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CT-Technik

CT produziert Video vom Darminneren

Wie ein Flug durch den Darm wirkt die Computertomographie-Aufnahme vom Darm: Arzt und Patient bekommen nicht ein Bild zu sehen, sondern Hunderte von Aufnahmen, die das Darminnere zeigen. Zusammen ergeben sie einen Film, der eine Darmspiegelung (Koloskopie) simuliert, weshalb Mediziner das Verfahren auch virtuelle Koloskopie nennen.

Die Computertomographie (CT) ermöglicht also eine lebensechte Darstellung des Darminneren. Das räumliche - dreidimensionale - Bild entsteht, indem das CT-Gerät mehrere Strahlenbündel aus verschiedenen Richtungen sendet.

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Röntgenröhre und Detektor drehen sich um den Patienten

Herzstück der CT-Technik ist ein schnell rotierender Ring, auf dem sich eine Röntgenröhre und ein Detektorensystem gegenüber liegen. Der Ring dreht sich während der Untersuchung kontinuierlich um den Patienten. Auch der Patient bewegt sich fortwährend: Er wird auf der Liege ferngesteuert langsam durch den Ring geschoben.

Währenddessen gibt die Röntgenröhre Strahlen ab, die vom Körper des Patienten je nach Gewebestruktur ganz unterschiedlich abgeschwächt werden. Der Detektor auf der anderen Seite misst genau, wie stark die jeweiligen Strahlen noch sind, wenn sie bei ihm ankommen. Mit diesen Informationen lassen sich dann präzise Bilder des Dickdarms berechnen.

Strahlenbelastung relativ gering

Die ermittelten Daten sendet der Detektor an einen Computer. Dieser rekonstruiert daraus zunächst Schichtaufnahmen und anschließend eine Reihe von Bildern, aus denen er am Ende das Video zusammenfügt.

Auch wenn für das Video eine ganze Reihe von Aufnahmen notwendig sind: Die moderne CT-Technologie arbeitet heute mit der Vorgabe einer möglichst geringen Strahlenbelastung. Daher sind Siemens CT Systeme mit speziellen Technologien zur Verringerung der Dosis ausgerüstet.

Von Einschicht zu Mehrschicht: Ein enormer Qualitätssprung

Ärzte arbeiten mit der Computertomographie schon seit Jahrzehnten - vor allem um Krankheiten im Kopf, Brust- und Bauchraum aufzuspüren. Eine genaue Untersuchung des Darminneren ist allerdings erst seit etwa 2000 möglich. Vorher konnten Ärzte nur Einschicht-Aufnahmen vom Darm herstellen, die oft eine so schlechte Qualität hatten, dass viele Polypen nicht zu erkennen waren.

Bei Mehrschicht-CT-Geräten wie dem SOMATOM Sensation von Siemens ist die Technik jedoch so sehr verfeinert worden, dass inzwischen fast alle verdächtigen Polypen gut zu sehen sind. Dies zeigt eine Studie an der New York University, die in der Fachzeitschrift Radiology veröffentlicht wurde.


Autor: Springer Medizin
Stand: Mar 7, 2007


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