Mit Milch gegen Darmkrebs
Kalzium festigt nicht nur Knochen
Milch macht nicht nur müde Männer munter und schützt vor brüchigen Knochen. Milch oder Milchprodukte können auch das Risiko für Darmkrebs erheblich senken. Zurückzuführen ist die positive Wirkung auf den Milchbestandteil Kalzium, berichtet die Ernährungswissenschaftlerin Anja Baustian von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen.
Die Spezialistin bezieht sich dabei auf eine schwedische Studie, an der mehr als 45.000 Männer teilgenommen haben. Danach senkten die Männer, die täglich mehr als 1,5 Gläser Milch getrunken hatten, ihr Risiko an Dickdarmkrebs zu erkranken um 33% gegenüber den Geschlechtsgenossen, die weniger als zwei Gläser Milch pro Woche konsumiert hatten.
Die Wirkung des Kalziums, Darmkrebs vorzubeugen, ist vielschichtig. So kann Kalzium die sekundären Gallen- und Fettsäuren binden. Diese Säuren stehen mit im Verdacht, unter bestimmten Bedingungen eine Zellwucherung in der Dickdarmschleimhaut provozieren zu können. So kann das Kalzium diesen Risikofaktor reduzieren. Kalzium hat zudem Einfluss auf Prozesse wie Zellvermehrung, Zelldifferenzierung und Zelltod, die bei der Entstehung von bösartigen Tumoren eine bedeutende Rolle spielen. Neben seiner Schutzwirkung hinsichtlich der Tumorentstehung ist es auch für die Stabilität und Festigkeit der Knochen und Zähne verantwortlich. Kalzium ist an der Blutgerinnung, der Erregung von Muskeln und Nerven sowie an der Aktivierung von Enzymen und Hormonen beteiligt.
Gründe dafür, kalziumreiche Lebensmittel unbedingt auf dem Speiseplan zu setzen, gibt es also genug. Neben der Milch enthalten besonders Käse, Joghurt, Kefir, Grünkohl und Haselnüsse viel von dem nützlichen Mineralstoff.





