Regional, frisch, gesund: Die Sorte der Woche

Rote Beete

Rote B(e)ete wirkt unscheinbar, punktet aber mit einem einzigartigen Cocktail gesunder Substanzen

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Rote Beete schmeckt süßlich und leicht bitter. Die meisten kennen das Gemüse süß-sauer eingelegt.
(c) Thinkstock

Wer regionale Produkte genießen will, ist an die Jahreszeiten gebunden. Welche Lebensmittel gerade Saison haben und deshalb besonders frisch und lecker in den (Super-)Marktregalen ausliegen, sagt Ihnen Lifeline mit der Sorte der Woche. Heute: Rote B(e)ete.

Rote Beete (auch: rote Bete) gibt Heringssalat seine typische Farbe. Die beruht auf der hohen Konzentration an Betanin, einem Polyphenol. In der Vergangenheit wurde die Rübe daher auch als Färbemittel eingesetzt. Aber zurück zur Roten Beete als Lebensmittel: Hier kann die Knolle gleich vielfach punkten: Rote Beete ist reich an Folsäure, Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor, Jod, Natrium, Vitamin C, Vitamine aus der B- Gruppe und dem Provitamin A. Die rote Farbe der Rüben rührt vom Betanin her. Es gilt als erwiesen, dass Polyphenole das Immunsystem stärken.

Nierenstein-Patienten sollten mit Roter Beete aufpassen

Rote Beete schmeckt süßlich und leicht bitter. Die meisten kennen das Gemüse süß-sauer eingelegt. Dabei schmeckt die Knolle auch in Suppen, Eintöpfen, als Rohkost und Saft oder als Gemüsebeilage. Essbar sind auch die gekochten Blätter der Rübe. Menschen, die eine Anlage zur Nierensteinbildung haben, sollten mit Roter Beete genau wie mit Rhabarber vorsichtig sein, da sie viel Oxalsäure enthält. Sie fördert die Steinbildung.

Um Rote Beete zuzubereiten, ist sie zunächst gründlich zu waschen. Dabei darf die Schale nicht verletzt werden, weil der rote Saft sonst ausblutet und das gesunde Gemüse an Geschmack verliert. Die Knolle nach dem Waschen mit Schale in Salzwasser kochen - je nach Dicke bis zu einer Stunde. Danach die Schale abziehen. Da Rote Beete extrem stark färbt, empfiehlt es sich, dabei Haushaltshandschuhe zu tragen. Falls nach dem Verzehr von viel Roter Beete Urin oder Stuhl rot werden: Keine Sorge, das ist normal. 

Rezept-Tipp: Rote-Beete-Auflauf

Zutaten (für vier Personen):

  •     600 g Rote Beete
  •     100 ml Buttermilch
  •     100 ml Rahm
  •     100 g geriebener Bierkäse
  •     1 Bund Schnittlauch
  •     Salz
  •     frisch gemahlener Pfeffer
  •     1 Lorbeerblatt
  •     1 TL Kümmel
  •     1 EL Essig
  •     1 Knoblauchzehe
  •     Öl

Zubereitung:

  1. Die gewaschene Rote Beete gut waschen in einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Das Lorbeerblatt, Salz, Kümmel und Essig zugeben. Aufkochen lassen und das Gemüse 50 bis 60 Minuten garen.
  2. Die Knoblauchzehe schälen, längs halbieren und eine niedere Auflaufform damit ausreiben. 2-3 Tropfen Öl in die Form geben und mit einem Backpinsel verstreichen. Den restlichen Knoblauch fein hacken.
  3. Den Backofen auf 180 Grad Celsius vorheizen.
  4. Wenn die rote Beete gar ist, das Kochwasser abschütten und das Gemüse mit kaltem Wasser abschrecken. Die Rote Beete vorsichtig schälen und in fünf Millimeter dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben wie Dachziegel in die Form legen, salzen, pfeffern und mit Knoblauch würzen. Anschließend den geriebenen Käse darauf verteilen. Buttermilch und Rahm verquirlen und über das Gemüse verteilen.
  5. Den Auflauf im Backofen in mittlerer Höhe 20 Minuten überbacken, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Vor dem Servieren geschnittenen Schnittlauch darüber streuen. Guten Appetit!
Gemüse, das Krebs vorbeugt
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    Bohnen, vor allem kleine rote und die beliebten Kidneybohnen, sind reich an antioxidativen Substanzen. Ihre ORAC-Werte (Oxygen Radical Absorbance Capacity) liegen zwischen 14.000 und 15.000 (zum Vergleich: Holunder enthält ähnlich viele Antioxidantien). Aber auch schwarze (7500) und Augenbohnen (4000) können sich sehen lassen.

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    Wie bei Äpfeln hängt die antioxidative Kraft der Knollen von der Sorte ab: Während helle Kartoffeln zwischen 1000 und 1700 ORAC-Einheiten liefern, kommen Süßkartoffeln mit Schale auf etwa 2000.

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    Avocado

    Die fettreiche, herzgesunde Avocado bringt es auf rund 2000 antioxidativ wirkende Einheiten pro hundert Gramm.

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    Das Diallylsulfid in Knoblauch wirkt Krebs vorbeugend. 5700 ORAC-Einheiten liefern die scharfen Zehen.

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    Rotkohl bringt es auf ORAC-Zahlen zwischen 2000 und 3000, Grünkohl auf etwa 2000, Brokkoli auf knapp 1000 und weißer Blumenkohl auf etwa 700.

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    Auf die Sorte kommt es an, wi gut Salat die Zellen vor Schäden schützt. Hohe ORAC-Werte haben zum Beispiel Kopfsalat, rote Blattsalate sowie Rucola. Eisberg- oder Romanasalat dagegen liefern nur wenige Stoffe, die freie Radikale abfangen.

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Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 13. März 2014
Quellen: Nach Informationen von Wissenshunger, stern.de, Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Stadt Wien

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