Die größten Lebensmittelskandale

Hochgiftige Schimmelpilz-Sporen im Tierfutter und damit in tierischen Produkten beunruhigen aktuell die deutschen Verbraucher. Doch ein Blick auf die Lebensmittelskandale der letzten Jahre zeigt: Das ist noch harmlos.

Die größten Lebensmittelskandale
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    Giftiger Schimmel im Tierfutter

    Tausende Tonnen von belastetem Mais wurden in Niedersachsen zu Tierfutter verarbeitet. Das aus Serbien importierte Getreide ist mit dem krebserregenden Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 verseucht. Fressen Kühe den Mais, reichert sich der Stoff in der Milch an.

    Martin Gerten / dpa

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    Bio-Eier

    Angebliche Bio-Eier aus der Legebatterie: Millionen Eier von unglücklichen Hühnern sind in Deutschland als teurere Bio- und Freilandeier verkauft worden, Hunderte Betriebe sollen in den Skandal verwickelt sein.

    Getty Images/iStockphoto

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    Falsch deklariertes Rinderhack

    Pferde- statt Rinderhack erhitzt seit Januar die Gemüter in Europa. Real, Edeka und Aldi zogen Tiefkühl-Lasagnen, -Burger und andere Produkte wegen Pferdefleischs zurück.

    Carsten Rehder / dpa

  • Pferde-Fleisch_40589618.onlineBild.jpg
    Pferde-Lasagne

    Noch ist nicht klar, wie rumänisches Pferdefleisch in zahlreiche Fertiggerichte geriet. In England wurden jedoch Rückstände des umstrittenen Schmerzmittels Phenylbutazon in einigen Proben gefunden.

    Andy Rain / dpa

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    BSE

    Das massive Auftreten von Rinderwahn Anfang bis Mitte der Neunziger ist wohl die Mutter aller Lebensmittelskandale: Tausende Kühe mussten notgeschlachtet werden, die völlig unnatürliche Fütterung mit Tiermehl wurde als Konsequenz verboten. Bei Menschen löst BSE-verseuchtes Fleisch die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit aus, die letztlich das Gehirn degenerieren lässt. Erste Verdachtsfälle gab es in Deutschland Anfang der Neunziger, in England sogar schon Mitte der Achtziger Jahre.

    Thinkstock

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    Acrylamid

    Schon 2002 geriet das Zellgift erstmals in die Schlagzeilen. Es entsteht beim Erhitzen stärkehaltiger Lebensmittel, etwa Pommes frites. Auch Kartoffelchips und Lebkuchen enthalten viel Acrylamid. Wer brät oder frittiert, sollte die Faustregel „Nur vergolden“ beherzigen, um sich zu schützen.

    Thinkstock

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    Nitrofen

    Ebenfalls 2002 bekam die Bio-Industrie ihr Fett weg: Der Nitrofen-Skandal erschütterte diesen Zweig der Landwirtschaft, über Futtergetreide gelangte der Erbgut und Frucht schädigende Giftstoff in Bio-Fleisch und Bio-Eier. Gegen die Verantwortlichen wurden lediglich Geldbußen verhängt, kritisiert die Verbraucherorganisation Foodwatch.

    Thinkstock

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    Gammelfleisch

    Ob abgelaufenes, umetikettiertes Hackfleisch oder verdorbener Döner: Ab 2005 war der „Gammelfleisch“-Skandal sprichwörtlich in aller Munde.

    Thinkstock

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    Uran im Trinkwasser

    Foodwatch fragte 2008 in allen Bundesländern nach Messwerten des Leitungswassers – Tausende lagen über dem Grenzwert und galten etwa für Säuglingsnahrung als ungeeignet. Mit der Folge, dass noch im selben Jahr der Grenzwert erhöht wurde.

    Jochen Eckel / dpa

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    Gammel-Käse

    Im selben Jahr erschütterte ein Käse-Skandal das Land: 11.000 Tonnen verdorbenen Käses aus Italien wurden als Schmelzkäse und ähnliches „recycelt“. Dortige Behörden ahnten offenbar schon 2006, dass in dem Gammel-Betrieb etwas faul sein könnte.

    Michael Ritter / dpa

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    Melamin im Milchpulver

    300.000 chinesische Kinder wurden krank, als Hersteller 2008 vorsätzlich die Chemikalie Melamin in Milchpulver kippten. In importierten Bonbons und Salz wurde der Stoff schließlich auch in Deutschland entdeckt.

    Thinkstock

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    Gepanschter Alkohol

    Glycerin im Wein, Methanol im Wodka – ersteres gilt als nicht gesundheitsschädlich, zweiteres aber führt zu Erblindung oder zum Vergiftungstod, wie 2009 im Fall einiger Schüler, denen in der Türkei gepanschten Alkohol untergejubelt wurde.

    Getty Images/Goodshoot RF

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    Pestizide

    Mit erschreckender Regelmäßigkeit fliegen durch Stichproben Pestizid-Rückstände auf, die die Grenzwerte verletzen. Besonders häufig betrifft das Paprika und Erdbeeren, etwa aus Spanien.

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    Ehec, der Darmkeim...

    2011 suchte eine Ehec-Epidemie Deutschland heim. Der gefährliche E.coli-Stamm raffte 53 Bundesbürger dahin, viele weitere werden ihr Leben lang auf Dialyse angewiesen sein. Tausende erkrankten. Zunächst vermutete man Salat, Gurken oder Tomaten als Träger des Darmkeims.

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    ... auf Sprossen

    Bald stellte sich jedoch heraus, dass verseuchte Bockshornklee-Samen aus Ägypten die Ursache für viele Ehec-Infektionen waren. Sie keimten hierzulande zu Sprossen aus, die ein beliebtes Topping auf dem Salat abgeben.

    Ingo Wagner / dpa

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    Dioxin

    In Eiern, Milch, Fleisch und so manchem Fisch fand sich in den vergangenen Jahren das Hundertfache des erlaubten Grenzwertes von Dioxin. Das Umweltgift kann das Erbgut schädigen und Krebs hervorrufen.

    Thinkstock

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    Antibiotika und Keime im Hähnchen

    2011 und 2012 deckten Untersuchungen den massiven Einsatz von Antibiotika in der industriellen Hähnchennmast auf – auch zur Vorbeugung. Mindestens genauso schlimm: Durch zu kurze Verwendung der Arzneien bilden sich multiresistente Keime, die sich auf rund jedem zweiten Supermarkt-Hähnchen tummeln. Auch in Shrimps und Kalbfleisch wurden schon bedenkliche Antibiotika-Rückstände gefunden.

    Thinkstock

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    Brot mit Zusätzen von Tieren

    Mäusekot und Schaben in der Großbäckerei ließen viele Verbraucher angewidert das Gesicht verziehen, die Firma ging pleite. Seit dem Besitzerwechsel will Müller-Brot „wieder für Qualität“ stehen. Sagt zumindest der Slogan der Skandal-Bäckerei.

    Marc Müller / dpa

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    Ranzige Wurstwaren

    In zahlreichen Filialen der Münchner Edel-Metzgerei Vinzenz Murr fanden Lebensmittelkontrolleure vergangenes Jahr ranzige Wurst und Leber. Sie war nicht mehr für den Verkauf gedacht – fraglich ist allerdings, wieso das verdorbene Material trotzdem in den Filialen lagerte.

    Thinkstock

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    Metallteile im Essen

    Wagner-Pizza und fertige Currywurst von Lidl: In beides geriet während der Fertigung Metall, die Unternehmen riefen Millionen der entsprechenden Produkte zurück. Auch in Joghurt von Zott war 2009 Metall gefunden worden.

    Oliver Berg / dpa

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    Krank machende Erdbeeren

    Über 11.000 Ostdeutsche erkrankten 2012 an Magen-Darm-Grippe, weil sie verseuchte Tiefkühl-Erdbeeren aus China gegessen hatten.

    Thinkstock

Autor: sw / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 15. Februar 2013

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