Zwischenmenschliche Beziehungen
Interpersonelle Psychotherapie bei Depression
Bei der interpersonellen Therapie hilft der Therapeut dem Patienten, Ereignisse, die die Depression ausgelöst haben können, zu erkennen und zu erklären. Das kann der Verlust einer nahe stehenden Person sein aber auch Rollenkonflikte, Umstellungen, soziale Isolation oder Defizite in der sozialen Kompetenz können als Auslöser wirken.
In der interpersonellen Psychotherapie (IPT) konzentrieren sich Patient und Therapeut auf die Aufarbeitung zwischenmenschlicher Beziehungen, die eine Depression ausgelöst haben könnten.
In dieser Kurzzeit-Therapie - sie umfasst 16 bis 20 Sitzungen mit je 50-minütiger Dauer werden dem Patienten Techniken vermittelt, die es ihm ermöglichen, mit dem Verlust nahe stehender Personen umzugehen, Rollenkonflikte zu lösen, Kommunikationsdefizite auszugleichen oder eine Distanz zu verletzenden Worten und Beziehungen zu bekommen. Die IPT kann einzeln angewandt oder in Verbindung mit einer medikamentösen Behandlung eingesetzt werden. Sie hilft aber auch, Rückfälle nach einer depressiven Phase zu verhindern.
Wem hilft die Interpersonelle Therapie?
Die IPT ist am nützlichsten für Betroffene,
- die sich mitten in einem aktuellen Konflikt mit anderen befinden
- die sich mit einem Karriereknick nicht abfinden können
- die sich mit ihrer sozialen Rolle nicht mehr zurecht finden (z.B. eine Mutter, deren Kinder erwachsen sind und das Heim verlassen haben) oder
- bei denen andere Lebensveränderungen eingetreten sind, z.B. Ruhestand nach einem langen, erfolgreichen Berufsleben.


