So schädlich sind Transfettsäuren in unserem Essen

Transfette: Versteckter Angriff auf die Gefäße

Nicht nur zu viele, sondern auch die falschen Fette sind der Gesundheit abträglich. Transfettsäuren zählen dabei zu den besonders unerwünschten unter den Nahrungsfetten, da Sie das Fettsäuremuster in den Zellen und im Blut verändern.

Wer selber kocht, weiß was drinnen ist.
Selber kochen schützt vor versteckten Transfetten im Essen und macht noch dazu mehr Spaß.
iStock

Falsche oder zu viele Fette im Essen schaden der Gesundheit. Vor allem Transfettsäuren gelten als schädlich und zählen zu den besonders unerwünschten unter den Nahrungsfetten. Sie können zu Gefäßverkalkung führen und stecken hauptsächlich in frittierten Speisen. "Sie verändern das Fettsäuremuster in den Zellen und im Blut", erläutert Maria Pfeuffer vom Max-Rubner-Institut in Karlsruhe. "Darüber hinaus erhöhen sie das schlechte LDL-Cholesterin und senken das gute HDL-Cholesterin."

Transfette sind ungesünder als gesättigte Fettsäuren

Das LDL-Cholesterin lagert sich verstärkt  in den Gefäßen ab und fördert damit die Entstehung von Arteriosklerose. Die Wirkung der Transfettsäuren ist sogar noch ungesünder als die der gesättigten Fettsäuren. Auch das Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes werden durch einen hohen Verzehr erhöht.

Transfettsäuren treten hauptsächlich in Produkten mit industriell gehärtete Pflanzenfette auf. Beim Härtungsprozess werden aus flüssigen Pflanzenölen streichbare bis feste Fette hergestellt. Transfettsäuren entstehen, wenn die Härtung nicht vollständig erfolgt.

Transfettsäuren kommen allerdings auch auf natürlichem Weg in Lebensmitteln vor. Sie sind im Milchfett oder im Fleischfett von Wiederkäuern wie Rind oder Schaf enthalten, allerdings in einer vergleichsweise sehr geringen und daher bei normaler Ernährung unbedenklichen Menge. Milchfett enthalte maximal fünf bis sechs Prozent Transfettsäuren, bei industriell teilgehärteten Pflanzenfette könnten es bis zu 50 oder 60 Prozent sein.

Ernährungsregeln: So essen Sie sich gesund und fit

Nicht mehr als ein Prozent Transfettsäuren täglich

Aufgrund der gesundheitlichen Risiken empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, weniger als ein Prozent der täglichen Nahrungsenergie in Form von Transfettsäuren aufzunehmen. "Wenn man sich vollwertig ernährt und die richtigen Produkte auswählt, also überwiegend Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Nudeln, Reis, Kartoffeln sowie fettarme Milch und Milchprodukte zu sich nimmt, dann sind Transfettsäuren kein relevanter Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten", sagt Isabelle Keller.

Welche Lebensmittel besonders viele Transfette enthalten

Aufpassen muss man je nach Herstellungsverfahren in Frittier-, Back- oder Bratfetten, sowie in Lebensmitteln, für deren Fertigung solche Fette verwendet werden. Das sind laut Keller vor allem Backwaren wie Blätterteig oder Kekse, Fertiggerichte, Fertigpizzen, frittierte Kartoffelprodukte wie Chips und Pommes frites oder salzige Snacks. Darin sind meist enorm hohe Mengen an Transfetten enthalten.

Margarinen sind heute zumeist frei von Transfettsäuren. Die Schwierigkeit für den Verbraucher besteht darin zu erkennen wie hoch der Transfettanteil ist. Produkte derselben Produktgruppe können nebeneinanderstehen und ganz unterschiedliche Transfettanteile haben. Der Verbraucher erkennt das nicht.

Gehalt an Transfetten  muss nicht angegeben werden

Der Verzehr von fertig frittierten Produkten sollte in Maßen gehalten werden. Wer selber kocht und bäckt, kann auf gute Fette achten und weiß was "drin" ist. Margarinen, Frittier- oder Backfette mit dem Hinweis "ohne gehärtete Fette" enthalten keine Transfettsäuren. Sie sind zwar meist teurer, aber dafür ohne Risiko.

Transfette können allerdings auch beim Erhitzen von Fetten und Ölen entstehen. Daher kommt es auf das richtige Produkt an: Zum Garen bei hoher Hitze, etwa zum scharfen Anbraten von Fleisch, eignen sich zum Beispiel die sehr hitzebeständigen Kokosfette oder speziell als Bratöle deklarierte Pflanzenöle, in denen der Anteil von Ölsäure besonders hoch ist.

In diesen Lebensmitteln lauern Transfette

Autor:
Letzte Aktualisierung: 26. November 2015

Meistgelesen in dieser Rubrik
Die besten Tipps zur Leberentgiftung
Gesunde Ernährung

Zu viel Alkohol? Die sieben besten Tipps für Ihre Leberkur mehr...

Vitamin E: Wo besonders viel davon drinsteckt
Gesunde Ernährung

Vitamin E schützt Zellen vor freien Radikalen und bewahrt die Fruchtbarkeit mehr...

Abführende Lebensmittel: Dieses Essen fördert die Verdauung
Gesunde Ernährung

Bestimmte Lebensmittel wirken Verstopfung entgegen, indem sie die Darmtätigkeit sanft anregen. Wir stellen natürliche Abführmittel vor mehr...

Kalorienrechner

Wie viele Kalorien brauchen Sie am Tag? Die Antwort liefert der kostenlose Rechner

mehr...
Expertenrat: Gesunde Ernährung

Stellen Sie uns Ihre Fragen zur gesunden Ernährung

Zum Expertenrat
Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Zum Seitenanfang