
Der richtige Arzt
Was die Arztwahl erleichtert
Bei einem Beinbruch oder einer Mittelohrentzündung wünscht sich der Patient vor allem eine rasche, effektive Behandlung. Ob der Arzt einfühlsam ist, spielt bei schnell verheilenden Erkrankungen kaum eine Rolle. Patienten mit Krebs dagegen suchen einen Arzt, dem sie vertrauen können, der Verständnis hat für ihre ganz persönlichen Ängste und Bedürfnisse.
Doch wie erkennt ein Patienten, welcher Arzt langfristig der Richtige für ihn ist? Oft lässt sich die Wahl sicherlich aus dem Gefühl heraus treffen. Es gibt aber auch eine Reihe von Kriterien, die bei der Entscheidung helfen können:
- An erster Stelle: Stimmt die Kommunikation?
- Nimmt der Arzt den Patienten als Individuum wahr?
- Kann der Patient Bedenken, Ängste und Fragen formulieren, auch wenn sie intime Bereiche betreffen?
- Werden Fragen ausreichend und zur Zufriedenheit beantwortet? Oder verwendet der Arzt eine Vielzahl von Fremdwörtern, die für Nicht-Mediziner unverständlich sind?
- Nimmt der Arzt sich Zeit, Zusammenhänge klar darzustellen?
- Wie steht er zu persönlichen Wünschen nach einer Zusatzbehandlung (z.B. Misteltherapie), die nicht zum engen Kreis der konventionellen Therapien zählt, die bei einer Krebserkrankung in Frage kommen?
- Kann der Arzt begründen, warum eine Behandlung abgebrochen wird, auf die er und der Patient eigentlich große Hoffnung gesetzt hatten?
- Wie intensiv hat sich der Arzt mit der Vorgeschichte und Krankheitsfällen innerhalb der engeren Familie des Patienten befasst?
Patienten, die die meisten Fragen mit Ja beantworten, haben eine gute Arztwahl getroffen. Wer jedoch das Gefühl hat, nicht offen mit seinem Arzt sprechen zu können, sollte Mut aufbringen und sich einen anderen suchen. Oft ist es sinnvoll, sich vor der erneuten Wahl eines Spezialisten von der Krankenkasse beraten zu lassen, denn sie weiß häufig, welche Zusatzausbildungen die Ärzte besitzen.






