Wichtig: Vorsorge!
Check-ups schützen vor Darmkrebs
Mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen können Menschen, in deren Verwandtschaft Darmkrebserkrankungen aufgetreten sind, das Risiko selbst zu erkranken, drastisch reduzieren: 80% weniger Fälle würden zu Buche schlagen, so das Ergebnis einer Untersuchung des Verbandes Cancer Research UK. Die Check-ups zur Früherkennung seien in dieser Risikogruppe erst ab 45 Jahre notwendig und sollten dann alle fünf Jahre durchgeführt werden.
An der Untersuchung nahmen über 1.600 Menschen mit wenigstens einem an Darmkrebs erkrankten nahen Verwandten teil. Sie wurden über einen Zeitraum von bis zu 16 Jahren regelmäßig untersucht und beobachtet.
Die Zahl der während der Studie in dieser Gruppe beobachteten Krebsfälle war etwa vergleichbar mit der Zahl der Darmkrebskrankungen in der Gesamtbevölkerung. Nur bei einem kleinen Teil der Studienteilnehmer, die eine Krebserkrankung entwickelt hatten, konnte ein Fehler an einem speziellen Gen und damit ein vererbtes Risiko auf Dickdarmkrebs nachgewiesen werden. Sie waren an Dickdarmkrebs vom Typ HNPCC (hereditary nonpolyposis colorectal cancer) erkrankt. Bei den meisten Krebsfällen, die während der Untersuchung aufgetreten waren, konnte eine genetische Ursache der Erkrankung allerdings nicht bestätigt werden.
Vorsorge ist wichtig!
Regelmäßige Darmspiegelungen könnten die Zahl der Krebstoten in dieser Risikogruppe erheblich senken, schließen die Experten aus ihrer Studie. Denn dadurch können Polypen erkannt und operativ abgetragen werden, bevor sie bösartig entarten. Zudem belege die wissenschaftliche Arbeit, dass die entsprechenden Untersuchungen erst ab einem Alter von 45 Jahren notwendig sind.
In erster Linie sollen jene Menschen mit familiär erhöhtem Risiko für Darmkrebs dazu ermutigt werden, entsprechende Kontrolluntersuchungen einzufordern, sagte ein Sprecher des Wohlfahrtsverbandes Bowel Cancer UK.
In Großbritannien werden jährlich rund 34.000 neue Krebsfälle registriert. In bis zu einem Drittel der Fälle sind Personen betroffen, in deren Familien die Krankheit bereits aufgetreten ist.
Nach Informationen von BBC NEWS





