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Tipps für den Alltag

Hoffnung kann Depressionen verhindern

Zwei aktuelle Studien zeigen, dass hoffnungsvolle Menschen weit besser gegen Trauer und Depressionen gewappnet sind und ihr Leben leichter in den Griff bekommen.

Eine Studie an unheilbar kranken Menschen und ihren Pflegern zeigt, dass Hoffnung Depressionen vorbeugen kann. "Wir konnten nachweisen, dass Menschen, die voller Hoffnung sind, weniger Symptome einer Depression aufweisen. Und die gute Nachricht: Hoffen ist eine Fähigkeit ist, die jeder lernen kann", erläutert Jennifer Cheavens, Psychologin von der Ohio-Universität.

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Jennifer Cheavens und ihre Kollegin Laura Dreer von der University of Alabama in Birmingham präsentierten ihre Untersuchung auf dem Symposium der American Psychological Association in Boston.

Die Forscherinnen befragten 97 kranke Testpersonen und ihre Pfleger nach dem Ausmaß ihrer Hoffnung und Depression als Folge ihrer Krankheit. Die Auswertung ergab, dass Pfleger im Schnitt häufiger Symptome einer Depression zeigten, wenn die Patienten selbst von Symptomen geplagt wurden. Jene Betreuer, die über ein hohes Maß an Hoffnung verfügten, hatten hingegen weniger Symptome und fühlten sich zufriedener mit ihrem Leben, selbst wenn ihre Patienten depressiv waren.

Wichtig ist, dass Hoffen immer mit Wünschen und konkreten Zielen verbunden ist. Im Gegensatz zum Optimismus, der eher das generelle Gefühl beschreibt, dass alles gut wird, bedeutet Hoffnung, dass man plant, seine Wünsche und Ziele zu erreichen. "Wer weiß, was er vom Leben erwartet und sich bemüht, es wahr zu machen, der hat Hoffnung", erklärt Cheavens. Die Psychologin erklärt weiter, dass jeder zum hoffnungsvollen Menschen werden kann. Diese Annahme beruht auf den Ergebnissen einer vorangegangenen Studie.

An der Studie, die im Fachmagazin "Social Indicators Research" hatten Menschen teilgenommen, die mit ihrem Leben unzufrieden waren. Die Hälfte der Teilnehmer nahm an einem achtteiligen Seminar teil, das ihnen ermöglichen sollte, Ziele zu definieren und Wege zu finden, um diese Ziele zu realisieren. Die übrigen Teilnehmer erhielten keinen Unterricht. Die Teilnehmer des Seminars zeigten anschließend weniger depressive Symptome als die übrigen Studienteilnehmer.


Quelle: Nach Informationen der Ohio State University
Autor: Sibylle Fünfstück
Stand: Aug 19, 2008


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