Mann, im Bett liegend und genervt schauend

Sexualität und Psyche

Impotenz mindert Lebensqualität

Erektionsstörungen sind eine ernstzunehmende Erkrankung, die nicht nur "seinen" Spaß im Bett mindert, sondern weitreichende Konsequenzen haben kann - für den betroffenen Mann ebenso wie für seine Partnerin. Daher ist eine wirksame Therapie wichtig, um den drohenden Teufelskreis vom Versagen im Bett bis zum Rückzug von der Partnerin zu durchbrechen.

Viele jüngere Menschen können es sich zwar nicht richtig vorstellen, doch immer mehr Studien belegen, dass die Sexualität auch im Alter wichtig bleibt. Es gibt Schätzungen, nach denen 30 bis 70 Prozent der Männer im Alter über 60 Jahren noch sexuelle Beziehungen eingehen und bis zu 40 Prozent der 70-jährigen Männer noch einmal in der Woche Geschlechtsverkehr haben. Von Männern im Alter zwischen 50 und 80 Jahren, die an einer Befragung teilnahmen, gaben 13 Prozent an, ihnen sei Sex noch sehr wichtig, für 29 Prozent war er immerhin noch wichtig, 41 Prozent fanden Sex gelegentlich erfreulich und nur 17 Prozent meinten, ohne ihn leben zu können.

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Erektionsstörungen mindern Lebensqualität

Da die Lust im Alter also kaum nachlässt, gleichzeitig jedoch die Häufigkeit von Erektionsstörungen bei Männern zunimmt, liegen Konflikte nahe. Auch das belegen immer mehr Studien: Wenn "er" im Alter nicht mehr kann, ist das keine Bagatelle, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung, die vielfältige Folgen haben kann. So beeinflusst sie beispielsweise die so genannte gesundheitsbezogene Lebensqualität des Patienten. Dieser subjektive, also objektiv nicht messbare Parameter, wird in der modernen Medizin zunehmend berücksichtigt. Er umfasst seelische, körperliche und soziale Aspekte des Lebens sowie die Zufriedenheit eines Menschen mit seiner Gesundheit.

Diese gesundheitsbezogene Lebensqualität ist bei Männern mit Erektionsstörungen signifikant geringer als bei Männern ohne derartige Probleme. In einer Studie mit mehr als 5.000 Teilnehmern waren bei Betroffenen beispielsweise insbesondere die Qualität der sexuellen Intimität, der tägliche Umgang mit Frauen, die sexuelle Phantasie und die Wahrnehmung der eigenen Männlichkeit gestört. In anderen Untersuchungen verminderten Erektionsstörungen die körperliche und emotionale Zufriedenheit sowie das generelle Glück.

Impotenz kann psychische Folgen haben

Der negative Einfluss der Impotenz kann so weit gehen, dass ernsthafte seelische Probleme daraus resultieren: So entwickeln viele Männer mit Erektionsstörungen beispielsweise Ängste vor dem Geschlechtsverkehr und ein vermindertes Selbstbewusstsein. Hält die Impotenz länger an, droht hieraus eine fatale Abwärtsspirale, die letztendlich in einer allgemeinen Depression, einem Rückzug von der Partnerin oder der gesamten Familie bis hin zur völligen Isolation enden kann. Dementsprechend leiden häufig nicht nur die Männer, sondern auch ihre Partnerinnen unter den sexuellen Problemen und deren Auswirkungen.

Potenz-Pillen bessern nicht nur Erektion

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie hilfreich und wichtig eine optimale Behandlung der Impotenz sein kann. So bessern beispielsweise die neuen Tabletten gegen erektile Dysfunktion nach dem derzeitigen Wissensstand vermutlich nicht nur die Erektionen der Männer. Denn lassen die Probleme im Bett nach und gelingt es dadurch, die Abwärtsspirale zu durchbrechen, kann auch die Lebensqualität wieder zunehmen - sowohl der Betroffenen als auch ihrer Partnerinnen.


Quelle: Mulhall JP: Patient Issues in the Treatment of Erectile Dysfunction. www.medscape.com
Autor: Springer Medizin
Stand: Feb 19, 2007


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