Tee aus Kaffeeblättern
Weniger Koffein, mehr gesunde Pflanzenstoffe
Das Beste aus Kaffee und Tee vereinen: Ein Teeaufguss aus Blättern der Kaffeepflanze könnte der Gesundheitsdrink des Jahres werden. Der „Kaffee-Tee“ enthält jede Menge Biosubstanzen, die Entzündungen hemmen und Zellen schützen.
In Äthiopien, Südsudan und Indonesien ist dieses Getränk seit Jahrhunderten Tradition: Mit kochendem Wasser überbrühte Kaffeeblätter. Jetzt haben Forscher von der Royal Botanic Gardens, London, diesen Kaffeetee untersucht und haben Überraschendes festgestellt: Das Gebräu enthält weniger Koffein als Kaffee, aber wesentlich mehr zellschützende Stoffe (Antioxidantien) als schwarzer oder grüner Tee.
Biosubstanz gegen Entzündungen
Zusätzlich zeigte sich, dass der Kaffeetee den Pflanzenstoff Mangiferin enthält. Er gilt als wirksam gegen Entzündungen und wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) entsprechend verwendet. Frühere Studien haben bereits festgestellt, dass diese Substanz außerdem das Diabetesrisiko senkt und schädliches Cholesterin im Blut verringert.
Um das Heissgetränk gibt es viele Mythen. Wer sich die Eigenschaften von Kaffee anschaut, kann damit aufräumen.
Dämpft Hunger und macht munter
Für ihre Studie testeten die Forscher Aaron Davies und Claudine Campa die Blätter von 23 verschiedenen Kaffeepflanzen und fanden heraus, dass sieben von ihnen gesundheitlich besonders wertvoll sind. Vor allem die Blätter von Arabica-Kaffee wiesen eine hohe Menge an Mangiferin auf. Den Kaffeetee tranken knapp 2000 Probanden. „Sie gaben an, dass dieses Getränk Hungergefühle dämpft, munter macht und die Konzentration fördert“, berichtet Davies. Nur wenigen schmeckte der Kaffeetee nicht, sie fanden ihn zu bitter. Die Wissenschaftler haben ihre Studie in der Fachzeitschrift Annals of Botany veröffentlicht.





