Viel Eiweiß, keine Kohlenhydrate

Stoffwechsel-Diät

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Täglich Fleisch, Eier, Fisch und Gemüse, aber kaum Brot und nichts Süßes - das soll den Stoffwechsel auf Trab bringen.
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Täglich Fleisch, Eier, Fisch und Gemüse, aber kaum Brot und nichts Süßes. Die Stoffwechseldiät soll den Energieumsatz des Körpers so verändern, dass er schlank wird und dauerhaft bleibt.

Es kommt darauf an, wie der Stoffwechsel getaktet ist: Ein langsamer Stoffwechsel führt dazu, dass der Körper Fettdepots anlegt. Bei einem schnellen Umsatz wiederum wird viel Energie verbraucht und Übergewicht stellt sich daher nicht ein. Die Stoffwechseldiät versucht, mit einer Modifizierung des Stoffwechselimpulses das Gewicht zu beeinflussen. Sie verspricht, auf diese Weise nicht nur in zwei Wochen bis zu zehn Kilogramm Körperfett abzubauen. Die Ernährungsweise soll sogar den Stoffwechsel so umstellen, dass eine dauerhafte Gewichtszunahme verhindert wird. Und das sogar mindestens noch ein Jahr, nachdem die Diät beendet ist.

Wie die Stoffwechseldiät funktioniert

Wer die so genannte Stoffwechseldiät entwickelt hat, ist nicht bekannt. Der strikte Diätplan sieht vor, dass Kohlenhydrate weitgehend vermieden werden sollten. Damit handelt es sich bei dieser Ernährungsform also um eine modifizierte Low-Carb-Diät. Brot, Nudeln und Kartoffeln sind strikt verboten. Denn Kohlenhydrate werden aus Zuckermolekülen gebildet. Diese wiederum lassen den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen und danach wieder absinken. Diese Schwankung ruft Hunger hervor. Die Stoffwechseldiät mit ihrem Kohlenhydratverbot soll das verhindern. Der Blutzuckerspiegel bleibt konstant. Auf diese Weise soll schnelles Abnehmen ohne Hungern möglich werden.

Strenge Regeln für jeden Tag

Die Stoffwechseldiät verbietet nicht nur weitgehend Kohlenhydrate, sondern auch Zucker, Salz und wie die meisten anderen Diäten das Trinken von Alkohol. Als Getränke eignen sich Mineralwasser, Tee, aber auch Kaffee. Der Ernährungsplan für die beiden Wochen ist genau festgelegt und lautet wie folgt:

  • 1. Tag: Morgens schwarzer Kaffee, mittags zwei gekochte Eier und Spinat. Abends Steak und Salat – alles selbstverständlich ungesalzen.
  • 2. Tag: Zum Frühstück ein trockenes Brötchen und schwarzer Kaffee, mittags Steak und Salat, abends gekochter Schinken.
  • 3. Tag: Morgens wie am zweiten Tag. Mittags zwei gekochte Eier, Salat und abends gekochter Schinken und Salat.
  • 4. Tag: Morgens wie Tag 2 und 3, mittags ein gekochtes Ei, Hartkäse und Karotten, abends Naturjoghurt.
  • 5. Tag: Morgens Karotten mit Zitrone und schwarzer Kaffee, mittags gedünsteter Fisch und Tomaten, abends Steak mit Salat.
  • 6. Tag: Morgens wie Tag 2. Zum Mittagessen gegrilltes Huhn mit Gemüse, abends zwei gekochte Eier und Karotten.
  • 7. Tag: Morgens Tee mit Zitrone, mittags Steak und Obst, abends ein Hauptgericht nach Wahl der vergangenen Tage.

Nach der ersten Woche wird einfach der Speiseplan der Startwoche nochmal wiederholt.

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Für wen die Stoffwechseldiät geeignet ist

Aus medizinischer Sicht ist diese Ernährungsform wenig empfehlenswert. Gefährlich kann sie auf jeden Fall für Diabetiker, Menschen mit einer Fettstoffwechselstörung und Nierenerkrankungen sein. Auch Herz-Kreislauf-Patienten sind mit der Stoffwechseldiät schlecht beraten. Vor allem ein Frühstück ohne Kalorien (siehe erster und siebter Tag) kann zu Herzrhythmusstörungen führen.

Pro und Kontra Stoffwechseldiät

Für diese Diät spricht die rasche Gewichtsabnahme. Der strenge Speiseplan bringt tatsächlich in zwei Wochen mindestens fünf Kilo Gewichtsverlust. Gegen die Stoffwechseldiät gibt es jedoch eine Menge Argumente. So ist ihre Wirkung niemals in wissenschaftlichen Studien belegt worden. Ernährungswissenschaftler warnen darüber hinaus vor so einseitigen, strengen Diäten wie der Stoffwechseldiät. Heißhungerattacken und nach dem Ende der Diät ein Jo-Jo-Effekt sind vorprogrammiert. Zusätzlich belastet die eiweißreiche Ernährung die Nieren. Grundsätzlich gilt, dass Diäten, die keine dauerhafte Ernährungsumstellung bewirken, auf lange Sicht erfolglos sind.

Die besten Diät-Tipps
1 von 10
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    1. Fettverbrenner Sport

    Lohnt sich Sport? Rechenexempel: Einmaliges Walken von zehn Kilometern verbraucht 50 Gramm Fett. Dreimal die Woche macht's 150 Gramm oder 7,8 Kilo im Jahr.

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    2. Wasser marsch!

    Wenn Sie eine halbe Stunde vorm Essen ein Glas lauwarmes Wasser trinken, hat Ihr Magen schon eine Füllung. Die folgende Mahlzeit wird dann nicht mehr so üppig!

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    3. Obst und Rohkost:

    Wenn Sie es vertragen, beginnen Sie jede Mahlzeit mit einem Salatteller oder Stück Obst. Sie brauchen dann nicht mehr so viel Nudeln oder Schnitzel mit Pommes.

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    4. Können Sie kauen?

    Die Verdauung beginnt im Mund: Durch Kauen wird die Nahrung mechanisch zerkleinert und mit Speichel gleitfähig. Kauen Sie jeden Bissen mindestens 30 Mal.

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    5. Wann ist die Mahlzeit zuende?

    Stopp, wenn Sie satt sind! Lassen Sie auch mal was liegen, selbst wenn Sie mit "aufessen, was auf dem Teller ist" groß wurden. Und den Teller nicht voll packen.

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    6. Wenn der kleine Hunger kommt…

    Wer Sie sich mit Vollwertigem satt isst, dem reicht es meist bis zur nächsten Hauptmahlzeit. Während Süßes oder Weißmehlprodukte zu Heißhunger führen.

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    7. Gar nichts Süßes mehr?

    Süßigkeiten enthalten leere Kalorien, also Nahrungsenergie ohne Vitamine oder Mineralstoffe. Also nur selten davon naschen, wenn aber, dann bewusst genießen.

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    8. Prost – oder lieber nicht?

    "Leere Kalorien" stecken auch im Alkohol. Er steht reinem Fett mit seinen Kalorien pro Gramm kaum nach. Wer täglich Bier oder Wein trinkt, wird kaum abnehmen!

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    9. Die Waage im Blick – aber nicht zu oft!

    Wie wär's mit einmal Wiegen pro Woche am Sonntagmorgen vorm Frühstück? Dann können Sie überlegen, was Sie in der Woche falsch oder richtig gemacht haben.

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    10. Schnelle Hilfe: Entlastungstage

    Haben Sie's übertrieben? Schieben Sie einen Entlastungstag ein! Essen Sie nur Obst bis auf Bananen und Trauben. Genauso geht ein Saft- oder Reistag.

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Letzte Aktualisierung: 10. März 2014

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