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Funktion

Wie eine normale Erektion verläuft

Bei der Erektion fließt vermehrt Blut in den Penis. Dadurch steigt der Druck: Der Penis richtet sich auf. Fließt das Blut wieder ab, lässt die Erektion nach: Der Penis erschlafft. Diese komplexen Vorgänge werden von Nerven gesteuert. Eine wichtige Rolle spielen die Schwellkörper im Penis.

Penisschwellkörper spielt zentrale Rolle bei der Erektion

Das wichtigste Schwellkörpersystem im Penis, das Corpus cavernosum (Penisschwellkörper), ist für die Versteifung des Glieds verantwortlich. Es entspringt am Beckenknochen und verläuft in der Penisoberhälfte bis direkt unter die Eichel. Der Blutfluss in diesem zweigeteilten, paarig angeordneten Schwellkörper spielt eine zentrale Rolle bei der Erektion. Im Ruhezustand ist der Penisschwellkörper normal durchblutet, der Penis ist erschlafft und befindet sich in "hängender Position".

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Mediziner unterteilen die Erektion in fünf Phasen

Der exakte Prozess der Erektion ist noch nicht bis ins letzte Detail geklärt, die grundsätzlichen Vorgänge sind jedoch bekannt. Mediziner unterscheiden fünf Phasen:

1. Latenzphase

Durch erotische Reize werden Nervenzentren in Gehirn und Rückenmark stimuliert. Die Zentren senden Impulse über die Penisnerven zum Schwellkörpergewebe, das Botenstoffe freisetzt. Diese Substanzen lassen das Muskelgewebe erschlaffen und die Blutgefäße im Penis weiter werden. So kommt es zu einem enormen Bluteinstrom, der etwa 700% des Ruheflusses beträgt. Die Flussgeschwindigkeit wird auf etwa das 25fache gesteigert. Die Penisschwellkörper füllen sich immer mehr mit Blut, wodurch sich das Glied verlängert.

2. Tumeszenzphase

Durch die zunehmende Blutfülle im Penisschwellkörper steigert sich auch der Druck. Dieser wirkt auf die venösen Abflussgefäße, sodass weniger Blutes abfließen kann - der Penis vergrößert sich.

3. Erektionsphase

Mit zunehmender Größe des Penis entsteht allmählich ein Gleichgewicht zwischen Blutzufluss und Blutabfluss. Der Bluteinstrom sinkt wieder nahezu auf Normalwerte. Die drei ersten Phasen werden allein von den Penisnerven gesteuert.

4. Rigiditätsphase

In dieser Phase sind an der Penisversteifung auch Nerven beteiligt, welche die Beckenbodenmuskulatur steuern. Durch die Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur wird der Blutabfluss vollständig unterbrochen. Der Druck im Schwellkörperinneren übersteigt jetzt den Blutdruck. Der Penis ist nunmehr vollständig versteift und steht in einem Winkel von etwa 90 Grad vom Körper ab. Steife und Position des Penis machen jetzt den Geschlechtsverkehr möglich.

5. Detumeszenzphase

Nach dem Samenerguss (Ejakulation) fließt - unter Einfluss des vegetativen Nervensystems - das Blut über die venösen Blutgefäße ab. So nimmt die Versteifung ab, bis der Penis wieder seine ursprüngliche Größe hat.


Autor: Springer Medizin
Stand: Feb 6, 2008


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