Unterschiede im Gehirn
Diät-Erfolg ist auch Kopfsache
Verhaltensforschung: Schwere Frauen haben es besonders schwer
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- Frauen haben es im Kampf gegen die Pfunde besonders schwer, sagen Experten.
- Friso Gentsch / dpa
Das Gehirn entscheidet mit, ob jemand seine Pfunde los wird oder nicht: Bestimmte Hirnstrukturen sehen bei Übergewichtigen anders aus. Frauen fällt es besonders schwer, sich Schokolade und Bonbons zu verkneifen, sagen die Forschungsergebnisse.
Der Erfolg einer Diät hängt nicht nur von der Disziplin des Abnehmwilligen ab. Wie leicht sich jemand mit dem Abspecken tut, ist auch biologisch bedingt, die Struktur bestimmter Hirnregionen spielt eine Rolle. Das Belohnungssystem im Hirn habe bei Übergewichtigen eine andere Struktur als Menschen mit normalem Gewicht, sagen Forscher der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN). Derzeit untersuchen sie, ob diese Veränderungen entstanden sind, weil die Betroffenen zu viel essen, oder ob sie veranlagt sind.
Frauen haben es beim Kampf gegen die Pfunde besonders schwer, so die DGKN. Wenn sie immer weiter zunehmen, verändern sich Hirnareale, die bei der automatischen und zielgerichteten Verhaltenskontrolle eine Rolle spielen.
Die Sucht nach Essen
Verhaltensexperimente zeigten, dass Frauen mit Übergewicht sich anders als Normalgewichtige ein Stück Schokolade nicht verkneifen können, obwohl sie wissen, dass es ihrer Figur schadet. Bei Männern sei dieser Unterschied nicht zu beobachten gewesen, erläutert Annette Horstmann von der Abteilung Neurologie des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig.
Das Verhalten ähnele den Anzeichen einer Alkohol- oder Drogensucht. Daher hilft Übergewichtigen die Ernährungsumstellung allein nur wenig, sie bräuchten auch psychologische Begleitung.
Statt Fasten: Zwölf Wege, nachhaltig abzunehmen
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Nachschlag freundlich ablehnen
Wer satt ist, sollte mit dem Essen aufhören - egal, wie nett die Runde ist. Übereifrige Gastgeber freundlich in ihre Schranken weisen: „Bitte nicht so viel, sonst schaffe ich das Dessert nicht.“
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Mahlzeiten zusammenlegen
Nach üppigen Festen hilft es, Mahlzeiten zusammenzufassen, etwa in einem ausgiebigen Brunch. So lässt einen das Kuchenbuffet am Nachmittag kalt und man braucht nur ein leichtes Abendessen.
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Süßigkeiten verschenken
Pro Tag sind rund 200 Kilokalorien aus Süßigkeiten erlaubt. Wer seiner Figur Gutes tun möchte, verschenkt Leckereien am besten weiter. An Süßkram satt essen sollte man sich nie.
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Eiweißreich essen
Eiweißhaltiges macht lange satt. Auf den Tisch kommt am besten Fisch. Und wenn es doch Fleisch sein soll: Lieber fettarmes Huhn oder Roastbeef als Ente und Schwein.
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Gemüse und Obst
Gemüse versorgt den Körper mit wichtigen Ballaststoffen, auch Obst sättigt mit wenigen Kalorien. Zu jeder Mahlzeit sollte daher viel Grün auf dem Teller liegen.
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Heimliche Kalorien meiden
Leere Energie verbirgt sich dagegen in flüssigen Dickmachern wie Alkohol, aber auch in Fruchtsäften. Setzen Sie stattdessen auf Schorlen.
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Klare Ziele motivieren
Ohne Ziele keine Motivation, das ist sicher. Klären Sie zwei Punkte: Was will ich erreichen und bis wann? Zwölf Wochen sind ein guter Zeitraum, um schon etwas zu bewirken.
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Kein falscher Ehrgeiz
So wichtig Ziele sind, so wichtig ist es auch, sie nicht zu hoch zu stecken. So schafft man sich zu Beginn Erfolgserlebnisse und hält die Motivation hoch.
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Moderater Muskelaufbau
Wer den Stoffwechsel auf Trab bringt, sorgt dafür, dass der Körper in Ruhe mehr Energie verbrennt. Auch moderater Muskelaufbau hilft: Ein Kilo Muskelmasse verbrennt pro Tag rund 75 kcal, die gleiche Menge Fettgewebe nur etwa vier.
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Diäten
Eine Crash-Diät ist kurzfristig vielleicht eine Möglichkeit, wieder ins Cocktailkleid zu passen. Langfristig aber schaden sie dem Körper, der Jojo-Effekt droht. Sie entgehen ihm durch behutsame Ernährungsumstellung.
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Bewegung im Alltag
Ob Holzhacken oder beim Umzug helfen: Sportmuffel tun ihrem Körper mit mehr Bewegung im Alltag Gutes. Auch mit einem Hund muss man einfach raus – und merkt vielleicht, wie viel Spaß Bewegung macht.
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Regelmäßiger Ausdauersport
Zur Arbeit radeln oder zwei Mal pro Woche walken: Auch ein bisschen Sport tut gut.
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Autor: sw / dpa
Letzte Aktualisierung: 20. Februar 2013