
Wichtig: Vorsorge!
Vitamin D3 senkt Darmkrebsrisiko
Die tägliche Einnahme von ausreichend Vitamin D3 senkt das individuelle Risiko für bestimmte Krebsarten, darunter Darmkrebs, erheblich - möglicherweise um bis zu 50%. Zu diesem Schluss kamen Krebsforscher aus Kalifornien durch eine breit angelegte Untersuchung. Angesichts dieser beeindruckenden Ergebnisse und vor dem Hintergrund der geringen Kosten einer solchen Vorsorgemaßnahme fordern sie nun umgehend die Durchführung einer öffentlichen Kampagne, in der die Einnahme von Vitamin D3 in der Bevölkerung propagiert werden soll.
Nach Ansicht der Autoren belegen die Daten der Studie, dass ein vermehrtes Vorliegen von Vitamin D-Mangel mit einem übermäßigen Auftreten von bestimmten Krebserkrankungen wie Darm-, Brust- und Eierstockkrebs einhergeht.
Die Ergebnisse basieren auf einer umfassenden und systematischen Zusammenfassung wissenschaftlicher Veröffentlichungen, die zwischen Januar 1966 und Dezember 2004 weltweit getätigt wurden. Insgesamt waren 73 beobachtende Studien eingeschlossen, die sich mit der Beziehung zwischen Vitamin-D-Status und Krebsrisiko befasst hatten. Darunter befanden sich auch 30 Untersuchungen, die das spezielle Risiko einer Darmkrebserkrankung durch ein Vitamin-D-Defizit beleuchteten.
Besonders eindrucksvoll belegte die Erhebung einen Zusammenhang zwischen dunkler Hautfarbe, Vitamin-D-Mangel und dem Auftreten von Krebserkrankungen. Bei dunkelhäutigen Menschen wurde weitaus häufiger ein Vitamin-D-Mangel festgestellt als in anderen ethnischen Gruppen. Dies hängt damit zusammen, dass der Körper mithilfe von UVB-Strahlung aus dem Sonnenlicht Vitamin D synthetisieren kann. Die stärkere Pigmentierung der Haut von z.B. Afroamerikanern reduziert diese Fähigkeit.
Im Rahmen der Untersuchung zeigte sich nun, dass die Überlebensraten bei Afroamerikanern mit Darm-, Prostata- und Eierstockkrebs besonders niedrig waren. Auch nach der Bereinigung der Daten um andere Einflussfaktoren wie dem schlechten Zugang zu medizinischer Versorgung, trat dieser Effekt deutlich hervor. Ein Umstand, den die Autoren mit der geringeren Fähigkeit dunkelhäutiger Menschen, Vitamin D zu produzieren, verbanden.
Auf der Grundlage ihrer Untersuchung schlagen die Autoren eine tägliche Dosis an Vitamin D3 von 1.000 Internationalen Einheiten (IU) vor. Möglich sei die Aufnahme des Vitamins auf unterschiedliche Weise, etwa über
- die Zufuhr bestimmter Nahrungsmittel,
- als Nahrungsergänzungsmittel oder
- durch maßvolles Sonnenbaden.
Am einfachsten wäre allerdings die täglich einmalige Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel. Schwieriger ist die alleinige Aufnahme dieser Menge über die Nahrung. Bei Nahrungsmitteln wie Orangensaft, Joghurt und Käse, die als Vitamin-D-Lieferanten infrage kommen, müsse man "hart arbeiten", um 1000 IU zu erreichen, äußerte Cedric F. Garland, Professor im Moores Cancer Center, San Diego. Sonnenbaden schließlich kann Hautschäden verursachen und kommt bei einigen Hauttypen gar nicht erst infrage.






