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Allgemeinmedizin » Hausarzt | Expertenfrage
29.05.2009 | 03:58 Uhr | Von Abgemeldete(r) Nutzer(in)

Wann wird es endlich wieder besser?

Sehr geehrte Experten,
mir geht es seit ca. 2 Jahren nicht gut, ständig kommen neue gesundheitliche Probleme auf mich zu. Und einige Operationen hatte ich auch in den letzten 1 1/2 Jahren.
lap. Cholecystektomie 1/02
diagnostische Laparoskopie (Edometriose) 12/07
offene Reposition des ulnaren Seitenbandes re.(Mitek-Anker) 1/08
offene Schulter-OP li. (vordere u. untere Acromionplastik, Bursektomie und Rotatorenmanschettenrevision) 5/08
lap. Sigmaresektion wegen rez. Divertikulitis 10/08
Nach der Sigmaresektion dache ich jetzt wird es endlich wieder so wie früher, aber Pustekuchen es geht mir immer noch nicht gut.
Nach der OP hatte ich ca. 2 Monate starke Durchfälle mit Blut und deshalb eine Anämie (das schlechte Hb ist jetzt aber wieder i.O.). Ich hatte auch schon einen Termin für eine Darmspiegelung aber da es mir dann vorübergehend besser ging, habe ich ihn wieder abgesagt.
Ich bin schlapp, immer müde, wache jede Nacht auf, habe phasenweise ziemlich starke Durchfälle und dann auch Bauchschmerzen und meine Leukozytenwerte (11000 - 12000) sind immer noch leicht erhöht. Der letzte positive Haemoccult war im März 09. Anfang Mai 09 ging es mir sogar ziemlich schlecht (Leuko 18600), ich hatte wässrige Durchfälle mit teilweise Blut, leicht erhöhte Temperatur und so heftige Bauchschmerzen dass mein Kreislauf schlapp machte. Mein HA vermutete eine erneute Divertikulitis und verordete mir ein AB. Stuhlergebnis: Pseudomonas aeruginosa (reichlich), Candida albicans (reichlich).
Seit einiger Zeit habe ich auch Gelenkbeschwerden (Finger, Ellenbogen und teilw. Knie). Übrigens waren auch meine ANA im letzten Sommer 1:400 Fluoreszenzmuster gesprenkelt. Die SD-Werte sind in der Norm nur MAK (59 ! RW <5,6) ist erhöht.
Wenn ich zu meinem Hausarzt gehe, beschränkte ich mich schon auf die schlimmsten Beschwerden, denn jammern liegt mir überhaupt nicht. Psychische Probleme oder Sorgen habe ich keine.
Ich habe jetzt Ende Juni einen Termin bei einem Gastroenterologen um der Sache evtl. auf den Grund zu gehen. Seit ich den Termin vereinbart habe geht es mir wieder besser. Macht es überhaupt Sinn wenn ich dort hingehe und keine wesentlichen Beschwerden habe?
Um ihnen einen Überblick zu geben, hier meine Diagnosen:
art. Hypertonie {I10.90G}
Hyperlipidaemie, familiär {E78.4G}
Hashimoto Thyreoiditis mit beginnender Knotenausbildung {E06.3G}
Haemoglobinurie unklarer Genese {R82.3G}
Z.n. lap. Sigmaresektion wegen rez. Divertikulitis {K57.32Z}
Migräne {G43.9G}
rez. Zervicalsyndrom {M54.2G} bei HWS-Streckfehlhaltung (M53.82G}
chron. rez. Dorsolumbalgie {M54.5G} bei linkskonvexer Kyphoskoliose d. LWS mit deutlicher Torsionskomponente LWK 3 {M41.99G}
Sulcus-Ulnaris-Syndrom li. {G56.2LG}
AC-Gelenks-Arthrose li. {M19.81LG}
Z.n. Tuberculum majus Fraktur li. 12/07 {S42.24LZ}
Teilablösung des ventralen Labrums li. 12/07 {S43.4LG}
dislozierter knöcherner Ausriss d. ulnaren Seitenbandes re. 12/07 {S63.4RZ}
Medikamente nehme ich folgende:
Bisoprolol STADA 5, 2 x 1/2
L-Thyrox HEXAL 100, 1 x 1
Atacand plus 8 MG, 1 x 1
Simvastatin STADA 20, 1 x 1
Was kann ich machen, dass es mir endlich wieder gut geht? Irgenwie geht es nämlich langsam an die Substanz.
Vielen Dank für ihre Mühe beim lesen und Danke im Voraus für eine Antwort.
LG P.G.
PS: ich arbeite selbst in einer Praxis und denke immer dass ich das selbst wieder in den Griff bekommen muß ;-)

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02.06.2009, 10:01 Uhr
Antwort von Abgemeldete(r) Nutzer(in)

Hallo peps,
ich glaube Ihnen den Satz: Psychische Probleme oder Sorgen habe ich keine. schlicht und einfach nicht! Aus Ihrem ganzen Artikel schwingt einem die Sorge und die Ängstlichkeit entgegen! Sehr verständlich übrigens. Dennoch sollte die Hauptbehandlung hier ansetzen: Psyche! Ernährung? Rauchen? Sport? Hobbys? Freunde? Freude? etc.
Ist einfach gesagt, ist mir klar, aber verschließen Sie sich diesen Weg nicht, das andere sind Symptome, bearbeiten müssen Sie die Ursache! Viel erfolg und gute Besserung. C.G.

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03.06.2009, 01:43 Uhr
Antwort von Abgemeldete(r) Nutzer(in)

Sehr geehrter Herr Dr. Gieseking,
danke für ihre Antwort. Ich habe nur nicht gewusst, dass erhöhte Entzündungswerte und Blut im Stuhl psychisch bedingt sein können ;-).

>ich glaube ihnen den Satz: Psychische Probleme oder Sorgen habe >ich keine. schlicht und einfach nicht!
>Dennoch sollte die Hauptbehandlung hier ansetzen: Psyche! >Ernährung? Rauchen? Sport? Hobbys? Freunde? Freude? etc.

Ich bin ein lebensfroher Mensch und habe ein harmonisches Familienleben mit einem liebevollen und großzügigen Mann und zwei lieben Söhnen ohne finanzielle Sorgen.
Geraucht habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht! Ich bin auch bemüht mich und meine Familie gesund zu ernähren.
Mein Beruf macht mir Spaß und ich habe liebe Kolleginnen und nette Chefs.
In meiner Freizeit male ich Aquarellbilder, figürliches Töpfern, pflege meinen Garten und die vielen Kübelpflanzen und lade mir gerne Freunde ein und bekoche sie.
In sportlicher Hinsicht gehe ich Walken und Schwimmen (im Sommer täglich). Da ich eine leidenschaftliche Skifahrerin (Skilehrerin in einer Vereinsskischule) bin, bin ich im Winter jede freie Minute im Schnee unterwegs.
Wie sie jetzt vielleicht gemerkt haben bin ich ein sehr aktiver Mensch und neige auch nicht zu Angst oder Traurigkeit. Ich bin nur einfach nicht gewöhnt, dass ich nicht leistungsfähig bin ...... vielleicht bin ich auch nur ungeduldig, aber das darf man nach 9 Monaten schon mal sein ;-).
Was soll ich denn ihrer Meinung nach an meinem Leben ändern?
LG peps

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03.06.2009, 10:59 Uhr
Antwort von Abgemeldete(r) Nutzer(in)

Hallo!
Da haben Sie ja einen riesigen Packen zu tragen! Kein Wunder, dass Sie erschöpft sind, wer soll das denn aushalten? Selbst für Gesunde ist da zuviel und Sie sind dazu ja noch krank!
Bei Ihnen müßte wohl über einen längeren Zeitraum nur Fürsorge, Pflege, Betreuung und Wiederaufbau Ihrer seelischen und körperlichen Kräfte erfolgen (Heilverfahren, besser noch psychosomatischer Klinikaufenthalt).
Das würde Ihnen sicher helfen. Lassen Sie sich doch von Ihrem Hausarzt einen Einweisungsschein geben und stellen Sie sich in der Psychosomatischen Klinik zum Aufnahmegespräch vor!
Dr.F.Hach
Dr.F.Hach

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03.06.2009, 11:08 Uhr
Antwort von Abgemeldete(r) Nutzer(in)

Hallo!
Ich denke, es ist für Patienten mit derartigen ausschließlich somatischer Dignosenanhäufung sehr schwer, sich über die Somatik hinaus auf etwas anderes primär und per Internet einzulassen? Derartige Ausschließlichkeit im ICD-Katalog wirft ja auch ein bezeichnendes Licht auf Defizite im ärztlichen Denken und Handeln, denke ich. Es ist ja klar, wenn man einen Moment nur nachdenkt, dass derartige Mengen an körperlichen Belastungen nicht auch das Nervensystem, das das alles aushalten und verarbeiten soll, massiv schwächt und daraus sich Erschöpfung zwangsläufig ergibt. Der Zustand, der dann eintritt und hier beschreiben wird, verlangt geradezu nach einer psychosomatischen Diagnose. Das ist aber auch der Vorteil der Psychosomatik, dass man über die Somatik in das Problem einsteigt und nicht über die Psyche, denke ich. Jedenfalls gelingt mir das im ärztlichen Gespräch immer besser, so Verständnis für die Bedürfnisse des Körpers und der Psyche/Nerven/automatischen-Körperregulation zu wecken beim kranken Patienten.
Danke für die Unterstützende Zuschrift, lieber Kolege Gieseking
Ihr
F.Hach

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03.06.2009, 11:12 Uhr
Antwort von Abgemeldete(r) Nutzer(in)

Hallo!
Tut mir leid, dass ich erst später antworten konnte, aber vielleicht hilft Ihnen ja auch mein jeweils späterer Kommentar bzw. meine Antwort.
Es ist ja ein Wahnsinn, was Sie alles schaffen! Toll dass Menschen so viel Kraft gegeben ist, wenn Sie gesund sind.
Wie schlimm muß es dann für Sie sein, wenn der Körper sich durch Krankheitsbelastungen so verausgabt und erschöpft hat.
Deshalb nochmal der Rat: Es müßte wie bei einem guten personal Trainig für Sie ein Wiederaufbauplan ärztlich geführt werden, und das kann eine psychosomatische Klinikbehandlung gut leisten.
Dr.F.Hach

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04.06.2009, 03:09 Uhr
Antwort von Abgemeldete(r) Nutzer(in)

Sehr geehrter Herr Dr.Hach,
eine stationöre Behandlung kommt für mich in nächster Zeit nicht in Frage (ich war im letzten Jahr insgesamt 16 Wochen arbeitsunfähig). Nach der Sigmaresektion bin ich 3 Wochen nach der Krankenhausentlassung wieder arbeiten gegangen, obwohl es mir noch nicht gut ging. Wir sind ein kleines Team (Hausarztpraxis) und können so lange Ausfälle fast nicht verkraften.
Erschwerend kommt noch dazu, dass mein Hausarzt gleichzeitig mein Chef ist und da meistens wenig Zeit für einen selber bleibt in dem täglichen Trubel.
Können sie mich jetzt verstehen, dass ich die Op wegen des Ulnarrinnensyndroms so lange wie möglich hinausschieben will.
Trotzdem vielen Dank für ihren Ratschlag.
Am 23.6.09 habe ich den Termin beim Gastroenterologen (vorläufig nur mal einen Besprechungstermin) und ich hoffe dass er die Ursache für meine Beschwerden findet und einen Behandlungsvorschlag macht, dann geht es mir bestimmt bald besser.
LG peps

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05.06.2009, 08:12 Uhr
Antwort von Abgemeldete(r) Nutzer(in)

Hallo!
Ich kann Sie gut verstehen und wünsche Ihnen auch den nötigen Erfolg und weiter alles Gute!
Dr.F.Hach

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