Regional, frisch, gesund: Die Sorte der Woche

Die Erdbeere

360 verschiedene Geschmacksstoffe verleihen Erdbeeren ihr einzigartiges Aroma.

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Salicylsäure in Erdbeeren soll rheumatische Schmerzen lindern. Außerdem enthalten die roten Früchte viel Folsäure.

Wer regionale Produkte genießen will, ist an die Jahreszeiten gebunden. Welche Lebensmittel gerade Saison haben und deshalb besonders frisch und lecker in den (Super-)Marktregalen ausliegen, sagt Ihnen Lifeline mit der Sorte der Woche. Heute: die Erdbeere.

Erdbeeren schmecken nicht nur lecker. Die Süßigkeiten aus der Natur liefern auch wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Von Mai bis zum Juli haben Freiland-Erdbeeren Hochsaison. Geerntet werden die Früchte noch immer per Hand. Fingerspitzengefühl ist beim Pflücken dringend notwendig, denn die rote Frucht ist, genau wie Himbeeren, überaus druckempfindlich.

Im Grunde sind Erdbeeren jedoch gar keine Beeren. Denn zur Gattung der Beeren zählen Früchte, deren Samen ins Fruchtfleisch eingebettet sind, wie es beispielsweise bei Johannisbeeren der Fall ist. Die Samen der Erdbeere sind jedoch die kleinen Nüsschen, die auf der Außenhaut zu erkennen sind. Botanisch betrachtet sind Erdbeeren daher Sammelnussfrüchte, die zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) zählen. Es gibt übrigens von Mieze Schindler über Malwina und Honeoye bis Sonata rund tausend (alte) Erdbeer-Sorten, im Handel etabliert haben sich aber höchstens zehn.

Erdbeeren: lecker und überaus gesund

Das Aroma von Erdbeeren ist eine durchaus komplexe Sache: In ihnen finden sich bis zu 360 geschmacksrelevante Substanzen, berichten Forscher vom Quedlinburger Julius-Kühn-Institut (JKI). Zum Vergleich: Bei Kirschen sind lediglich drei Substanzen fürs Aroma entscheidend.

Neben dem einzigartigen Geschmack zeichnen sich die appetitlichen Früchte durch besonderen Reichtum an diversen und Mineralstoffen aus. Sie eignen sich daher exzellent für eine gesunde Ernährung.

In der Naturheilkunde schätzt man Erdbeeren als Heilmittel gegen Gicht und rheumatische Erkrankungen. Inzwischen weiß man, dass diese Effekte vor allem auf dem hohen Gehalt an Salicylsäure beruhen. Darüber hinaus gelten Erdbeeren vor allem wegen ihres Eisengehaltes als Mittel gegen Blutarmut. Da sie zudem viel Kalzium enthalten, schützen sie die Knochen vor Osteoporose, ihr hoher Kalium- und Magenesiumanteil schützt das Herz. Die in den Erdbeeren enthaltenen Phenolsäuren wirken krebsvorbeugend.

Von dem antioxidativ wirkenden Radikalenfänger Vitamin C enthält die Beere mehr als Zitronen oder Orangen. Die Inhaltsstoffe Kalium und Asparaginsäure regen den Stoffwechsel an, entwässern und entschlacken.

Erdbeeren sind reich an Folsäure

In Sachen Folsäure ist die Erdbeere sogar eine Rekordfrucht. Besonders bedeutend ist Folsäure, da sie an allen Wachstums- und Erneuerungsprozessen im Körper beteiligt ist. Zellen, die sich rasch erneuern müssen, – beispielsweise Blutzellen oder Zellen in der Lunge –, sind auf eine gute Versorgung mit Folsäure angewiesen. So haben Kinder, Jugendliche und Schwangere einen deutlich erhöhten Folsäurebedarf. Folsäure spielt zudem eine wichtige Rolle bei der Entgiftung des Körpers – vor allem bei der Verstoffwechselung von Homocystein, das als einer der Verursacher von Arteriosklerose gilt.

Die faserreiche Sommerfrucht fördert zudem die Verdauung. Die enthaltenen B-Vitamine kommen unter anderem den Nerven zugute, das Vitamin A der Haut. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind Magnesium, Zink und Phosphat.

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Den grünen Stiel der Erdbeere besser erst nach dem Waschen abzupfen, dann gehen weniger Vitamine verloren.
Melanie Kluth/pixelio

Warenkunde Erdbeeren: Einkauf und Lagerung

Beim Einkauf von Erdbeeren sollte man darauf achten, dass die Kelchblätter frisch sind – denn dann sind es auch die Früchte. Da Erdbeeren zu den empfindlichsten Produkten aus dem Obstsortiment gehören, sollten sie besonders schonend behandelt werden. Hier einige Tipps:

  • Erdbeeren möglichst vorsichtig transportieren. Gut geeignet ist ein flacher Korb. In Tüten oder Taschen werden die empfindlichen Beeren leicht zerquetscht.
  • Erdbeeren sofort verzehren, sonst leidet das feine Aroma.
  • Vor dem Verzehr Erdbeeren nur kurz abbrausen oder vorsichtig in einer Schüssel mit Wasser waschen. Ein harter Wasserstrahl kann die Früchte verletzen, sie verlieren Saft und Aroma.
  • Stiele und Blätter erst nach dem Waschen abzupfen.
  • Früchte erst kurz vor dem Servieren zuckern, sonst ziehen sie viel Saft und werden weich und matschig.
  • Werden Erdbeeren mit anderen Zutaten - zum Beispiel im Obstsalat – kombiniert: Zunächst diese fertig zubereiten, zuletzt erst die Erdbeeren zugeben.
  • Zum Einfrieren Früchte auf einem Backblech verteilen und vorgefrieren. Anschließend in Beutel oder Schalen füllen und zur längeren Aufbewahrung einfrieren. So werden die Erdbeeren nicht matschig und kleben nicht zusammen.
Essen gegen Krebs
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    Kohl

    Wer viel Weiß-, aber auch Rotkohl isst, versorgt seinen Körper mit Allylisothiocyanat, einer Biosubstanz, die krebsauslösende Stoffe blockiert.

    Getty Images/iStockphoto

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    Blaubeeren

    Vor allem Waldblaubeeren liefern Delphinidin. Die Substanz bewies im Labortest, dass sie das Wachstum von Tumorzellen abbremst und sie sogar abtötet.

    Getty Images/iStockphoto

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    Äpfel

    Äpfel enthalten jede Menge Proanthocyanidine. Diese Pflanzensubstanzen gehören zu den stärksten Antioxidanzien - sie können auch Zellschützer genannt werden.

    Getty Images/iStockphoto

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    Brokkoli

    Beim Verdauen von Brokkoli bildet sich Sulforaphan, ein hochpotenter Stoff, der den Tod von Krebszellen auslösen kann.

    Getty Images/Hemera

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    Erdbeeren

    Die süßen Früchte enthalten Ellagsäure. Sie kann krebsaktivierende Stoffe im Körper hemmen und das Wachstum von Tumorzellen bremsen.

    Getty Images/iStockphoto

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    Grüner Tee

    Wenn der Tee bis zu zehn Minuten zieht, werden große Mengen an Catechenen freigesetzt. Diese Moleküle bewiesen in Studien krebshemmende Eigenschaften.

    Getty Images/Zoonar RF

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    Knoblauch

    Beim Zerdrücken und Kauen von Knoblauch sowie Zwiebeln entsteht Allicin, das vor Magen- und Speiseröhrenkrebs schützen kann.

    (Thinkstock)

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    Kurkuma

    Das gelbfärbende Gewürz enthält Curcumin, das in Laborversuchen eine starke Wirkung gegen Krebszellen aufweist.

    Getty Images/iStockphoto

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    Sojabohnen

    Isoflavonoide, die Pflanzenhormone in Soja, helfen nicht nur gegen Wechseljahrsbeschwerden. Studien beweisen eine Schutzwirkung vor Brust- und Prostatakrebs.

    (Thinkstock)

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    Tomate

    Reife Tomaten enthalten Lycopin. Dieses Carotinoid macht Tomaten rot. Kombiniert mit etwas Fett entfaltet es eine starke krebshemmende Wirkung.

    Getty Images

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    Weintrauben

    Früchte, Saft, aber auch Wein enthalten Resveratrol. Die Biosubstanz schützt gesunde Zellen und bremst Krebszellen aus.

    (c) Medioimages/Photodisc

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    Zitrusfrüchte

    Zitrone, Orange und Grapefruit liefern bestimmte Polyphenole, die nicht nur Entzündungen hemmen, sondern auch direkt gegen Krebszellen wirken.

    (c) Medioimages/Photodisc

Autor: Anna Haugg / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 27. Juni 2013
Durch: Sarah Wagner
Quellen: Julius Kühn-Institut: BBCH-Codierung der phänologischen Entwicklungsstadien der Erdbeere. http://pub.jki.bund.de/index.php/BBCH/article/view/349 Hausgarten.net: Ist die Erdbeere eine Nuss? www.hausgarten.net/gemuese.../erdbeeren/ist-die-erdbeere-eine-nuss.html aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e.V.: Erdbeeren gestern und heute. http://www.was-wir-essen.de/abisz/erdbeeren_erzeugung_gestern_und_heute.php dpa

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