die Eisprünge ausbleiben. Wenn man dann aber Östrogen nehme, verstärkt sich unter Umständen eine Östrogendominanz. Aber da meine FÄ ja so doof ist und nicht mal einen Hormonstatus machen will, weiß ich auch nicht, wie meine Hormone ticken! Wie ich lese, hat dir deine FÄ ja auch gleich natürliches Progesteron und nicht Östrogen verschrieben. Hoffe, ich kann auch erstmal nur Progesteron nehmen. Was hast du sonst noch für Beschwerden?
LG
Angela

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02.06.2012, 00:10 Uhr
Kommentar von freesie1965

Hallo Angela,

tja, was habe ich noch für Beschwerden:
Am schlimmsten finde ich bei mir wirklich diese Energielosigkeit, Antriebsschwäche, bis hin zu Depressivität, Negativdenken usw. Mir ist alles zu anstrengend, ich bin nach jeder normalen Anstrengung sofort total erschöpft. Ich bin froh, wenn ich meine Arbeit gerade immer noch so schaffe und das nötigste zu Hause. Oft denke ich: Ich bin doch erst 47! Das kann doch jetzt nicht für den Rest meines Lebens so weitergehen!
Auch schlimm finde ich, dass ich auch am Bauch bzw. am gesamten Rumpf so zugenommen habe. Ich war immer schlank und hatte eine schöne Figur, für die ich oft Komplimente bekommen habe, gerade auch noch bis Anfang 40! Aber meine Taille verschwindet jetzt seit 3-4 Jahren immer mehr und der Bauch quillt über den Hosenbund - total schrecklich!
Ebenfalls neu in den letzten Jahren ist, dass ich häufig Kopfschmerzen habe - das hatte ich früher ganz selten! Jetzt habe ich einen ziemlich hohen Verbrauch an Kopfschmerztabletten, weil es meistens nicht mehr auszuhalten ist - früher habe ich vielleicht 1-2 Mal im Jahr mal eine Schmerztablette gebraucht!
Und auch sehr schlimm ist, seit ca. 4 Jahren habe ich Phasen von Wochen mit extremem Sodbrennen! Da wurde schon alles untersucht - aber nix gefunden!
Und schließlich der Schlaf, der bei mir allerdings schon zeitlebens mein Problem war, wird natürlich auch eher schlechter als besser!
Alle Beschwerden habe ich, zuletzt vor 1 Jahr, wiederholt meiner FÄ geschildert, weil ich wirklich denke, dass das alles hormonelle Ursachen hat - sie meinte aber, das habe vermutlich keine hormonellen Ursachen, sondern vielleicht Rücken, Augen usw.
Schilddrüse habe ich auch wiederholt kontrollieren lassen - ist alles im Normalbereich!
Ein Hormonstatus hat meine FÄ mir allerdings nicht angeboten, ich habe allerdings auch nicht danach gefragt.

Fortsetzung folgt ...

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02.06.2012, 00:36 Uhr
Kommentar von freesie1965

Fortsetzung ...

Ja, ich finde zwar auch gut, dass mir die FÄ das Utrogest verordnet hat - das hat sie gut und richtig gemacht! Aber ich bin mir eben jetzt schon seit 1-2 Jahren nicht sicher, ob ich doch auch mittlerweile Östrogen bräuchte ...
Ich hatte das auch mal den Prof. Bohnet gefragt und vor 1 Jahr gab es auch noch den guten Dr. Dossler hier im Expertenrat - beide haben geschrieben: Ganz sicher brauchen Sie jetzt auch Östrogen!
Vor der Östrogennahme habe ich etwas Schiss, weil man da ja nur einen einzigen Versuch hat. Sollte man das Östrogen wieder absetzen, weil man es nicht verträgt, es einem nicht hilft etc., dann darf man es später nie mehr beginnen zu nehmen! Also mit "mal probieren" ist da nicht, zumindest hat man dann diese eine Möglichkeit "verschossen". Das liegt wohl daran, dass sich das gesamte Gerinnungssystem auf das Östrogen umstellt und bei Absetzen wieder zurückstellt, aber dann nicht noch mal umstellen kann - zumindest im fortgeschrittenen Alter eben nicht, weil es da generell besonders fragil in Bezug auf Thrombosen geworden ist.

Bei dir würde mich aber nochmal interessieren, was überhaupt der Grund war, dass man dir Femoston verordnet hat - welche Symptome hattest du?

Jetzt habe ich wieder Romane hier geschrieben, aber ist ja auch ganz interessant, sich hier ausführlich austauschen zu können!

LG Freesie

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02.06.2012, 02:07 Uhr
Kommentar von freesie1965

Liebe Angela,

jetzt hab ich doch noch Fragen zu dem, was du geschrieben hast:
Du schreibst: "Fühle mich oft müde, unruhig, nervös, depressiv, kann mich schlecht konzentrieren und schlafe sehr schlecht."
Bezieht sich das auf die erste Zyklushälfte bei dir, also aktuell unter der Östrogeneinnahme? Oder meintest du, dass du generell diese Symptome hast?
Falls diese Symptome jetzt erst unter der Östrogeneinnahme in der 1. ZH auftraten, wäre es wirklich seltsam! Denn eigentlich sind das wirklich Symptome des Östrogenmangels!
Allerdings sind ja wohl Symptome des Ö-Mangels und der Ö-Dominanz häufig genau dieselben, so dass eben ganz schwer zu sagen ist, was einem jetzt fehlt bzw. was zu viel ist!

Die Hormontests sind natürlich auch nur immer eine Momentaufnahme, gerade in den Wechseljahren kann sich das sogar mehrmals am Tag ändern, erst recht jede Woche und jeden Monat. Deshalb sind die Ärzte auch der Meinung, so ein Test bringt nicht viel, und machen ihn deshalb nicht gerne. Da mir das auch ein bisschen einleuchtet, habe ich bisher auch noch nicht so sehr auf einen Test bestanden bei meiner FÄ.

Fortsetzung folgt ...

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02.06.2012, 02:08 Uhr
Kommentar von freesie1965

Fortsetzung ...

Allerdings mache ich regelmäßig einen FSH-Test, den man so zu Hause aus dem Urin testen kann, ich habe eine I-Net-Apotheke gefunden, wo die ziemlich preiswert sind.
Wenn der FSH-Test positiv ist, heißt das, man hat einen hohen FSH, so hoch, wie er nur in den Wechseljahren typisch ist und das heißt, dass der Körper zu wenig Östrogen bildet.
Bei mir war dieser Test im zurückliegenden Jahr überwiegend negativ, also noch kein signifikanter Ö-Mangel. Vor 3 Monaten und diesen Monat war er positiv.
Auch da sieht man also, dass es einen Monat so ist und den nächsten anders, aber so habe ich einen Anhaltspunkt.

Ein weiterer guter Anhaltspunkt, wie es um die Hormone bestellt ist, bzw. um den Eisprung, ist übrigens das regelmäßige Messen der Basaltemperatur. Ich hatte das schon seit Jahren aus Verhütungszwecken gemacht und fand es interessant, dass Dr. Dossler immer wieder betonte, dass das die beste, zuverlässigste und billigste Methode ist, um in den Wechseljahren festzustellen, ob man noch Eisprünge hat und wo man hormonmäßig ungefähr steht.
Diesen Anhaltspunkt habe ich also auch noch.

So, das waren jetzt noch ein paar Gedanken, die ich zum Thema hatte.

LG Freesie

MaryB7
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01.06.2012, 18:23 Uhr
Antwort von MaryB7

Hy Freesie,

bin zwar nicht Angel, aber Deine Antwort hat mich trotzdem interessiert. Nehme nämlich seit 3 Monaten auch nur Utrogest, das Gynokadin liegt unangebrochen im Schrank, da ich genug Östrogen lt. Hormontest habe. Mir geht es mit dem Utrogest psychisch sehr gut, auch meine Muskel- und Gelenkschmerzen werden nach der Einnahme besser. Mein Problem ist, seitdem ich das Utrogest nehme bekomme ich meist schon am 15. ZT meine Periode. Ich habe daraufhin prof. Bohnet gefragt und er meinte, eine Monotherapie mit Utrogest sei absolut unüblich. Verstehe ich nicht, sind doch viele die nur Progesteron nehmen und kein Östrogen. Noch vor ein paar Wochen war er der Meinung ich könnte ruhig nur Utrogest nehmen. Seltsam!!
Ich werde ab jetzt das Utrogest auch erst zum 15. ZT einnehmen bisher ab dem 8. ZT. Vielleicht klappt es ja damit besser und ich bekomme keine Blutungen mehr. Diese ewige Experimentierei!

Gruß Mary

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02.06.2012, 01:00 Uhr
Kommentar von freesie1965

Hallo Mary,

ich denken, das Problem bei dir ist, dass du das Utrogest schon ab dem 8. ZT nimmst. Warum nimmst du es schon so früh? Denn normalerweise wird es ja vom Körper auch erst nach dem Eisprung, also in der 2. ZH gebildet, jedenfalls in nennenswerter Menge.
Ich lese hier seit Jahren viel mit und habe immer wieder gelesen, dass die Frauen bei durchgängiger Progesteroneinnahme Schmierblutungen oder "zu viele" Blutungen bekommen, bzw. wenn sie beides durchnehmen, Östrogen und Progesteron, bekommen sie keine Blutungen mehr.
Also je nach dem, wie alt du bist, aber wenn du noch genug Östrogen hast, hast du möglicherweise auch noch oft Eisprünge - dann würde ich das Utrogest auf jeden Fall nur in der 2. ZH nehmen. So müsstest du einen ganz normalen Zyklus bekommen.
Oder wolltest du deine Regel schon ganz "abschaffen"?

LG Freesie

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02.06.2012, 15:59 Uhr
Kommentar von angel17

Hallo Freesie,

also, ich habe ab März Femoston bekommen, weil ich einen unregelmäßigen Zyklus hatte und die Regel immer mit Schmierblutungen begann. Ich hatte jetz auch schon zwei Mal einen Polyp an der Gebärmutterwand, den sie entfernt hat. Letztes Jahr hatte ich im Januar die Pille abgesetzt, um im März einen Homonstatus zu machen. Die Werte waren: FSH basal 3,5UI/I, LH basal 15,1IU/I, 17-ß-Östradiol E2 27 ng/I, Prolaktin, 1. Basalwert 275 ml/U/I 450, Testosteron, gesamt 0,20 µg/I 0,10-0,70, DHEA-S 1603 µg/l 690-3370. Unter Beurteilung stand: Östradiol entsprechend der frühen Folikelphase sowie die erhöhten Gonadrotropine dokumentieren eine fortgeschrittene Einschränkung der ovariellen Reserve. Prolaktin liegt im Referenzbereich. Die Androgenkonzentrationen werden im Referenzbereich nachgewiesen. Wenn hier Zyklusstörungen und/oder klimatische Beschwerden im Vordergrund stehen, würde ich eine zyklische Gestagengabe zur Zyklusregulierung probieren, so lange sich dadurch regelmäßige Abbruchblutungen auslösen lassen. Kannst du damit was anfangen? Sie hat mir dann im April die Pille Qulaira verordnet, eine ganz neue. Davon bekam ich im Mai gar keine Regel, im Juni nur ganz wenig, dafür aber eine Menge Nebenwirkungen, so dass ich sie danach wieder absetzte. Danach begann das dann mit den unregelmäßigen Zyklen und den ständigen Schmierblutungen sowie den verschiedenen Symptomen. Jetzt nehme ich ja Östrogene und Gestagene und es geht mir immer noch nicht gut. Allerdings sind die Symptome für eine Östrogendominanz oder einen Östrogenmangel ja wirklich gleich, z.B. die depr. Verstimmung, Scheidenentzündungen, schwache Libido, usw. Meine Beschwerden wie z.B. Schlafstörungen, depr. Verstimmung, Müdigkeit, schwache Blase, trockene Haut, Falten, Konzentrationsschwäche, Gewichtszunahme, Schmierblutungen kommen aber auch bei einem Progesteronmangel vor. Also weiß ich doch gar nicht, was ich genau habe.

Abgemeldete(r) Nutzer(in) 11171
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01.06.2012, 18:41 Uhr
Antwort von Abgemeldete(r) Nutzer(in) 11171

Hallo angel,

ich lese deinen Beitrag jetzt erst - verzeih. Gestern war ich hier gar nicht unterwegs. Also - ich bin 49 Jahre alt und ich bekam vor der HET ungefähr alle zwei Monate noch meine Periode.

Du - Hitzewallungen hatte ich noch NIE, bin aber trotzdem gaaaanz tief in den WJ, das wurde vor zwei Jahren schon festgestellt. Ich habe aber wirklich ALLE anderen WJ-Beschwerden, besonders die, die mit der Stimmungslage einhergehen.

Ich soll, gerade weil ich noch die Periode habe, beides nehmen - Gel und Utrogest, um den natürlichen Zyklus nachzuahmen. Ich verwende das Utrogest ja auch zyklisch.

Meiner Meinung nach, brauchst du dir wegen den Nebenwirkungen keine Gedanken zu machen, denn du hast mit Gynokadin-Gel und Utrogest, exakt das im Körper, was dieser jahrzehntelang selbst produziert hat.

Von meinem Gyn weiß ich, dass, wenn meine Periode immer schwächer wird und schließlich ganz aufhört, ich beides durchgehend nehmen kann. Ich muss das mit der Abbruchblutung erst mal abwarten, denn in ein paar Tagen, habe ich erst den zweiten Zyklus hinter mir. Stehe also auch noch ziemlich am Anfang.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen.


Liebe Grüße

Brummsummsel

°,°
╰╯








Brummsummsel

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02.06.2012, 16:09 Uhr
Kommentar von angel17

Hallo Freesie,
Fortsetzung von 16:00 Uhr heute.
Du schreibst, dass dir Herr Dr. Bohnert auch schon zur Östrogeneinnahme geraten hat und dass du es dir nicht getraut hast, weil man es nicht so einfach ausprobieren kann, da sich das Gerinnungssystem auf das Östrogen umstellt und bei Absetzen wieder zurückstellt. Heißt das, dass ich sowieso weiter Östrogene nehmen muss, da ich ja schon 3 Monate die Kombitherapie mache? Oder reicht auch das Progesteron.
Das mit dem Zunehmen kenne ich, ich habe seit Januar ca. 5 kg mehr auf den Rippen und bekomme sie auch nicht wieder runter.
Dann schreibst du, dass du regelmäßig einen FSH-Test machen lässt. Wie hoch oder niedrig muss der Wert sein, um zu sehen, dass man einen Östrogenmangel hat. Meinst du, die FÄ würde so einen Test auch machen? So, gleich kommt mein Sohn vom Fußballspiel zurück, dann wollen wir noch ins Kino.
LG und bis bald,
Angela

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02.06.2012, 16:21 Uhr
Kommentar von angel17

Hallo Brummsummsel,
nun muss ich dir noch auf deine Antwort schreiben.
Du schreibst, dass du nur alle 2 Monate deine Regel bekommst, ich bekomme sie ja noch regelmäßig, wenn auch nicht mehr so stark und mit Schmierblutungen vorher. Da ich ja nicht weiß, ob ich einen Östrogenmangel oder eine Östrogendominanz habe, ob ich beides nehmen soll. Nachher wird das Östrogen zu viel und das ist dann auch wieder nicht gut. Ach Mensch, ich warte erstmal den FÄ Termin ab, was sie so sagt. Aber die wird mir bestimmt beides verschreiben.
LG und bis bald,
Angela

freesie1965
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02.06.2012, 17:24 Uhr
Antwort von freesie1965

Hallo Angela,

ich fange mal von hinten mit der Beantwortung deiner Fragen an. [Diese neue Seite hier ist nach der Umstellung so unübersichtlich, das ist irritierend und umständlich - aber, na ja!]

Thema FSH-Test:
Den "lasse" ich ja nicht machen, sondern den kaufe ich mir selbst in einer Online-Apotheke und mache ihn selbst zu Hause. Der sieht aus und funktioniert genau wie ein Schwangerschaftstest für zu Hause, heißt aber Menopause-Test und testet im Urin den FSH-Wert, und nicht den HCG-Wert, wie beim Schwangerschaftstest.
Der FSH-Wert ist das "Follikelstimulierende Hormon" und dieser Wert ist in den fruchtbaren Lebensjahren einer Frau sehr niedrig, d.h. normalerweise unter 10, auf jeden Fall aber nie höher als 20 oder 25.
Wenn du mal auf deine Testergebnisse vom März 2011 schaust, die du mir geschrieben hast, ist der erste Wert dort das FSH. Der ist bei dir damals 3,5 gewesen - also sehr schön niedrig. Das heißt, dass du zu diesem Zeitpunkt noch genügend Östrogen produziert hast. Das FSH geht nämlich nur dann hoch, wenn Östrogenmangel besteht. Dann schlägt das FSH sozusagen Alarm, um die Eierstöcke anzuregen, Östrogen zu produzieren. Und da diese Situation in der Menopause ständig der Fall ist, kann man am FSH-Wert sehen, ob schon Östrogenmangel besteht oder noch nicht: FSH niedrig bedeutet Östrogen ist noch hoch. FSH hoch, also über 25, bedeutet Östrogen ist schon zu niedrig.
Der Menopause-Urin-Test zeigt also ein "positives" Ergebnis, wenn der FSH-Wert über 25 ist. Wie hoch er dann genau ist, weiß man natürlich von solch einem Urin-Test nicht, den genauen Wert sieht man nur in einem Bluttest, wie bei dir im März11. Aber es reicht ja, zu wissen, ob er im Wechseljahrsbereich, also über 25, oder noch drunter ist.

Fortsetzung folgt ...

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02.06.2012, 18:16 Uhr
Kommentar von freesie1965

Oh Mann, jetzt ist ein ganz langer Text, den ich grad abschicken wollte, weg, als ich nur noch mal zwischen den Seiten hin und her wollte - es ist furchtbar!!!

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