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Potenzprobleme: Oft liegt es am Blutdruck

Bluthochdruck ist in den Augen einiger Männer so harmlos wie Faltenbildung: ein unangenehmes aber harmloses Übel. Doch sie irren. Ein erhöhter Blutdruck (Hypertonie) kann viele andere Erkrankungen zur Folge haben - nicht zuletzt Erektionsstörungen. Fast jeder dritte Bluthochdruck-Patient leidet unter mittelschweren bis schweren Erektionsstörungen.

Der Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und erektiler Dysfunktion erscheint auf den ersten Blick kompliziert. Denn der Weg von der Hypertonie zur Erektionsstörung geht über die Arteriosklerose. Bluthochdruck ist nämlich ein entscheidender Risikofaktor für Arteriosklerose, die nachweislich Erektionsstörungen fördert.

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Hochdruck begünstigt Arteriosklerose

Arteriosklerose macht sich meistens zuerst in den kleineren (peripheren) Arterien bemerkbar, auch am Penis. Sind diese arteriosklerotisch verändert, kommt es auf Dauer zu Durchblutungsstörungen. In die Schwellkörper kann deshalb nicht mehr so viel Blut hineinfließen, wie für eine Erektion notwendig wäre.

Warum Bluthochdruck Arteriosklerose begünstigt, lässt sich relativ leicht erklären: Durch den erhöhten Druck in den Gefäßen kommt es leicht zu kleinsten Rissen in der dünnen Gefäßinnenhaut. An der rauen Oberfläche dieser Verletzungen lagern sich leicht Fette und Blutgerinnsel an, die dann die Arterien verengen können.

Blutdruck über 140/90 mmHg ist bedenklich

Mediziner sprechen von einer Hypertonie, wenn der untere (diastolische) Wert über 90 mmHg und der obere (systolische) über 140 mmHg liegt. Der hohe Blutdruck kann lange Zeit unbemerkt bleiben, denn nicht immer treten Symptome - etwa Schwindel, Kopfschmerzen und Sehstörungen - auf. Oft diagnostiziert der Arzt die Hypertonie erst, wenn der Patient bereits erste Folgeerscheinungen, wie zum Beispiel Erektionsstörungen, zeigt.

Erektionsstörungen lassen sich bei Hypertonie-Patienten gut mit Potenzpillen behandeln, denn diese wirken der Durchblutungsstörung entgegen: der Wirkstoff verhindert, dass sich die glatte Muskulatur der Gefäße und Schwellkörper zusammenzieht. In den Penis kann somit verstärkt Blut fließen. Potenzpillen sind für Patienten mit Hypertonie eine Soforthilfe und können verhindern, dass sich eine Erektionsstörung durch Versagensängste verfestigt.

Hypertonie muss unbedingt behandelt werden

Der hohe Blutdruck schädigt jedoch die Gefäße an verschiedenen Stellen des Körpers - nicht nur im Penis. Besonders gefährlich sind Schäden an den Herzkranzgefäßen oder den Arterien, die das Gehirn versorgen. Darum muss die Hypertonie unbedingt therapiert werden. Es gibt eine ganze Reihe von Medikamenten, die gegen Bluthochdruck wirken, z.B. harntreibende Wirkstoffe (Diuretika) oder ACE-Hemmer. Welches im individuellen Fall geeignet ist, entscheidet der Arzt nach einer gründlichen Untersuchung von Herz und Kreislauf.

Die Blutdruck-Medikamente wirken am besten, wenn der Patient gesund lebt und auf fette Speisen, Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum verzichtet. Auch regelmäßige Bewegung fördert einen normalen Blutdruck. (kig)


Autor: Springer Medizin
Stand: Feb 6, 2008


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