Spezielles Gen

Mops-Gen schützt vor Depression

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Mopsfidel mit ein paar mehr Pfunden auf den Rippen.
(c) Getty Images/Hemera

Eine Genvariante, die das Risiko für Übergewicht stark erhöht, macht weniger anfällig für Depressionen. Das zeigt eine aktuelle Studie. Oder ganz einfach: ein bisschen mopsiger, dafür aber glücklich.

Kanadische Wissenschaftler haben den Zusammenhang zwischen Depressionen und Übergewicht untersucht. Dazu analysierten die Experten der McMaster University in Hamilton den genetischen und psychiatrischen Status sowie das Gewicht von mehr als 17.000 Männern und Frauen aus 21 Ländern. Das überraschende Ergebnis: Diejenigen von ihnen, die mit dem Adipositas-Gen FTO (Fat mass and obesity-associated protein) belastet waren, hatten ein acht Prozent niedrigeres Risiko, eine schwere Depression zu entwickeln.

Neue Erklärung für Übergewicht und Depression

„Zwar sind acht Prozent nicht sehr viel“, gibt Studienleiter David Meyre zu –  „doch wir haben damit eine neue, molekulare Erklärung für den Zusammenhang zwischen Übergewicht und Depression entdeckt.“ Das Adipositas-Gen verfügt demnach über eine gewisse Schutzwirkung vor Depressionen.

Bisher war die Wissenschaft davon überzeugt, dass Depression und Übergewicht oft Hand in Hand gehen und wie in einem Teufelskreis eines das andere nach sich zieht: Wer zu dick ist, wird sozial und wirtschaftlich diskriminiert und wird deshalb depressiv. Außerdem können sich depressive Menschen nur schwer dazu aufraffen, Sport zu treiben, und werden dadurch noch dicker.

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Die zwei Seiten des Adipositas-Gens

Die aktuelle Studie zeigt dagegen, dass wenigstens ein Teil der Menschen, die übergewichtig durch genetische Vorbelastung sind, einen natürlichen Schutz vor Depressionen besitzt. Die Wissenschaftler haben ihr Untersuchungsergebnis noch mit einer Analyse des genetischen Status von Patienten in drei weiteren großen internationalen Studien abgeglichen und kamen dabei zum gleichen Resultat. Die Studie wurde  in der Fachzeitschrift Molecular Psychiatry veröffentlicht.

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Autor: Monika Preuk
Letzte Aktualisierung: 20. November 2012
Quellen: Molecular Psychiatry

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