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Wie funktioniert die CT?

Krebs-Vorsorge in 15 Minuten: Darm-CT

Wird es unangenehm? Diese Frage beschäftigt alle Patienten vor einer Untersuchung. Im Falle der Darm-CT ist die Antwort leicht, sie lautet: nein. Die Früherkennung von Darmkrebs mit der Computertomographie (CT) ist im Grunde schmerzlos. Auch kann der Patient gleich wieder arbeiten gehen. Zu bedenken gibt es nur: Einen Tag zuvor muss der Patient ein Abführmittel nehmen.

Dies ist notwendig, damit der Arzt den Darm wirklich genau betrachten kann und Stuhlreste nicht zu Fehldeutungen führen. Zur Darmreinigung trinkt der Patient einige Liter Abführlösung, die es heute in verschiedenen Geschmacksrichtungen - etwa Himbeere - gibt. Essen darf er am Tag vor der Untersuchung nichts, einzig klare Flüssigkeiten wie Bouillon, Tee und Wasser sind erlaubt.

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Die Aufnahme entsteht während einer Atempause

Anders als bei der Darmspiegelung braucht der Patient unmittelbar vor der CT weder Beruhigungsmittel noch Kurznarkose, denn die Untersuchung ist schmerzlos. Was ebenfalls nötig ist: das Füllen des Darms mit Luft. Denn nur wenn der Darm gut gedehnt ist, lässt sich die gesamte Oberfläche gut abbilden. Die Dehnung geschieht über einen kleinen, flexiblen Schlauch, den der Arzt nur wenige Zentimeter in den Enddarm schiebt. Häufig bekommt der Patient zusätzlich ein krampflösendes Medikament, damit sich der Darm besser weiten lässt.

Anschließend wird der Patient auf dem Rücken liegend mit dem Rumpf in die CT-Öffnung geschoben. Der Kopf bleibt draußen, so dass keine beklemmenden Gefühle aufkommen können. Die eigentliche Untersuchung findet während einer Atempause statt, damit auf dem Bild keine Unschärfen durch Bewegung entstehen. Der Patient muss etwa 20 Sekunden die Luft anhalten und ruhig liegen. Während die Aufnahmen entstehen, bewegt sich der Untersuchungstisch millimeterweise in Längsrichtung. So kann das Gerät die unterschiedlichen Schichten erfassen.

Zur Sicherheit gibt es eine zweite Runde

Meistens scannt der Arzt den Patienten danach noch einmal in Bauchlage, denn gelegentlich gibt es noch Flüssigkeitsansammlungen oder Stuhlreste, die den Blick auf die Darmwand versperren. Durch den Positionswechsel verschwindet das Sichthindernis aber auf der zweiten Aufnahme.

Solange der Scanner läuft, ist der Patient allein im Raum. Denn Arzt und Medizinische Assistenten müssen sich vor einer tagtäglichen Strahlenbelastung schützen. Allerdings bleibt der Patient über eine Gegensprechanlage in Kontakt zum Arzt.

Bei negativem Befund kann der Patient sofort nach Hause gehen

Insgesamt dauert die Untersuchung 15 Minuten. Finden sich keine auffälligen Polypen, die zu Krebs entarten könnten, darf der Patient sofort nach Hause gehen. Bei einem positiven Ergebnis hängt das weitere Vorgehen von der Größe und Art des Befundes ab. Eine Darmspiegelung (Koloskopie) kann dann notwendig sein, um eine Gewebeprobe zu entnehmen oder die Polypen direkt zu entfernen. Der Arzt wird bemüht sein, die Koloskopie noch am selben Tag stattfinden zu lassen, damit der Patient nicht noch einmal Abführmittel nehmen muss.

Schwangere sind wegen der Strahlenbelastung von einer Darm-CT ausgeschlossen.


Autor: Springer Medizin
Stand: Mar 7, 2007


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