Laborwerte A - Z

Blutungszeit

Die Blutungszeit bestimmt die Zeit von der Verletzung bis zur Stillung der Blutung. Mithilfe dieses Laborwerts kann eine Aussage über die Fähigkeit zur Blutgerinnung getroffen werden.

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Die einfache Messung der Blutungszeit gibt Aufschluss über die Funktion der Blutgerinnung.
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Wie lange blutet eine Wunde? Mit der Messung der Blutungszeit können Störungen der Blutgerinnung beim Patienten erkannt und die Funktion der Blutplättchen (Thrombozyten) und Blutgefäße untersucht werden.

Messung der Blutungszeit bei Verdacht auf Gerinnungsstörungen

Um die Blutungszeit zu messen, gibt es verschiedene Methoden:

Bei der Methode nach Ivy wird zunächst eine Blutdruckmanschette am Oberarm angelegt und ein leichter, gleichmäßiger Druck eingestellt. Danach wird ein winziger Schnitt weiter unten am Arm gesetzt. Das austretende Blut wird in regelmäßigen Abständen abgetupft.

Bei einer anderen Methode wird die Blutungszeit nach einem Stich ins Ohrläppchen oder in den Finger gemessen. Mit einem Stück Papier wird das Blut dann aufgesogen.

Blutungszeit: Wie sind die Normalwerte definiert?

Entscheidend ist immer die Zeit, bis die absichtlich hervorgerufene Blutung zum Stillstand kommt. Je nach Messmethode stoppt die Blutung im unbedenklichen, normalen Bereich zwischen zwei und sieben Minuten.

Ursachen für eine zu lange Blutungszeit

Blutet der Schnitt länger als sieben Minuten, ist die Blutgerinnung gestört. Als Ursachen kommen nicht ausreichend funktionierende Blutplättchen oder eine verminderte Anzahl von Blutplättchen infrage. Ist die Blutungszeit zu lange, so sind weitere Blutuntersuchungen (unter anderem Thrombozyten, Gerinnungsfaktoren wie Fibrinogen, Thromboplastinzeit TPZ, partielle Thromboplastinzeit PTT ) notwendig, um die genaue Ursache der verzögerten Blutgerinnung zu diagnostizieren.

Eine Verminderung der Zahl der Blutplättchen-Zahl tritt zum Beispiel bei Leukämie auf, dem HELLP-Syndrom, Leberzirrhose, Milzabbau und einigen Infektionskrankheiten (Malaria, Ringelröteln, Epstein-Barr-Virus oder Besiedelung mit Helicobacter-pylori-Bakterien).

Auch Störungen des Eiweißhaushalts im Blut (Dysproteinämie), Urämie (Harnvergiftung) und schweren Hypo- bis Afibrinogenämien (Mangel oder Fehlen von Fibrinogen im Blut) können die Ursachen einer langen Blutungszeit sein.

Daneben verlängert die Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS), nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und Medikamenten zur Gerinnungshemmung und Auflösung von Gerinnseln (zum Beispiel bei Thrombosen oder Thrombosegefahr) logischerweise die Blutungszeit.

Was könnten mögliche Ursachen für eine zu kurze Blutungszeit sein?

Eine zu kurze Blutungsdauer hat keine medizinische Bedeutung.

Blutbild: Wichtige Werte und was sie bedeuten

Autor:
Letzte Aktualisierung: 29. Oktober 2015
Durch: es

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