
Medikamentöse Therapie
Die Potenzpillen im Vergleich
Erektionsstörungen sind viel häufiger als gedacht, fanden Ärzte der Berliner Charité heraus. In einer Befragung von knapp 1.900 Männern gaben altersabhängig zwischen 28 und 82% der Befragten Probleme mit der Potenz an. Ein großer Markt für Potenzmittel - kein Wunder, dass gleich drei große Firmen mit entsprechenden Pillen auf dem Markt sind.
Immer im Oktober feiert die Potenzpille Viagra (Wirkstoff Sildenafil) ihren deutschen Geburtstag, 2008 ihren zehnten. Ein unglaublicher Erfolg, der der Konkurrenz natürlich keine Ruhe ließ. Seit 2003 sind mit Cialis (Wirkstoff Tadalafil) von Lilly und Levitra (Wirkstoff Vardenafil) von Bayer gleich zwei Konkurrenten angetreten.
Die Wirkprinzip ist das gleiche
Alle drei Mittel wirken nach dem gleichen Prinzip: Sie hemmen das Enzym Phosphodiesterase 5. Dadurch erschlafft die glatte Muskulatur, wodurch vermehrt Blut in den Penis einfließen kann. Doch die neuen Pillen sollen besser wirken und auch Patienten helfen, denen Sildenafil kein Standvermögen bescherte. Zahlreiche Studien heben die Vor- und Nachteile der drei Substanzen hervor. Im Unterschied zu Sildenafil (Viagra) seien z.B. bei Tadalafil (Cialis)in der Testphase keine Sehstörungen aufgetreten, berichtet die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift Test . Vardenafil (Levitra) hingegen soll laut Hersteller seltener Kopfschmerzen verursachen als Sildenafil.
Arzt muss Potenzpillen verschreiben
Ganz gleich, welches der drei Präparate eingenommen wird, der Gang zum Arzt ist immer der erste Schritt. Denn Potenzmittel sollten nur nach vorheriger Untersuchung und Beratung durch einen Arzt verschrieben und eingenommen werden. Wer sich Potenzpillen ohne Rezept, z.B. über das Internet besorgt, liebt gefährlich!
Potenzpillen: Wirkungen und Nebenwirkungen
- Sildanefil (Viagra):Wirkungen
Setzt nach 20-30 Minuten ein, erreicht nach ca. 70 Minuten Wirkmaximum; Wirkdauer bis zu 4 Stunden. Isst der Mann bei der Einnahme etwas, kann sich der Eintritt der Wirkung verzögern. Die Wirksamkeit ist sehr gut untersucht. Sildenafil hat eine Erfolgsquote von 82%. Eine zweite Dosis darf frühestens nach 24 Stunden genommen werden. - Sildanefil (Viagra): Nebenwirkungen
Darf nicht mit Nitraten (Herzmittel) oder anderen Arzneimitteln eingenommen werden, die die Stickstoffmonoxid-Konzentration erhöhen. Greift auch die Netzhaut des Auges an, ist nicht geeignet für Patienten mit erblicher Netzhautdegeneration. Häufige Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Schwindel, Hautrötung mit Hitzewallungen, Gesichtsrötung, Sodbrennen, verstopfte Nase. - Vardenafil (Levitra): Wirkungen
Schnelle Wirkung, bereits nach 10 Minuten, und hält bis zu
12 Stunden. Die Erfolgsquote von Levitra liegt bei 87%. Kann täglich genommen werden.
. - Vardenafil (Levitra): Nebenwirkungen
Ähnlich wie bei Sildenafil (Viagra). Darf auf keinen Fall mit Nitraten (Herzmittel) oder anderen Arzneimitteln, welche die Stickstoffmonoxid-Konzentration erhöhen, eingenommen werden. Kopfschmerzen und Schwindel seltener als bei Sildenafil. Auftreten können Hautrötung mit Hitzegefühl, Gesichtsrötung, Sodbrennen, eine verstopfte Nase. - Tadalafil (Cialis): Wirkungen
Wirkeintritt nach etwa 45 Minuten. Sehr lange Wirkdauer über 24 Stunden ermöglicht auch spontanen Sex. Die Erfolgsquote von Tadalafil liegt bei 81%. - Tadalafil (Cialis): Nebenwirkungen
Wie bei Sildenafil (Viagra). Darf der Patient niemals mit Nitraten (Herzmittel) oder anderen Arzneimitteln nehmen, welche die Stickstoffmonoxid-Konzentration erhöhen. Die lange Wirkdauer erhöht die Gefahr von Arzneimittel-Wechselwirkungen und die Dauer evtl. auftretender Nebenwirkungen. Häufige Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Schwindel, Hautrötung, Hitzegefühl, Gesichtsrötung, Sodbrennen, verstopfte Nase.





