Kalorienarmes Abnehmgemüse

Kohlrabi: So gesund sind Knolle und Grün

Wer regionale Produkte genießen will, ist an die Jahreszeiten gebunden. Welche Lebensmittel gerade Saison haben und deshalb besonders frisch und lecker in den (Super-)Marktregalen ausliegen, sagt Ihnen Lifeline mit der Sorte der Woche. Heute: Kohlrabi.

sorte der woche kohlrabi.jpg
Kohlrabi – ob grün oder violett – liefert eine Menge Vitamin C und viele Mineralien.
iStock

Als Rohkost zum Knabbern oder als leckere Gemüse-Beilage ist der Kohlrabi hierzulande sehr beliebt. Bis zu 40.000 Tonnen des Gemüses werden in Deutschland jährlich geerntet. Saison hat die hellgrüne oder lila Knolle das ganze Jahr – und das ist auch gut so.

Denn Kohlrabi versorgt den Körper mit vielen Vitaminen, Mineralien und sogar Krebs hemmenden Antioxidantien, den Glucosinolaten. Besonders bemerkenswert ist die Konzentration von Vitamin C in Kohlrabi: Schon eine halbe Knolle deckt den Tagesbedarf. Vitamin C stärkt das Immunsystem und schützt so zum Beispiel vor Erkältung. Die enthaltenen Senföle wirken zusätzlich gegen Bakterien und Viren.

Gesund und schlank dank Kohlrabi

Darüber hinaus enthält das zartgrüne bis violette Gemüse die Vitamine A, K, Niacin, Biotin und Folsäure. Auch der Mineralstoffgehalt kann sich sehen lassen, Kohlrabi enthält etwa maßgebliche Mengen an Kalzium, Selen, Kalium und Magnesium.

Der hohe Kalziumgehalt des Kohlrabi macht ihn zum optimalen Stärkungsmittel für Knochen, Haare, Nägel und Zähne. Kohlrabi essen hilft so bei der Vorbeugung vieler Krankheiten, zum Beispiel von Osteoporose und Zahnfleischentzündung.

UG| Magnesium: Wie das Powermineral uns gut tut stärkt das Herz, regt die Blutbildung an und schützt auf diese Weise vor einer Arterienverkalkung. Außerdem lindert Magnesium Stress und kann Wadenkrämpfen vorbeugen.

Da Kohlrabi noch dazu reich an Ballaststoffen ist, bringt eine Portion davon den Darm auf Trab. Dabei hat er nicht so eine blähende Wirkung wie andere Kohlsorten.

Bei all diesen Vorzügen bleibt der Kohlrabi eine sehr schlanke Gemüsesorte: Ein Schnitz bringt es auf nur vier Kilokalorien, in hundert Gramm Gemüse stecken 27 der Energieeinheiten. Denn zu mehr als 90 Prozent bestehen Kohlrabi-Knollen aus Wasser.

Kohlrabigrün nicht wegwerfen – es wäre schade drum

Die Blätter vom Kohlrabi enthalten ebenfalls viele Mineralien und Vitamine. Teilweise ist deren Gehalt sogar zwei bis drei Mal höher als in der Knolle selbst. Werfen Sie die Blätter deshalb nicht weg, sondern probieren Sie sie einmal, beispielsweise gedünstet zubereitet wie Spinat, kleingeschnippelt im Kohlrabisalat oder püriert in einem sehr gesunden grünen Smoothie.

Welke Blätter an einer Kohlrabiknolle im Supermarkt sind kein gutes Zeichen: Das Gemüse ist dann nicht mehr frisch. Gelagert werden sollte Kohlrabi, ähnlich wie Radieschen und Karotten, ohne Blattgrün: Denn über die große Oberfläche entziehen die Blätter dem Gemüse Wasser, die dem Kohlrabi eigene Knackigkeit geht verloren.

Kohlrabi – ein Exportschlager der deutschen Sprache

Ihren Namen hat die gesunde Knolle übrigens einem Mix aus Deutsch und Italienisch zu verdanken: "Rapa" bedeutet "Rübe", daraus wurde  Kohlrabi, also Kohlrübe. Sie heißt lokal auch Stängelrübe oder Rübkohl. Heute gilt Kohlrabi aber in vielen anderen Ländern, zum Beispiel den USA, als typisch deutsche Gemüsesorte und heißt unübersetzt einfach Kohlrabi.

Kohlrabi selber anbauen

Wer einen Garten hat, der kommt an Kohlrabi kaum vorbei. Er ist ein dankbares und unkompliziertes Gemüse – die ganze Saison über. Im Frühjahr kauft man die Pflänzchen beim Gärtner oder auf dem Markt und setzt sie nicht zu tief und nicht so eng ins Beet mit lockerer humusreicher Erde. Regelmäßige Feuchtigkeit ist wichtig, sonst platzen die Knollen.

Bereits nach acht bis zehn Wochen kann Kohlrabi geerntet werden. Mit Kohlrabi kann man sogar zum Rekord-Gärnter werden: Bestimmte Sorten bringen bis zu acht Kilogramm auf die Waage! Doch für die Küche sollte man nicht so lange mit der Ernte warten: Junge Knollen sind besonders zart und schmecken am besten.

Ob weißer oder violetter Kohlrabi verwendet wird, macht geschmacklich übrigens kaum einen Unterschied. Beide Sorten sind würzig und haben ein leicht süßliches Aroma. Die lila Färbung des Kohlrabis beruht auf dem Pflanzenfarbstoff Anthocyan, den die violetten Knollen in höherer Menge enthalten und der im Körper hilft, freie Radikale unschädlich zu machen.

So können Sie Kohlrabi zubereiten

Kohlrabi kann in einen Folienbeutel verpackt im Gemüsefach ein bis zwei Wochen gelagert werden, doch frisch bringt er am meisten gesunde Inhaltsstoffe auf den Teller. Zubereiten lässt sich Kohlrabi auf vielfältige und einfache Weise, etwa:

  • als Rohkost: In Schnitze oder Stifte geschnitten ist Kohlrabi eine leckere und knackige Knabberei für zwischendurch. Gehobelt solo oder mit Radieschen oder Möhren kombiniert wird er zum knackigen Frühlingssalat.

  • gedünstet: Kohlrabigemüse braucht man nur wenige Minuten in etwas Gemüsebrühe zu garen, dann hat es noch Biss. Der mild-süße Kohlgeschmack passt zu Karotten, Sellerie, Brokkoli oder Zuckerschoten. Diese Kombinationen bringen zugleich eine tolle Farbe auf den Teller!

  • gebraten: Kohlrabi-Scheiben lassen sich mit oder ohne Panade in der Pfanne als Kohlrabischnitzel oder -taler. zubereiten. Als Pfannengemüse wird er mit anderen frischen Gemüsesorten und Kräutern wie Kerbel, Petersilie und Schnittlauch zur vegetarischen Hauptspeise.

  • weitere Verwendungsmöglichkeiten: im Frühlingseintopf oder Kohlrabisuppe, als Auflauf oder Püree – oder gefüllt wie in unserem Rezept!

Echo der FrauLesen Sie mehr im "Echo der Frau" – über das Logo erreichen Sie den Aboshop!

Rezept für gefülltes Kohlrabigemüse

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 Kohlrabis
  • 1 EL Butterschmalz
  • 1 Schalotte, gewürfelt
  • 4 Zweige Thymian
  • 1 Messerspitze Zitronenschale
  • 3 Champignons, in Scheiben
  • 1 Möhre, gewürfelt
  • ½ rote und ½ gelbe Paprikaschote, gewürfelt
  • 2 EL Weißwein
  • 125 ml Schlagsahne
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung: Kohlrabis schälen, aushöhlen und über kochendem Wasser 5 Minuten dünsten. Das ausgekratzte Innere fein hacken. In Butterschmalz erst Schalotten mit Thymian und Zitronenschale, dann Champignons, Möhren-, Kohlrabi- und Paprikawürfel anschmoren. Mit Wein ablöschen, mit Sahne aufgießen und das Ganze kurz köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und in die Kohlrabi-Knollen füllen.

Pro Portion: 151 Kalorien

Blasse Sorten: Weiß, aber oho

Autor:
Letzte Aktualisierung: 12. Februar 2016
Durch: Sarah Wagner

Meistgelesen in dieser Rubrik
Die besten Tipps zur Leberentgiftung
Gesunde Ernährung

Zu viel Alkohol? Die sieben besten Tipps für Ihre Leberkur mehr...

Abführende Lebensmittel: Dieses Essen fördert die Verdauung
Gesunde Ernährung

Bestimmte Lebensmittel wirken Verstopfung entgegen, indem sie die Darmtätigkeit sanft anregen. Wir stellen natürliche Abführmittel vor mehr...

No Carb: Lebensmittel und Rezepte ohne Kohlenhydrate
Gesunde Ernährung

Der völlige Verzicht auf Kohlenhydrate ist auf längere Sicht nicht empfehlenswert. Kurzfristig aber können kohlenhydratfreie Lebensmittel helfen, ein paar Kilo zu verlieren. Dabei muss man nicht einmal auf... mehr...

Kalorienrechner

Wie viele Kalorien brauchen Sie am Tag? Die Antwort liefert der kostenlose Rechner

mehr...
Expertenrat: Gesunde Ernährung

Stellen Sie uns Ihre Fragen zur gesunden Ernährung

Zum Expertenrat
Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Zum Seitenanfang